Mutter des getöteten Philippos: „Seitdem fühle ich mich nicht mehr sicher. Ich habe Angst um meine Tochter, um meine Söhne“
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Vor einem halben Jahr wurde der 20-jährige Philippos Tsanis in Bad Oeynhausen brutal getötet, als er nach einer Abifeier in den Kurpark ging. Der Fall schockierte Deutschland: Ein ausreisepflichtiger Syrer prügelte den jungen Mann zu Tode. Nun meldet sich die Mutter des Toten, Joanna Steinmann-Glogowski, zu Wort – ausgelöst durch die Debatte um ein Buch des Polizeigewerkschafters Manuel Ostermann. In einem emotionalen Facebook-Post stellt sie die zentrale Frage: „Ist Deutschland sicher?“ Und sie zitiert die blutigen Details der Nacht, die ihr Leben zerstörte.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 23. Juni 2024. Philippos Tsanis, ein in Deutschland aufgewachsener Grieche aus Porta Westfalica, hatte gerade seinen Abiball gefeiert. Wie Joanna Steinmann-Glogowski in ihrem Post beschreibt, fühlte sie sich in jenem Moment noch sicher: „Vor einem halben Jahr auf dem Abiball meiner Tochter fühlte ich mich sicher. Meine Tochter tanzte noch im Saal, mein Sohn ging auf der Kurhaus-Terrasse eine rauchen und setzte sich mit Freunden auf eine Bank gegenüber der Fontaine. Pärchen spazierten im Park, Jugendliche zogen an ihm vorbei, um zur Disco-Party zu gehen, manche fotografierten sich noch in Abi Kleidern im nächtlichen Licht.“
„Im Hintergrund spielte sich die Tragödie meines Sohnes ab“
Doch die Idylle zerbrach innerhalb von Minuten. Tsanis’ bester Freund Max wurde von zwei deutschen Jugendlichen angegriffen und verprügelt, während ein 18-jähriger Syrer, Mwafak Al-S., den jungen Mann verfolgte und mit Tritten und Schlägen tötete. Im Mai 2025 verurteilte das Landgericht Bielefeld den Syrer zu neun Jahren Jugendstrafe wegen Totschlags. Videos der Tat, die im Prozess gezeigt wurden, zeigten die Eskalation: Die Deutschen rangelten mit Max „im Dreck“, wie Joanna Steinmann-Glogowski es formuliert, während der Syrer im Hintergrund Tsanis attackierte. „Der, der filmt, ist in Party-Laune, küsst und prostet seinen Zuschauer-Kumpeln zu. Die sehen keine Gefahr. Gleich werden alle aufstehen und sich wohl die Hand reichen. Selbst der zweite Freund von Philipp und Max reagiert nicht und schaut zu.“
Die Mutter, die bis zum Urteil geschwiegen hatte, um Vorurteile zu vermeiden, schildert die Grausamkeit nun detailliert, basierend auf Obduktionsberichten und Videoaufnahmen: „Im Hintergrund spielte sich die Tragödie meines Sohnes ab. Er läuft weg, ich nehme an, dass Philippos Hilfe für Max holen wollte, mich vielleicht, oder Adrian Glogowski, meinen Mann? Wir waren ja nur 100 Meter entfernt. Der Syrer folgt ihm, stellt ihm ein Bein und Philippos fällt zum Boden. Mag sein, laut Obduktion, dass er in dem Moment seinen ersten Schädelbruch bekommt, er bleibt liegen, man sieht, dass er noch seinen Arm schützend vor das Gesicht hält. Da lebt er noch. Der Syrer tritt gegen den Arm. Laut Obduktionsbericht ist dabei an seiner linken Schulter ein großes Hämatom, ähnlich einem Schuhabdruck entstanden. Nach diesem Tritt bleibt mein Sohn regungslos liegen. Dem Syrer reicht es nicht. Tritt mit voller Kraft gegen seinen Kopf. Der Tritt ist so heftig, dass der regungslose Körper meines Sohnes sich um 90 Grad dreht. Laut Obduktionsbericht ist es die zweite tödliche Verletzung. Ach so ... der erste Schlag, den ihm der Syrer mit der Faust ins Gesicht verpasst hat, brach ihm die Augenhöhle.“
Philippos Tötung als Sinnbild für ein größeres Problem
Der Angreifer entwendete schließlich Tsanis’ Umhängetasche und wandte sich Max zu: „Der Syrer (ja, ich darf es sagen, weil es bewiesen worden ist) reißt noch Philippos Umhängetasche an sich, lässt von meinem Sohn ab und läuft in Richtung der Rangelei mit Max. Mit seinem Knie bricht er dem Max die Nase.“ Max überlebte, verlor aber seinen „besten Freund und Anker, seinen Herzensbruder“, wie die Mutter schreibt. „Er konnte Philippos nicht helfen, weil er auch am Boden lag und verprügelt und getreten wurde.“

Emotionale Botschaften am Tatort in Bad Oeynhausen
Joanna Steinmann-Glogowskis Post ist eine Anklage an ein System, das ihrer Meinung nach versagt. Sie hatte auf das Urteil gewartet: „Ich habe bis zum Urteil abgewartet, ich wollte niemanden vorverurteilen, bevor das Gericht es nicht nachweisen kann.“ Doch nun, getrieben durch die Aufregung um das Buch „Deutschland ist nicht mehr sicher“ des Polizisten Manuel Ostermann, das Fälle wie den von Tsanis als Symptom eines Sicherheitsdefizits darstellt, bricht sie ihr Schweigen. „Seitdem fühle ich mich nicht mehr sicher. Ich habe Angst um meine Tochter, um meine Söhne. Es entsetzt mich: der Fakt, dass ein junger Mensch an der Supermarkt-Kasse in Lemgo einfach so abgestochen werden kann. Dass ein Afghane, der ein Kindergarten-Kind ersticht, in die Psychiatrie eingewiesen wird, dass man auf einer Veranstaltung sich immer wieder umsehen muss, auf den Weihnachtsmarkt gehe ich grundsätzlich nicht mehr, weil ich mich dabei unwohl fühle und über die Schulter schauen muss.“
Ihre Worte hallen in einer Zeit wider, in der Debatten über Migration und Gewalt die Politik spalten. Joanna Steinmann-Glogowski fordert Veränderung: „Wir müssen darüber reden. Wir müssen dem entgegenwirken. Wir müssen umdenken. Wir müssen neue Regelungen erschaffen. Es ist nicht Populismus. Es ist Realität, die wir wahrnehmen müssen und neue Maßstäbe erfinden. Wir müssen unsere Kinder schützen. Mein Pi wird davon nicht profitieren, aber ich möchte, dass meine verbliebenen Kinder sich in Deutschland sicher fühlen.“
Erosion der Sicherheit
Die Wortmeldung von Joanna Steinmann-Glogowski fällt zeitlich mit der eskalierenden Kontroverse um Ostermanns Buch zusammen, das seit seinem Erscheinen im Herbst 2025 polarisiert.
Letzte Woche enthüllte NIUS exklusiv Details einer gezielten Kampagne gegen den Autor: Ein prominenter Szeneanwalt und linke Medien – wie die ARD-Sendung „Kontraste“ sowie die Zeit hatten mit journalistisch fragwürdigen Methoden – versucht, Ostermann zu diskreditieren und seine Glaubwürdigkeit zu untergraben. Der Polizist, der in seinem Werk anhand realer Fälle wie dem Tod von Philippos Tsanis ein „Sicherheitsdefizit“ durch unkontrollierte Migration anprangert, sieht darin einen Versuch, die Debatte zu ersticken.

Der Anwalt Burkhard Benecken mit dem syrischen Täter.
Der Post hat bereits Wellen geschlagen. Eine Kommentatorin, die sich als „Colli SchlüFu“ vorstellt, dankt der Mutter für ihren Mut: „Liebe Joanna Steinmann-Glogowski, vielen Dank für deinen Mut, das auszusprechen, was viele denken, aber nicht sagen. Ich bin selber Mama, Tante und Mensch und es ist mittlerweile so, dass man Angst hat, ob seine Lieben wieder heile nach Hause kommen, wenn sie unterwegs sind. Deshalb muss es angesprochen sein, dass die Sicherheit nicht mehr gegeben ist.“
Im Juni 2025 wurde in Bad Oeynhausen ein Gedenkstein für Tsanis eingeweiht, an dem die Mutter erneut appellierte: „Zeigt Haltung!“ Ihr Post nun könnte die Debatte neu entfachen – in einer Gesellschaft, die nach dem Urteil im Mai noch immer mit den Narben ringt, die Philippos Tod hinterlassen hat.
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