Ramadan ja, Ostern nein! Religions-Wahnsinn an Stuttgarter Schule
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Als Wolfgang P. (Name geändert) von einem Event an der Schule seiner Tochter Laura hörte, freute er sich zunächst.
Doch dann wurde er stutzig und kam ins Grübeln: An der Gesamtschule in der Nähe von Stuttgart (Baden-Württemberg) wurden die Schüler der zehnten Klasse eingeladen, das muslimische Fastenbrechen zu feiern.

Ein Mann kocht mit seiner Frau zum Ende der Fastenzeit ein Festmahl in der Küche. Das Ende des Ramadan wird im Islam groß gefeiert.
Während des Ramadans dürfen gläubige Muslime zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang nicht essen, trinken, rauchen oder Sex haben. In diesem Jahr begann die Fastenzeit am Mittwoch, dem 22. März und endete am Abend des 20. April. An diesem Abend wird das Ende der Fastenzeit gefeiert, es beginnt mit dem traditionellen Essen einer Dattel. Einen Tag später folgt dann das Zuckerfest.
Die Schule von Laura P. feierte mit. Kinder waren dazu aufgerufen, Essen mitzubringen und gemeinsam in der Mensa zu feiern. Soweit so gut.
Ostern fällt aus
Es ist schön, wenn gemeinsam gefeiert wird. Problematisch scheint nur: Im Gegensatz zum Ende des Ramadans wird Ostern – das Fastenbrechen der Christen – an der Schule in keinster Weise gefeiert.

Beim Schul-Buffet gab es Börek, Fladenbrot und Datteln. (Foto: altenburg-gms)
Als Laura P. (Name geändert) eine Lehrerin darauf ansprach, warum denn das muslimische und nicht das christliche Fastenbrechen an der Schule gefeiert werden würde, war die Lehrerin ratlos, erzählte Wolfgang P. im Nachhinein.
Muslimisches Fastenbrechen: „wunderschöne Tradition“
Auf der Website der Schule heißt es zu der Veranstaltung: „Dieses Ereignis ist in den letzten Jahren zu einer wunderschönen Tradition geworden, die natürlich auch im Abschlussjahr nicht fehlen durfte.“ Dass die christliche Tradition gar nicht zelebriert wird, wird nicht erwähnt.
„Man nimmt es als normal hin. Erst später sickert es dann durch. Die vorhandene, christliche Kultur wird nicht respektiert“, sagt Wolfgang P.
Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg leben in dem Bundesland rund 800.000 Muslime. Insgesamt bekennen sich 3,6 Millionen Menschen in dem Bundesland (38 Prozent) zum christlichen Glauben – also die Mehrheit.

Traditionell endet die Fastenzeit mit dem Essen einer Dattel.
Es ist die Einseitigkeit, die aufstößt
„Wo sind unsere Werte?“, fragt sich Wolfgang P. Und weiter: „Wenn ich nach Spanien auswandere, kann ich mich nicht aufregen, dass die Leute Siesta machen.“
„Man ist sehr blauäugig. Wir sind das Abendland! Wer hier hinkommt, soll das respektieren und sich anpassen. Aber genau das tun die Leute nicht“, sagt P. gegenüber NIUS.
Was ihm und einigen weiteren Eltern der Schule aufstößt, ist nur eines: die Einseitigkeit, mit der gefeiert wird.

Nach dem Monat des Verzichtes wird beim Zuckerfest wieder gegessen.
Auf Anfrage von NIUS konnte die Schule keine genauen Angaben machen. Wenn, wurde vereinzelt in Klassen Ostern gefeiert, so die Antwort des Schul-Sekretariats. Ob dies tatsächlich der Fall ist, konnte jedoch weder bestätigt noch verneint werden.
Mehr NIUS: Diskriminierung: Gebetsraum am Flughafen für Muslime, aber nicht für Christen!
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