Rentner sagt es Scholz ins Gesicht: „Man nennt Sie die dümmste Regierung der Welt!“
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Im SPD-roten Pullover sitzt der freundliche, ältere Herr in der ersten Reihe. Aber als er das Mikrofon bekommt, liefert er die härteste Abrechnung mit Scholz und der Bundesregierung, die sich der Kanzler seit langem anhören musste. Scholz‘ Reaktion: Verstocktes Lachen und Belehrungen, eine wirkliche Antwort hat er nicht auf die Vorhaltungen des wütenden Rentners.

Alarmstufe Rot im Hintergrund: Scholz spricht, der Rentner mit dem roten Pullover lauscht
Der Ort: Mannheim. Der Anlass: Das elfte Kanzlergespräch. Scholz trifft auf normale Bürger und beantwortet ihre Fragen. Präziser: Er reagiert auf die Bürger mit Scholz-Deutsch – Fragen werden so gut wie nie beantwortet. Nach einer Stunde Gespräch meldet sich der Rentner im roten Pullover und legt los: „Guten Abend, Herr Bundeskanzler …“
Zuerst spricht der Mann über den Cum-Ex-Skandal des Kanzlers: „Ich habe die Sorge, dass Sie sehr vergesslich sind. Auch im Ausland wird schon kommentiert: Ihr habt ja einen Kanzler der Vergesslichkeit. Das macht mir Sorge, was Sie auch aus der heutigen Versammlung mitnehmen; wie können wir uns verlassen, dass Sie doch nicht so vergesslich sind?“
Gelächter im Publikum, aber der Rentner im roten Pulli ist noch lange nicht fertig: „Meinen Sie nicht, dass wenn Sie diese Last mal von sich werfen und Klarheit schaffen, dass das Deutschland und Ihrer Partei helfen würde?“

Auf seine Vergesslichkeit im Cum-Ex-Skandal angesprochen, reagiert Scholz unwirsch.
Applaus im Publikum, aber Scholz patzt nur ungeduldig: „Und Ihre zweite Frage?“
„Es sind so viele Dinge, die einem Sorgen machen“
Da macht der Rentner weiter und kommt richtig in Fahrt: „Der zweite Bereich ist, nicht nur die Komödianten sagen, Deutschland hat die dümmste Regierung der Welt, das ist ein schlimmer Ausdruck …“ Die Regierung, so der Mann, habe „viele Mitglieder, die überhaupt nichts können. Da haben Sie den Habeck, der nicht mal weiß, was Konkurs ist. Da haben Sie die Baerbock, die Napoleon mit Panzern bezeichnet.“ Dann spreche Baerbock von „fernen Ländern, die hunderttausend Kilometer entfernt sind. Dann sagt sie, Putin muss sich um 360 Grad drehen. Es sind so viele Dinge, die einem Sorgen machen.“
Hier sehen Sie den ganzen Dialog im Video:
Scholz guckt immer sparsamer, dann fordert der Rentner personelle Konsequenzen: „Und da wollte ich Sie mal bitten, haben Sie da keinen Einfluss drauf? Entweder müssen Sie die rauswerfen oder ihnen Nachhilfe-Unterricht geben.“

Sein süffisantes Lächeln ist ihm vergangen: Olaf Scholz reagiert verkniffen auf die Kritik des Rentners.
Der Rentner spricht auch an, dass die meisten grünen Regierungs- und Bundestagsmitglieder in ihrem Leben noch nie gearbeitet haben: „Und von der praktischen Arbeit haben die Leute sowieso keine Ahnung. Das sieht man immer wieder, wie sie ihre Gesetze formulieren, dass in der Praxis nur Schwierigkeiten entstehen. Da hätte ich gern ein Wort von Ihnen gehört, was dagegen getan wird, Rücktritt oder Rauswerfen, jedenfalls muss man was tun, wenn man nicht der dumme Deutsche im Ausland sein will.“
Sie haben sich stets bemüht
Scholz ist sichtlich in der Defensive, belehrt den Mann zunächst, dass er bei manchen Themen wohl selber Nachhilfe brauche. Dann antwortet der Kanzler konkret, wenn auch nicht besonders überzeugend, auf die Vorwürfe gegen Baerbock und Habeck: „Ich finde, dass die Ministerin und der Minister, die Sie genannt haben, gute Arbeit leisten und sich sehr viel Mühe geben, mit dazu beizutragen, dass die Welt zusammenhält.“
Geben sich viel Mühe, dass die Welt zusammenhält – Begeisterung für seine eigenen Minister würde anders klingen. Dann antwortet Scholz auf die Vorwürfe der Vergesslichkeit: Er erinnere sich an das, an das er sich erinnere. „Und ich werde nicht wegen irgendwelcher politischen Wünsche etwas erfinden, was ich nicht darstellen kann. Und dabei bleibe ich auch. Das gebietet die Wahrheitspflicht.“
Eine klassische Scholz-Nicht-Antwort, an die sich kaum jemand noch lange erinnern wird. Ganz anders als an den Auftritt des Rentners im roten Pullover. Bemerkenswert: Den Vorwurf, der dümmsten Regierung der Welt vorzustehen, dementiert der Kanzler nicht mal mehr …
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