Schmuck, Uhren, Gold für 50 Mio. weg! Mutmaßlicher Millionen-Räuber spaziert aus dem Knast!
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Spektakuläre Wende im Prozess um den Einbruch in die Tresor-Anlage Fasanenstraße in Berlin. Das Gericht ließ den mutmaßlichen Kopf des Millionencoups laufen.
Mittags spazierte Bilal M. (42) nach sieben Monaten Untersuchungshaft aus dem Knast in Berlin-Moabit.
Im November 2022 waren mehrere vermummte Männer in die Tresor-Anlage in der Fasanenstraße 77 im Berliner Bezirk Charlottenburg eingedrungen, hatten 996 Schließfächer geknackt und 296 Luxus-Uhren, Gold und Bargeld mitgehen lassen. Schaden: Fast 50 Millionen Euro. Raffiniert: Um DNA-Spuren zu verwischen, haben die Einbrecher Autoreifen angezündet und Feuerlöscher entleert. Ruß und Pulver zerstörten sämtlichen Täter-Spuren.
Möglich wurde der dreiste Clan-Raub durch die Mithilfe des Tresor-Chefs und Goldhändlers Thomas S. (52). Sein Motiv: Schulden. Er wurde im Verhör auf Anraten der Soko „Kuckuck“ zum Kronzeugen der Anklage. Er beschuldigte den berüchtigten Miri-Clan der Urheberschaft. Kopf der Bande soll Bilal M. gewesen sein, ein reicher Immobilien-Unternehmer mit Firmensitz am Kurfürstendamm. Doch Beweise hatte der scheinbar seriöse Goldhändler, der noch nebenbei mit einem berüchtigten Rocker ein Bordell führte, nicht.
Kopf der Großfamilie wurde entlassen
Auf Antrag der Verteidigung hat nun der Vorsitzende Richter am Landgericht den angeblichen Kopf der Großfamilie aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Begründung liegt NIUS exklusiv vor! Darin heißt es: „Bei derzeitigem Stand der Sachaufklärung in der Hauptverhandlung liegen keine dringenden Gründe vor, dass der Angeklagte tatsächlich der Mittäter gewesen ist!“ Lediglich käme Bilal M. eine „Gehilfenstellung“ im Hinblick auf den Diebstahl zu. Andere „objektive Beweismittel oder Indizien“ gäbe es derzeit nicht.
Der Strafverteidiger von Bilal M., Rechtsanwalt Stefan Cohen zu NIUS: „Ein wichtiger Tag für den Rechtsstaat. Ich denke, dass die Belastung meines Mandanten durch einen zwielichtigen Kronzeugen nicht auf so offene Ohren bei den Ermittlern gestoßen wäre, hätte er einen anderen Nachnamen. Dann hätte ihm auch die Untersuchungshaft erspart werden können."
Mehr NIUS: Clan-Millionenraub in Berlin: Das heimliche Doppelleben des Kronzeugen
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