Schwarz-grünes Millionengrab! Neue Solar-Fähre schafft es nicht bis zum anderen Ufer
Ein Beitrag von
Es sollte ein klimaneutrales Vorzeige-Projekt für das Land Schleswig-Holstein und seine schwarz-grüne Regierung werden: eine Solar-Fähre, die emissionsfrei über den Ostsee-Fjord Schlei schippert. Doch aus großen Plänen ist eine Serie aus Pleiten, Pech und Pannen geworden. Vor allem jedoch ein Millionen-Grab für den Steuerzahler.
Denn: Die neue Solar-Fähre kommt bis heute – fünf Jahre nach Projekt-Beginn – nicht ans andere Ufer.
2019 begann die Misere, wie es der NDR rekonstruiert: Die „Missunde II“, eine in etwas die Jahre gekommene Diesel-Fähre, soll ersetzt werden. Bis zu 120.000 Fahrzeuge und 50.000 Fahrräder bringt die 16 Jahre alte Seilfähre von Missunde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) nach Brodersby-Goltoft (Kreis Schleswig-Flensburg) – und retour.

Die kleine Diesel-Fähre „Missunde II“ sollte von einem Solar-Modell abgelöst werden.
Ein Konstruktionsbüro wird mit einer 106.000 Euro teuren Machbarkeitsstudie für einen Neubau der Fähre beauftragt. Ergebnis: Die Sanierung der alten „Missunde II“ würde in die Millionen gehen, also soll ein neues Schiff – die „Missunde III“ – her.
Besagtes Konstruktionsbüro erhält auch den Zuschlag und einigt sich im Oktober 2020 mit dem Land auf eine doppelt so große, elektrisch betriebe Seilfähre mit Solardach. „Leiser, emissionsfrei und deutlich größer“, lautet laut NDR fortan das Motto. Statt der ursprünglich veranschlagten 2,5 Millionen Euro erhält eine Werft in Sachsen-Anhalt den Auftrag für 3,3 Millionen Euro.
Leiser und emissionsfrei wird sie sein, jedoch nur, weil die „Missunde III“ nie den Betrieb aufnehmen wird.

Die Auffahrt auf die „Missunde III“
Im Herbst 2022 sollte die neue Fähre ursprünglich fertig sein, pünktlich zum Erlöschen der Betriebserlaubnis der alten Diesel-Fähre – doch das Wetter, Lieferengpässe und Niedrigwasser machen einen Strich durch die Rechnung, weshalb Ende 2022 gar keine Fähre fährt, weder mit Diesel, noch mit Strom. Der Starttermin wird erst auf das Frühjahr, dann auf den Sommer 2023, später auf Ende Januar 2024 verschoben.
Erste Testfahrten mit dem neuen Solar-Schiff offenbaren das nächste Problem: Offenbar ist die 3,3 Millionen Euro-Fähre Wind und Strömung der Schlei nicht gewachsen. Die Anleger müssen verbreitert werden, „um ein sicheres Anlanden auch bei kräftigen Winden und starker Strömung garantieren zu können“, zitiert der NDR den Landesbetrieb für Küstenschutz. Das kostet noch einmal 100.000 Euro.
Trotz der fehlgeschlagenen Testfahrten hatte der Landesbetrieb für Küstenschutz die alte Diesel-Fähre zu ihrem Schrottwert von 17.000 Euro bereits verkauft. Für die Anwohner heißt das nun erneut: 36 Kilometer Umweg mit dem Auto, so gar nicht öko.
Im März 2024 räumt das Land Schleswig-Holstein dann ein, dass es nicht so gut läuft mit dem Vorzeige-Projekt und umfangreiche Nachbesserungen nötig seien. Experten und der Fährpächter Rüdiger Jöns sprechen laut NDR von „offensichtlichen Konstruktionsfehlern“.

Die alte „Missunde II“ fährt wieder.
Erst ein Jahr später kauft das Land die alte, ausgediente Fähre „Missunde II“ zum stolzen Preis von 50.000 Euro zurück. Weitere (mindestens) 50.000 Euro kommen hinzu, da sich der ehemalige dänische Eigentümer ein Rückkaufrecht gesichert hatte und seit Herbst 2024 monatlich 5000 Euro Miete kassiert. Mit einer Sondergenehmigung darf die alte Fähre bis 2028 weiterbetrieben werden.
In der schwarz-grünen Landesregierung in Schleswig-Holstein hofft man, dass dieser Zeitraum nicht ausgeschöpft wird und der Missunde-Albtraum bald endet. Neuer anvisierter Starttermin der „Missunde III“ ist nämlich Ende 2025. Die Kosten haben sich inzwischen auf rund 4 Millionen Euro gehäuft.
Mehr NIUS:
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Neue Studie: Deutschland verliert seine Besten
Polizei Brandenburg warnt Eltern vor „rechtsextremen Online-Strategien“
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Neue Oxford-Untersuchung zeigt: Über 90 Prozent aller Studien in den Sozialwissenschaften sind links
In Sachsen-Anhalt fordern selbst Linke Abschiebungen
Antisemit der Woche: UN-Generalsekretär António Guterres übt sich in Täter-Opfer-Umkehr und beschuldigt Israel sexueller Gewalt
„Omas gegen Rechts“ bringen neuen KI-Chatbot heraus
Mehr NIUS:
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Neue Oxford-Untersuchung zeigt: Über 90 Prozent aller Studien in den Sozialwissenschaften sind links
In Sachsen-Anhalt fordern selbst Linke Abschiebungen
Antisemit der Woche: UN-Generalsekretär António Guterres übt sich in Täter-Opfer-Umkehr und beschuldigt Israel sexueller Gewalt
„Omas gegen Rechts“ bringen neuen KI-Chatbot heraus
Gescheiterte Timmy-Rettung sorgt weltweit für Spott: „Deutschland hat den Verstand verloren“
#Männerhass: Wie ständig neue Internettrends Beziehungen schlechtreden
Nach „Lackaffe“-Strafbefehl: Drei weitere Merz-Beleidigungen werden von Staatsanwaltschaft Heilbronn verfolgt
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare