Selbstbestimmungsgesetz: „Man möchte das biologische Geschlecht ignorieren“
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Vergangene Woche fand die erste Lesung des Selbstbestimmungsgesetzes im Bundestag statt. Sobald es in Kraft tritt, dürfen Menschen in Deutschland jedes Jahr einmal ihr Geschlecht im Pass und Personalausweis ändern lassen - wohlgemerkt auch ohne jegliche operative Eingriffe. Was für wenige Betroffene Erleichterung im Prozess des Identitätswandels schafft, birgt besonders für Frauen und Mädchen Gefahren.
„Schutzräume für Frauen werden preisgegeben“, ist Autorin Birgit Kelle überzeugt. Zu Gast im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ erklärt sie auch warum: „Wir entkoppeln hier die Realität vom Gesetz. Man möchte das biologische Geschlecht ignorieren“. Das bedeute, dass sich fortan jeder Mann als Frau fühlen und somit Zutritt zu Saunen oder Umkleiden erhalten könne. Es gelte zwar das Hausrecht, so dürfe ein Saunabetreiber einer Transfrau den Zugang verwehren, müsse dann aber damit rechnen, dass das Antidiskriminierungsgesetz oder das Gleichstellungsgesetz greife, so Kelle. 
Die Publizistin Birgit Kelle bei „Stimmt!“
„Erstes Gesetz, das Aussprechen von Wahrheit unter Strafe stellt“
„Wie sieht die praktische Umsetzung an der Kasse aus? Wollen sie eine Hosenkontrolle machen?“ Letztlich würde die Verantwortung abgewälzt auf die Betreiber von Sportvereinen, Schwimmbädern, womöglich auch auf Lehrer, die dann mit der Durchführung des Selbstbestimmungsgesetzes kämpfen müssten, sagt Publizistin Birgit Kelle im NIUS-Talk.
„Dass so ein Gesetz überhaupt im Bundestag diskutiert wird, ist schon der Wahnsinn an sich“. Es sei das erste Mal, dass ein Gesetz geschaffen würde, das das Aussprechen der Wahrheit unter Strafe stellt. Dann gelte nicht mehr die Biologie als Maßstab, sondern das Gefühl. „Wenn ich sage, Frausein ist nur noch ein irrationales Gefühl, dann schaffe ich Weiblichkeit ab.“
Die ganze Sendung „Stimmt!“ gibt es hier:
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