Stadt Reinbek will für Notunterkunft rund 12.000 Quadratmeter Wald abholzen
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- In der Hamburger Vorstadt Reinbek werden die Plätze für Migranten knapp. Die Stadtverordneten haben deshalb den Bau einer Notunterkunft in einem Gewerbegebiet beschlossen.
- Für wie viele Personen diese neue Unterkunft sein soll, verrät man indes nicht. Man ermögliche sich „so mehr Verhandlungsspielraum gegenüber den Genehmigungsbehörden.“
- Doch für kurzfristigen Bedarf sei das neue Grundstück wegen mangelnder Anschlüsse gar nicht geeignet, monieren Kritiker. Außerdem muss eine große Waldfläche zunächst gerodet werden.
Am vergangenen Donnerstag haben die Stadtverordneten der Stadt Reinbek den Bau einer Notunterkunft beschlossen. Entstehen soll sie am Rand des Gewerbegebiets „Alte Stadtgärtnerei“. Der Platz wird laut Verwaltung dringend benötigt. Bis zum Jahresende rechne man mit 50 weiteren Migranten, welche man unterbringen müsse. Amtsleiter Torsten Christ sieht auch für 2025 keine Trendumkehr und sagt zum Hamburger Abendblatt: „Es ist nicht davon auszugehen, dass wir 2025 weniger als 150 Menschen aufnehmen müssen.“
Dringende Notunterkunft auf bewaldetem Gebiet ohne Anschlüsse
Auf kommunaler Ebene sehen die Grünen das Projekt auf der Verlängerung der Carl-Zeiss-Straße kritisch: „Das wird mit Sicherheit nicht schnell gehen, diesen Standort zu entwickeln“, sagt Günther Herder-Alpen, Fraktionschef der Grünen zum Hamburger Abendblatt. Schließlich seien weder Energie noch Abwasser dort erschlossen. Zudem müssten circa 12.000 Quadratmeter Wald gerodet werden – dafür muss die Stadt einen Ausgleich finden, der kostspielig werden könnte.
Zahl der Bewohner? Noch ein Geheimnis!
Bürgervorsteherin Brigitte Bortz (CDU) verteidigt das Vorhaben: „Wir brauchen Plätze für die Geflüchteten“. Ihre Fraktion stimmte mit der FDP und SPD für den Standort. Für wie viele Migranten man denn plane? Offen! Das Hamburger Abendblatt berichtet von etwa 50 bis 200 Plätzen. Warum sich die Stadtverordneten nicht äußern? Dies sei ein expliziter Wunsch der Verwaltung. So habe man mehr Verhandlungsspielraum gegenüber den Genehmigungsbehörden.
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