Steuerverschwendung: Knapp eine Million Euro für Regensburger Luxus-Klo
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Die Luxustoilette am Schwanenplatz in Regensburg reiht sich ein in die ellenlange Liste übermäßiger Steuerverschwendungen.
Nach stolzen neun Jahren Planung und fast 900.000 Euro Baukosten, ist die Regensburger Toilettenanlage am Schwanenplatz seit August 2022 auch öffentlich zugänglich. Mit den ungeheuer hohen Kosten hat es die Luxus-Toilette bis ins berüchtigte Schwarzbuch des Bundes für Steuerzahler geschafft.

Die Toilette am Schwanenplatz in Regensburg wurde nach 9 Jahren Planung im August 2022 eröffnet.
Teure „Toilette für alle“
Die Anlage wurde als „Toilette für alle“ konzipiert. Sie beherbergt fünf Toiletten, einen Technikraum und, als besonderes Highlight, eine Toilette für Menschen mit schweren Behinderungen – mit höhenverstellbarer Pflegeliege, einem Deckenlifter und einem luftdicht verschließbaren Abfallbehälter. Der Unterhalt der Luxus-Toilette kostet laut Bund der Steuerzahler knapp 3000 Euro monatlich.

Die „Toilette für alle“ ist auch auf die besonderen Bedürfnisse schwerstbehinderter Menschen ausgerichtet.
Das Servicegebäude wurde im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs entworfen. Die Innenausstattung ist im Gegensatz zur Investitionssumme eher schlicht gehalten, mit weißen Fliesen, einem Kunststoffboden in Granitoptik und Armaturen aus robustem Stahl. Im Außenbereich fanden sich bis vor kurzem auch überdachte Sitzmöglichkeiten und ein Wartebereich für Busreisende.
Sparmaßnahme: Abbau der Sitzbänke
Erst vor gut einem Jahr eröffnet, wurde die Toilettenanlage nun nochmal baulich verändert. Wie die Mittelbayerische berichtet, hat die Stadt Regensburg die Sitzbänke im überdachten Außenbereich wieder abmontiert. Der Grund war offenbar, dass sich Obdachlose dort gern Quartier suchten. Das hätte zu mehr Reinigungsaufwand und auch Polizeieinsätzen geführt.
Nun will man offenbar sparen. Allerdings werde man einen Ersatz durch einzelne Klappsitze überdenken.
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