Syrer missbraucht 13-Jährigen: Erhebliche Zweifel am Alter des Täters
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- Zwei angeblich 14-Jährige sollen im niedersächsischen Königslutter (Landkreis Helmstedt) einen 13-Jährigen gequält, sexuell missbraucht und die Taten gefilmt haben.
- Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen den Syrer und seinen bulgarischen Mittäter.
- Nach NIUS-Informationen gibt es erhebliche Zweifel am Alter und damit der angeblichen „Schuldunfähigkeit“ der Täter.
Schläge, Demütigungen und Vergewaltigung: Zwei Jugendliche aus Niedersachsen sollen ihre Gewalttat an einem 13 Jahre alten Jugendlichen gefilmt und das Video verbreitet haben. „Wir ermitteln unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern“, sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig.
Laut den Behörden sollen zwei Teenager einen 13-Jährigen Ende des letzten Monats in einem verlassenen Gebäude auf einem überwucherten Gelände erst misshandelt und erniedrigt haben. Sie zwangen ihn zum Beispiel, ihre Schuhe zu küssen. Anschließend sollen die beiden 14-Jährigen, den Jungen sexuell missbraucht haben. Das Opfer vertraute sich nach der Tat seiner Mutter an.

In Königslutter ereignete sich die Tat.
Erhebliche Zweifel am Alter der Täter
Staatsanwalt Wolters betont, dass die Beweislage ziemlich klar sei. Das Beweisvideo sei den Ermittlern bekannt.
Nach NIUS-Informationen haben beide Täter Migrationshintergrund. Der Hauptverdächtige ist syrischer Staatsbürger, der mutmaßliche Mittäter ist Bulgare. Es bestehen erhebliche Zweifel am Alter des Haupttäters.
Gegenüber NIUS erklärte die Staatsanwaltschaft Braunschweig jedoch, dass im Jugendalter (14 bis 18 Jahre) eine zweifelsfreie Altersfeststellung nicht möglich sei. Man halte sich zunächst an die offiziellen Ausweisdokumente der Tatverdächtigen.

Der mutmaßliche Hauptverdächtige steht derzeit vor dem Jugendgericht in Helmstedt (im Bild).
Täter einschlägig polizeibekannt
Gegen die beiden Teenager wird wegen sexuellen Übergriffs und schwerer Körperverletzung ermittelt. Einer von ihnen ist bereits mehrmals wegen Körperverletzung und Raub in Erscheinung getreten, aber die Fälle wurden wegen Strafunmündigkeit fallen gelassen.
Der mutmaßliche Hauptverdächtige steht derzeit vor dem Jugendgericht in Helmstedt. Nach Angaben der Strafverfolger soll er im April in Schöningen zusammen mit anderen ein damals 13-jähriges Mädchen mit Stöcken beworfen und geschlagen haben.
Die neuen Ermittlungen haben laut Staatsanwaltschaft nun den Verdacht ergeben, dass der Junge auch das aktuelle Opfer bereits in der Vergangenheit attackiert hat. Details dazu könnten aber noch nicht mitgeteilt werden.
Beide Teenager sind momentan nicht in Haft. Das Opfer hat seit dem Vorfall die Schule nicht mehr besucht.
Polizei will alles Handys beschlagnahmen, von denen Tat-Video gesendet wurde
Die Behörden versuchen derzeit, die Verbreitung des Videos zu stoppen, da dies das Leid des Opfers vergrößere. „Wir planen, alle Mobiltelefone zu beschlagnahmen, von denen das Video gesendet wurde“, sagte Wolters.
Die Polizei besuchte auch Schulen in Königslutter, Helmstedt und Schöningen, um die Schüler darüber zu informieren, dass das Video gelöscht werden muss. Das Versenden des Videos gilt als Verbreitung von kinderpornografischem Material, was strafbar ist.
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Philippe Fischer
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