Tablet-Gaga an Schulen in Wuppertal: Müssen 9 Millionen Euro Fördermittel jetzt zurückgezahlt werden?
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- Die Schulen in Wuppertal haben zum Jahresbeginn 14.000 Tablets und Laptops für den Unterricht bekommen.
- Doch aktuell ist nur ein Bruchteil davon wirklich in Betrieb.
- Wenn bis zum 23. Oktober nicht alle eingerichtet und registriert sind, müssen Fördergelder in Höhe von neun Millionen Euro zurückgezahlt werden.
Das neue Jahr begann in Wuppertal ziemlich smart. An die Schulen in der Stadt wurden rund 14.000 Tablets ausgegeben. Doch wie NIUS erfuhr, sollen viele der Geräte ungenutzt in den Schulen liegen. Mit weitreichenden Folgen. Denn wenn bis zum 23. Oktober gewisse Förderbedingungern nicht erfüllt sind, müssen die Gelder in Millionenhöhe zurückgezahlt werden.
Grund für das Dilemma: die Bürokratie.
Zum Fall: Die Stadt Wuppertal, als Träger der öffentlichen Schulen, hatte für die mobilen Tablet-Geräte EU-Fördermittel in Höhe von neun Millionen Euro beantragt. Die Förderung wurde bewilligt, ist aber an Bedingungen geknüpft.

Insgesamt 14.000 Tablets wurden den Schulen in Wuppertal zur Verfügung gestellt.
Dadurch ist die Stadt verpflichtet, die personalisierten und technisch aussschließlich für den Schulgebrauch vorgesehenen Geräte den Schülern zu verleihen. So steht es in der Auflage, die mit der Förderung verbunden ist.
Die Bezirksregierung als Bewilligungsbehörde der Stadt Wuppertal, muss den Nachweis über die ordnungsgemäße Verwendung der Tablets prüfen und dokumentieren.
Beim Einblick in die zentrale Geräteverwaltung wurde von der Bezirksregierung (mit Sitz in Düsseldorf) festgestellt, dass eine Zuordnung der Geräte zu den Schülern zum Teil noch nicht erfolgt ist.

Mobile Tablets sind inzwischen Bestandteil des Unterrichts.
Nach der Überprüfung wurde die Stadt Wuppertal auf die Einhaltung der Auflage aufmerksam gemacht und darum gebeten, bis zum 23. Oktober alles zu klären, so die Bezirksregierung auf NIUS-Anfrage.
Wenn das bis zum 23. Oktober nicht passiert, wird sich die Stadt Wuppertal in einer Stellungsnahme erklären müssen. Dann werde die Bezirksregierung über das weitere Vorgehen entscheiden, heißt es.
Im schlimmsten Fall könnte es dazu führen, dass die Fördergelder in Höhe von neun Millionen Euro ganz oder zumindest in Teilen zurückgezahlt werden müssten.

Seit der Pandemie kommen vermehrt Tablets zum Einsatz. Eine Telekom-Studie zeigt jedoch, dass dies nur punktuell der Fall ist.
Es soll bereits eine Gesprächsrunde mit den Schulformsprechern gegeben haben. Dabei sei vereinbart worden, dass die im Rahmen der EU-Förderrichtlinie zwingend durchzuführende Personalisierung der Endgeräte, also die Übergabe an die Schüler, sowie der Abschluss der Leihverträge gemeinsam umzusetzen sei, erklärte ein Sprecher der Stadt Wuppertal gegenüber NIUS.
Bedeutet: Auch die Stadt Wuppertal unterstützt die Schulen bei der Personalisierung. Wie diese genau aussehen soll, ist nicht bekannt. Auch die Anzahl der betroffenen Geräte ist im Moment unklar.
Die Schulen versuchen aktuell in einer Bestandsaufnahme die genauen Zahlen zu ermitteln.
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