„Ich stehe solidarisch mit Gaza“: Weitere Konzertabsagen für Böhmermann-Event nach Chefket-Ausladung
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Jan Böhmermanns Veranstaltungsreihe im Rahmen der Ausstellung „Die Möglichkeit der Unvernunft“ entwickelt sich immer mehr zum Desaster. Nachdem das für den siebten Oktober geplante Konzert mit dem Israelfeind Chefket bereits am Montag abgesagt wurde, haben für den Donnerstagabend weitere Künstler ihre Teilnahme zurückgezogen. Eine von ihnen begründete ihre Abwesenheit mit der Solidarität für Gaza – und dem Rapper Chefket.
Das Programm ist mittlerweile fast weggebröckelt. Nach dem Künstler Blumengarten haben nun auch weitere Künstler ihren Auftritt am Haus der Kulturen der Welt (HKW) ab: So sollten am morgigen Donnerstag eigentlich die drei Künstler Drunken Masters, Wa22ermann und Domiziana auf der Bühne stehen. Alle drei lassen ihren Auftritt jedoch platzen.

Ob ihr Outfit in Gaza auch so gut ankommen würde? Ihren Auftritt am HKW sagte die Sängerin Domiziana jedenfalls ab.
Die Elektro-Pop-Sängerin Domiziana liefert auf Instagram sogar noch eine Begründung mit: „Nach den Entwicklungen der letzten Tage habe ich mich dazu entschieden, die Show abzusagen. Grund dafür ist die Absage der Show am 7.10., bei der unter anderem Chefket auftreten sollte“. Ihre eigene Performance verweigere sie, denn „Stand jetzt wurde keine Möglichkeit gefunden, einen alternativen Termin für Checket zu realisieren“. Für sie ein Zustand, „den ich nicht mittragen kann“.
Hintergrund: Der Auftritt von Chefkat wurde zuvor durch Jan Böhmermann und das HKW abgesagt. In einer gemeinsamen Pressemitteilung hieß es: „Wir sehen und hören den Einspruch insbesondere auch von jüdischer Seite gegen den Konzertabend am 7. Oktober 2025. Diesen Einspruch nehmen wir ernst. Er ist Anlass für uns, die Veranstaltung, deren Integrität wir nicht mehr garantieren können, an diesem Tag abzusagen.“
Grund genug für Domiziana, sich solidarisch mit Chefket zu zeigen. Und das ist nicht überraschend: Schon in jüngerer Vergangenheit machte sie aus ihrer Treue für Palästina keinen Hehl – im Gegenteil. Erst am 14. September spielte sie im Palladium Köln gemeinsam mit anderen Künstler wie Paula Hartmann und auch Blumengarten ein Solidaritätskonzert „Gemeinsam für Palästina“.

Domizianas Statement auf Instagram.
„Verurteile den Genozid“
Auch in der Mitteilung auf Instagram macht sie deutlich: „Mein politischer Standpunkt zur katastrophalen Lage in Palästina ist klar und öffentlich bekannt – ich stehe solidarisch mit Gaza, verurteile den Genozid und positioniere mich gegen jede Form von Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Diskriminierung sowie jeglicher Art von Intoleranz“.
Ihr tue es leid für alle, die Tickets gekauft haben: „Für mich wäre die Show ebenfalls wichtig gewesen – gerade weil sie in einem politischen Rahmen stattfinden sollte, in dem auch meine Stimme gefragt war“, schreibt die Künstlerin. Wa22ermann und Drunken Masters lieferten auf Instagram keine Begründung ab.

Das Statement von Wa22ermann fiel deutlich kürzer aus.
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