„Wenn wir nicht aufpassen, ist Künstliche Intelligenz bald mächtiger als wir“, sagt Bestsellerautor Yuval Harari
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Sein Bestseller „Sapiens – kurze Geschichte der Menschheit“ wurde 25 Millionen Mal verkauft. Yuval Noah Harari ist der erfolgreichste Historiker der Welt. Nächste Woche erscheint in Deutschland sein neues Buch „Nexus“. Es geht um die Gefahren von Künstlicher Intelligenz.
Im Stern berichtet er über seine wichtigsten Erkenntnisse. Harari über …
… die Welt von heute: „Wir sind in eine Ära der Störung und des Chaos eingetreten. Manche meinen, wir stünden am Rande des Dritten Weltkriegs. Vielleicht hat er längst begonnen. Am 1. September 1939 hatten sehr wenige Menschen den Eindruck: Jetzt beginnt der Zweite Weltkrieg. Es kann sein, dass wir irgendwann zurückblicken und sagen: Der Dritte Weltkrieg begann am 24. Februar 2022 mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine.“
… die Gefahren der KI: „KI ist anders als alle Gefahren, mit denen die Menschheit je konfrontiert worden ist. KI ist die erste Technologie überhaupt, die eigene Entscheidungen treffen und Ideen entwickeln kann. Nehmen Sie ein Messer: Damit können Sie Obst schneiden oder jemanden umbringen, es liegt an Ihnen. Oder die Atombombe: Menschen entscheiden darüber, ob sie eingesetzt wird. KI ist grundlegend anders. Sie ist kein Werkzeug wie ein Messer oder eine Bombe. KI-gesteuerte autonome Waffensysteme können allein entscheiden, welche Personen sie töten. Es gehört zum Wesen der KI, Dinge zu tun, die wir nicht erwarten.“

Der israelische Bestseller-Autor Yuval Harari verkaufte Millionen Bücher.
… wie viel Zeit bleibt uns: „Alles beschleunigt sich und wird gefährlicher. Aber noch ist der Geist nicht komplett aus der Flasche. Noch haben wir die Kontrolle. Irgendwann wird KI zu mächtig und zu intelligent sein, dann können wir sie nicht mehr stoppen. Niemand weiß, wieviel Zeit uns noch bleibt.“
… über die künstliche Intelligenz im Israel-Krieg: „Die IDF, Israels Armee, ist stolz darauf, dank KI mehr Ziele in kürzerer Zeit identifizieren zu können als früher. Das allein ist ein fundamentaler Wandel. Früher steckten dahinter aufwendige Feindaufklärung und Geheimdienstarbeit. Es dauerte, all die Informationen zusammenzutragen und darin Muster zu erkennen, die zur Identifikation von Zielen führten. KI schafft das in einem Bruchteil der Zeit. Die entscheidende Frage aber ist: Spielen Menschen bei der Entscheidung, welche Ziele angegriffen werden, noch eine Rolle? Oder entscheidet die KI allein: Bombardiere dieses Gebäude, töte jenen Menschen!“
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