„Wir gehen nicht mehr raus!“– Regensburgerinnen berichten über Kontrollverlust im öffentlichen Raum
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Am 30. Januar wendet sich die St. Marien-Schule in Regensburg mit einem bemerkenswerten Brief an die Eltern: Aufgrund sexueller Übergriffe sei die Schulwegsicherheit für die Schülerinnen im angrenzenden Park, der Fürst-Anselm-Allee und am Bahnhof nicht mehr gegeben. Die Mädchen sollen unbedingt gut ausgeleuchtete Wege nutzen und sich in Gruppen auf den Schulweg begeben.
Der Park liegt im Zentrum der Domstadt Regensburg (153.000 Einwohner). Die Fürst-Anselm-Allee, die die Schule und den Hauptbahnhof verbindet, führt direkt am Schloss St. Emmeram Thurn und Taxis vorbei. Auf den ersten Blick macht der Schlosspark einen gepflegten Eindruck, doch bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass viele Parkbänke fehlen und dass es keine Beleuchtung an den Wegen gibt. In den Büschen liegen leere Schnapsflaschen und achtlos weggeworfener Müll.
Polizei sieht junge Männer mit Migrationshintergrund verantwortlich
Ganz so beschaulich wie sein Image ist Regensburg seit einiger Zeit nicht mehr. Immer mehr Ecken, darunter der Bahnhof und Umgebung, sind zu regelrechten Kriminalitäts-Hotspots verkommen. Die Polizei sieht vor allem junge Männer mit Migrationshintergrund verantwortlich. Allein aus dem Bahnhofsmilieu wurden 34 Täter ermittelt, von denen 30 aus Tunesien stammen, andere aus Algerien, Irak, Syrien und Tschechien.
Den Tunesiern werden insgesamt 160 Straftaten zur Last gelegt, 29 befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Bisher kam es zu einer Verurteilung. Die Täter können zurzeit nicht abgeschoben werden, da den Behörden keine Papiere vorliegen.
NIUS war vor Ort und hat mit den Frauen über den Brennpunkt Fürst-Anselm-Park gesprochen:
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Katharina Schmieder
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