209 Rudel, die meisten in Brandenburg: 1601 Wölfe heulen in Deutschland
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Dreh dich nicht um, der Wolf geht um ... und es werden immer mehr! 1601 Exemplare leben mittlerweile in Deutschland. Zuvor waren es 1339 gewesen. Das geht aus dem aktuellen Wolfs-Monitoring des Bundesamts für Naturschutz (BfN) in Bonn hervor. Dafür wurden mehr als 40.000 Hin- und Nachweise ausgewertet.
Sie leben vor allem im Nordosten
Demnach halten sich die Wölfe vor allem in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen auf. Doch auch in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen wurden Wolfsterritorien nachgewiesen. Erstmals gab es nachgewiesene Rudelbildungen in Baden-Württemberg (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald), in Schleswig-Holstein (Segeberger Forst) und im Saarland (nördlich von Saarbrücken und im Bliesgau).

Ein Wolf mit seinen Welpen
Hochburgen: Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen
Die meisten Wolfsrudel wurden zwischen Mai 2023 und April 2024 in Brandenburg (58) gezählt. Dahinter: Niedersachsen (48) und Sachsen (37). Außerdem gibt es zusätzlich 46 Wolfspaare sowie 19 sesshafte Einzelwölfe. Im Monitoringjahr 2022/2023 waren es noch 185 Rudel, 58 Paare und 22 sesshafte Einzelwölfe gewesen. Von den jetzt 1601 Wölfen waren 535 erwachsen (adult), 162 Jährlinge (2. Lebensjahr) und 781 Welpen (1. Lebensjahr). Bei 65 Tiere war nicht eindeutig zu ermitteln, ob sie schon älter als 2 Jahre waren. Bei zwölf Wölfen war unklar, ob sie noch Welpen waren. Bei weiteren 46 Individuen konnte das Alter nicht bestimmt werden.
Neben den Lebendmeldungen wurden auch Zahlen zu toten Wölfen gesammelt: 193 Tiere wurden tot aufgefunden (Monitoringjahr 2022/2023: 159). 150 davon sind durch Verkehrsunfälle gestorben. Elf Wölfe starben eines natürlichen Todes. Bei acht Wölfen war die Todesursache nicht zu ermitteln. Weitere Todesursachen: unter anderem Verfangen im Weidenetz, illegale Jagd. Von den 193 tot aufgefundenen Wölfen kamen 153 ins Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin.
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Tim Thorer
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