Oma nannte es Rinderbrühe: Ganz Hollywood steht auf Bone Broth
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Man nehme ein paar Knochen, am besten vom Rind. Dazu Zwiebeln, Knoblauch und ein bisschen Gemüse. Das Ganze durchkochen lassen – ein paar Stunden lang. Der Sud soll vor sich hin blubbern, bis nur noch Suppe übrig ist. Das nennt man dann Rinderbrühe. Oder Knochenbrühe, wem das lieber ist. Weil das kein internationaler Trendsetter aussprechen könnte, wurde aus der Rinderbrühe der Begriff „Bone Broth“.
Unter diesem Namen ist die Suppe weltberühmt geworden. „Bone Broth“ ist der Beauty-Trend Hollywoods. Models schlürfen sie, weil sie schlank bleiben wollen. Gwyneth Paltrow ist ein Fan der Brühe, Salma Hayek schwört auf sie. Über Paltrow gab es mal das Gerücht, sie ernähre sich ausschließlich von Knochenbrühe. Die 53-Jährige widerspricht zwar, sagt aber: „Ich finde sie fantastisch für den Darm. Sie ist voller Proteine, Kollagen und all den anderen wichtigen Nährstoffen. Ich trinke sie nachmittags wie eine Tasse Tee.“

Entzündungshemmend, proteinreich und ein Geheimmittel für Erkältung: eine Schüssel Rinderbrühe
Das Geheimnis kannten schon unsere Großmütter
Die goldgelbe Brühe mit dem kräftigen Fleischgeschmack ist ein altes Stärkungsmittel, das schon bei unseren Großmüttern auf dem Herd köchelte. Wie auch Hühnerbrühe wird Rinderbrühe als Heilmittel bei Erkältungen getrunken und im Wochenbett zur Kräftigung empfohlen.
Was bei unseren Großmüttern als Hausmittel galt, kann heute nicht schlecht sein. Die „Bone Broth“ hat über die sozialen Medien einen Siegeszug um die Welt angetreten. Im Bioladen gibt es sie in schicken Gläsern mit auffallendem Logo. Sie wird mit Begriffen wie „ultimativem Booster“ und „natürlichem Immunsystem-Booster“ geadelt. Das Potsdamer Unternehmen Brox zum Beispiel hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Knochenbrühe spezialisiert.
Auch in Berlin stolpert man quasi im Vorbeigehen in den Lifestyle-Trend hinein, wie die Berliner Zeitung berichtet. Vor der Fleischerei Gottschlich in Prenzlauer Berg wirbt eine handgeschriebene Tafel für die hauseigene Knochenbrühe, „frisch gekocht, aus artgerechter Tierhaltung und reich an natürlichem Kollagen“. Die Tasse, auch zum Mitnehmen im Recup, kostet 2,50 Euro, die Flasche für zu Hause knapp sieben Euro. Die Kunden nehmen das Angebot gern an, sagt der Chef, der selbst schon seit Jahrzehnten klare Brühen trinkt.
„Bone Broth“ – die neu-alte Gesundheitsbombe. Eine epochale Quelle für natürliches Kollagen, das als körpereigenes Strukturprotein Haut, Knochen, Knorpel und Bindegewebe Stabilität verleiht. Deshalb liebt wohl auch Heidi Klum diese Suppe. Man kann sagen – man sieht es ihr an!
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