Frauen-Union fordert Vollverschleierungs-Verbot: Bravo, Frau Warken!
Ein Beitrag von
Schon mehrmals wurde es gefordert – jetzt endlich könnte es kommen: das Vollverschleierungsverbot. Dass ausgerechnet Bundesgesundheitsministerin Nina Warken mit ihrer Frauen-Union den Vorstoß wagt, ist nach dem Merz’schen Stadtbild-Drama bemerkenswert.
Schon lange haben Mütter in Deutschland Probleme, ihren Töchtern zu erklären, warum gleichaltrige Mädchen bis zur Unkenntlichmachung verschleiert aus dem Haus gehen, die Welt nur aus einem Stoffgitter sehen oder sich Essen unter einem Gesichtsschleier in den Mund schieben.
Damit soll jetzt Schluss sein, zumindest, wenn es nach der Frauen-Union geht. Ohnehin ist es erstaunlich, dass die rund 155.000 Mitglieder hier zu einer gemeinsamen Haltung gelangt sind. Gut so, denn das Thema ist wichtiger denn je!
Wo bleibt der Aufschrei der Feministinnen?
Doch von den Kämpferinnen für das Frauenrecht kommt: nichts. Kein Promi postet Solidaritätsbekundungen mit Mädchen, die morgens mit einem Ganzkörperschleier zur Gesamtschule gehen, keine Talkrunde thematisiert das überfällige Verbot. Im Gegenteil: Beim Thema Vollverschleierung wird die Fraktion der #empowerment- und #mybodymychoice-Ruferinnen seit langer Zeit erstaunlich leise (beim Thema Impfpflicht übrigens auch – da war keine Rede mehr von „mein Körper gehört mir“). Dass in Freibädern Mädchen in langen Mänteln und Burkinis baden gehen müssen, wenn sie denn überhaupt hindürfen, findet die Selbstliebe-Blase offenbar auch in Ordnung.
Die Frauen in Afghanistan? Vergessen. Die Frauen im Iran? Pech gehabt, Mädels.

Eine Mutter mit ihren Kindern in Afghanistan
Andere Länder machen es vor
Und, bevor gleich wieder alle Wutschaum vor dem Mund haben: Es geht nicht ums Kopftuch. Es geht konkret um Burka, Niqab und vergleichbare Gesichtsverhüllungen. Der Antrag der Frauen-Union sieht vor: „alle Kleidungsstücke, die das Gesicht vollständig oder weitgehend bedecken“ zu verbieten. In Frankreich, Belgien, Österreich, Dänemark, Bulgarien und Teilen der Schweiz ist das längst so. In den Niederlanden gilt das Verbot in Schulen, Krankenhäusern und im Nahverkehr. Nur Deutschland hängt hinterher. Ändert sich das mit dem Vorstoß der Christdemokratinnen?
Ihre Begründung, ein offenes Gesicht sei die Basis einer offenen Gesellschaft und des gegenseitigen Respekts, macht Sinn. Schließlich gehe es darum, „ein klares Zeichen von Selbstbestimmung der Frau und gegen jede Form von Zwangsverschleierung“ zu setzen. Jeder weiß, was gemeint ist: Eine Parallelwelt ist entstanden, in der Integration schwierig wird. Oder wie viele vollverschleierte Mädchen kennen Sie, die abends auf eine Party mit Freunden dürfen oder zum Badeausflug an den See?
Angst vor Gegenwind
Doch die vermeintlich Guten, die immer zur Stelle sind, wenn es um marginalisierte Gruppen geht, haben bei diesem Thema die Hosen voll (immerhin dürfen sie welche tragen!). Denn es droht heftiger Gegenwind von Toleranzfanatikern und Islamisten. Diesen Widerstand gilt es auszuhebeln, und zwar mit Pragmatismus: Die Frauen-Union schreibt, ein Verhüllungsverbot sorge für mehr Sicherheit („Identifizierbarkeit von Personen“) und sei damit entscheidend für die Arbeit der Polizei.
Beim Parteitag am 20. und 21. Februar können die CDU-Delegierten über den Verbotsantrag abstimmen. Man kann der Frauen-Union nur Rückgrat wünschen, denn auch für viele Männer ist das Thema mittelwichtig. Also, liebe Union, vielleicht muss es hier mal eine Frau sagen: Tut es diesmal bitte wirklich!
Auch bei NIUS:
Meloni und Mette sagen dem Islamismus den Kampf an: Warum kann Merz das nicht?
Mehr NIUS:
Merz sagt, in 30 Jahren wird alles besser – ich freu mich schon drauf
Mord an Henry Nowak: Diese Tat steht für staatlich unterstützten Hass auf Weiße
Zwischen Tränen und Schuldgefühlen: Das seltsame Frauenbild der Grünen
Bewiesen: Zu wenig Schlaf macht alt – zu viel aber auch!
Fettig, deftig, ehrlich: Der Taxiteller ist zurück!
Wolfgang Kubicki muss das Strack-Zimmermann-Lager aus der FDP vertreiben
Robert und der Wolf: Habeck jetzt offiziell Märchenerzähler
Abgewählt und trotzdem gefeiert: Plant Robert Habeck ein Politik-Comeback?
Mehr NIUS:
Bewiesen: Zu wenig Schlaf macht alt – zu viel aber auch!
Fettig, deftig, ehrlich: Der Taxiteller ist zurück!
Wolfgang Kubicki muss das Strack-Zimmermann-Lager aus der FDP vertreiben
Robert und der Wolf: Habeck jetzt offiziell Märchenerzähler
Abgewählt und trotzdem gefeiert: Plant Robert Habeck ein Politik-Comeback?
Ex-Ferrari-Boss Montezemolo entlarvt das traurige Schicksal europäischer Automobilkunst
„Was ist schlimmer – Bärbel Bas oder die Tagesschau?“: Heiko Wasser, der Unerschrockene
Warum die AfD jetzt über 30 Prozent geht
Melanie Grün
Artikel teilen
Kommentare