Acht Überfälle in drei Monaten: Berliner Polizei fahndet nach osteuropäischem Räuber
Ein Beitrag von
Marc SierzputowskiDie Berliner Kriminalpolizei ermittelt wegen einer Serie von Raubüberfällen auf Tankstellen und Geschäfte und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Der von der Polizei Berlin als „Osteuropäer“ beschriebene Mann soll innerhalb von drei Monaten insgesamt acht Überfälle in der Hauptstadt verübt haben, begangen zwischen November 2025 und Januar 2026.

Der Tatverdächtige in Aktion
Acht Überfälle in drei Monaten
Nach Angaben der Polizei Berlin betrat der bislang unbekannte Täter bei sämtlichen Überfällen die Verkaufsräume, ging gezielt auf die Mitarbeiter zu und überreichte ihnen einen Beutel. Anschließend forderte er die Herausgabe des Kasseninhalts. Dabei soll er das Personal mit Schusswaffen oder Messern bedroht haben. Nachdem ihm das Geld ausgehändigt worden war, flüchtete der Mann jeweils in unbekannte Richtung. Auffällig ist laut Polizei, dass der Täter bei allen Taten ruhig und kontrolliert auftrat.
Der erste Überfall ereignete sich am 5. November 2025 gegen 21:17 Uhr in einer Tankstelle in der Pablo-Picasso-Straße in Berlin-Hohenschönhausen. Bereits einen Tag später, am 6. November, kam es zu einer weiteren Tat an einer Tankstelle in der Straße Am Feuchten Winkel im Bezirk Pankow. Weitere Überfälle folgten am 14. und 17. Dezember in Marzahn-Nord, darunter eine Tat an einer Tankstelle an der Ahrensfelder Chaussee sowie ein Überfall auf einen Getränkemarkt in der Rabensteiner Straße.

Der osteuropäische Tatverdächtige bedroht einen Kassierer.
Weitere Taten ereigneten sich am 22. Dezember in einem Lotto-Laden in Falkenberg sowie am 23. Dezember 2025 und erneut am 11. Januar 2026 an derselben Tankstelle an der Märkischen Allee in Marzahn-Nord. Die bislang letzte bekannte Tat wurde am 14. Januar 2026 in einem Supermarkt in der Neuen Grottkauer Straße im Stadtteil Hellersdorf verübt.
Tatverdächtiger verkleidet sich für die Überfälle
Der Tatverdächtige wird als 160 bis 176 Zentimeter groß, korpulent und hellhäutig beschrieben. Er sprach Deutsch und soll sich bei den Überfällen mit Faschingsutensilien sowie Pflastern im Gesicht maskiert haben.
Hinweise nimmt das zuständige Fachkommissariat der Polizei Berlin entgegen. Ansprechpartner ist die Polizeidirektion 3 (Ost), Bulgarische Straße 55, 12435 Berlin. Telefonisch erreichbar unter (030) 4664-373126 (Bürodienstzeiten) und (030) 4664-371100 (außerhalb der Bürodienstzeiten) sowie per E-Mail an [email protected]
Weitere Artikel zum Thema
+++ Schüsse mit zwei Toten in Raunheim +++ 15-Jähriger stirbt nach Angriff vor Supermarkt +++ 29-Jähriger bei Messerattacke in lebensgefährlich verletzt +++
Er soll einen 15-Jährigen getötet haben: „23-jähriger Deutscher“ besitzt auch die türkische Staatsbürgerschaft
Täter auf der Flucht: Zwei Menschen in Bistro in Hessen erschossen
Verbrechen in Nordrhein-Westfalen: Frau in 4-Sterne-Hotel ermordet - Schwerverletzter in der Nähe gefunden
Anzeige wegen Körperverletzung: Zwei Wochen vor der Ermordung von Maria im Käfertaler Wald schlug ihr Mohammed A. mit geballter Faust ins Gesicht
Sexualdelikte und Diebstahl: An Thüringer Bahnhöfen sind die meisten Tatverdächtigen Ausländer
Frauenleiche in Mannheim gefunden: 17-jähriger Syrer soll 19-jährige Partnerin mit Händen und Ast erschlagen haben
Marc Sierzputowski
Autor
Artikel teilen
Kommentare