Bürgermeister verharmlost Mord an Liana K. und warnt vor rechter Hetze
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Der brutale Tod der 16-jährigen Liana K. am 11. August erschüttert die Menschen in Friedland und weit darüber hinaus. Das Mädchen wurde nach bisherigen Erkenntnissen von dem 31-jährigen Iraker Muhammad A. auf dem Weg zum Bahnhof belästigt, verfolgt und schließlich vor einen Zug gestoßen. Liana starb noch am Tatort. Der Täter, dessen Asylantrag bereits 2022 abgelehnt worden war, lebte im Durchgangslager Friedland, der zentralen Asylunterkunft der Gemeinde.
Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) warnte nun in einem Interview mit dem NDR vor einer politischen Instrumentalisierung der Tat und benannte dabei explizit die Gefahr von „Hass und Hetze“.
„Das ist ein Unglücksfall, der hier auf den Bahngleisen stattgefunden hat – und der alle Menschen trifft. (...) Was wir nicht brauchen, ist Hass und Hetze. Das löst das Problem nicht – und die junge Frau kommt dadurch nicht wieder“, so Friedrichs.
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Bürgermeister: „Mit Emotionen lässt sich Hetze gut verbreiten“
Für den Mord an der 16-jährigen Liana K. nutzte der Sozialdemokrat eine unübliche Wortwahl. Er spricht von einem „tragischen Unglücksfall“, der bereits jetzt missbraucht werde: „Mit Emotionen lässt sich Hetze gut verbreiten“. Diese Äußerungen finden sich jedoch nur in schriftlicher Form beim NDR.

(Quelle: NDR)
Sicherheitsgefühl schwindet
Schon vor der Tat fühlten sich viele Friedländer nicht mehr sicher in ihrer kleinen Stadt. Frauen berichten darüber, dass sie ebenso von Bewohnern des Asylbewerberheims verfolgt und bedrängt wurden. Für die meisten Probleme sorgen laut ihnen nicht die untergebrachten Ukrainer, sondern vor allem Asylbewerber aus muslimischen Ländern wie Syrien, Irak oder Afghanistan. Manche Bewohner fühlen sich so unwohl, dass sie sogar die traditionellen Feste im Ort meiden, ebenso wie das Gebiet um die Unterkunft am Abend.
Der Mord macht Behördenversagen sichtbar
Der Fall offenbart jedoch nicht nur die Probleme des Ortes mit Migration, sondern auch Behördenversagen. Direkt nach der Tat hätte die Polizei den Mann bereits festnehmen können. Weil der Iraker am Bahnhof randalierte, alarmierten Passanten die Beamten. Nachdem diese eingetroffen waren, führte der Mann sie zur Leiche des Mädchens, beteuerte jedoch, nichts damit zu tun zu haben. Obwohl zusätzlich ein Alkoholwert von 1,35 Promille gemessen wurden, wurde der Mann nicht verdächtigt oder gar festgenommen. Am selben Abend rückte die Polizei dann noch einmal aus, weil der Iraker Mohammed K. im Grenzdurchgangslager Friedland erneut randalierte. Festgenommen oder mit der Tat in Verbindung gebracht wurde er daraufhin allerdings wieder nicht.
NIUS war vor Ort, um mit Anwohnern über die Tat und ihr jetziges Sicherheitsgefühl zu sprechen:
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