Schutzgeld-Terror gegen Dönerladen-Kette! Die Spur führt zu den „Daltons“
Ein Beitrag von
Sie nennen sich die „Daltons“: ein Netzwerk der organisierten Kriminalität mit Wurzeln in Istanbul, das deutsche Sicherheitsbehörden zunehmend beschäftigt. Ihr Geschäft ist Schutzgeld, durchgesetzt mit Brandsätzen und Schüssen. Nach NIUS-Informationen soll genau diese Bande hinter einer Serie von Angriffen auf eine bundesweit bekannte Dönerladen-Kette stecken. Mehrere Filialen brannten, in einem Fall fielen Schüsse. Von den Taten existieren Videoaufnahmen, die NIUS exklusiv vorliegen.
Das Netzwerk der „Daltons“ und sein eiskaltes Geschäft
Gesteuert wird das Netzwerk nicht aus Deutschland, sondern aus dem Ausland. Der Kopf der Bande, Beratcan Gökdemir, bekannt unter dem Namen „Can Dalton“, agiert aus Russland.

Beratcan Gökdemir alias „Can Dalton“ ist der Kopf der Gruppe.
Das Geschäftsmodell ist so alt wie brutal: Wer nicht zahlt, dessen Laden wird angegriffen. Die Drahtzieher im Ausland schicken junge Mitglieder vor. Wird einer gefasst, rückt sofort der nächste nach. Die Täter verstecken sich nicht. Vor den getroffenen Läden filmen sie sich, mal vermummt, mal nicht, und inszenieren sich und ihre Taten. Dabei geht es längst nicht nur um Geld. Es geht um das Verbreiten von Furcht und um den Ruf, unantastbar zu sein.
Nach außen geben sich die „Daltons“ wie saubere Männer. Nach eigener Darstellung belasten die Kriminellen mit ihrer Erpressung nur Personen, die selbst Straftaten begehen, zum Beispiel Geldwäscher.
Auf den ersten Blick sieht es nach Zufall aus
Die Angriffe wirken zunächst oft wahllos. In Mannheim etwa brannte es in den vergangenen Monaten wiederholt in verschiedenen Betrieben.

Mannheim: Nachdem eine Shishabar im Erdgeschoss angezündet wurde, griff das Feuer auf die darüberliegenden Räumlichkeiten über.
Doch jetzt trifft es zum ersten Mal gezielt eine bundesweit bekannte Dönerladen-Kette, und das gleich in mehreren Städten innerhalb weniger Tage. Vier dieser Angriffe lassen sich heute nachzeichnen. Zu dreien liegt NIUS exklusives Videomaterial vor. Mal mit Brandsätzen, einmal mit einer Schusswaffe verursachen die Täter erheblichen Schaden an den Filialen.
Mannheim, 18. Juni: Schüsse auf einen Döner-Imbiss
Gegen 5:50 Uhr am Morgen des 18. Juni feuert ein Mann im Mannheimer Quadrat T 1 mehrmals mit einer scharfen Schusswaffe auf die Front eines Döner-Imbisses. Getroffen werden die Gebäudefront und ein Teil des Inventars. Verletzt wird niemand, im Laden hält sich zu dieser Stunde niemand auf. Rund 25 Minuten später, gegen 6:15 Uhr, fasst eine Streife des Polizeireviers Mannheim-Oststadt den Verdächtigen afghanischen Staatsbürger. Noch am selben Tag erlässt das Amtsgericht Mannheim Haftbefehl, seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.
Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei soll der 25-jährige Afghane geschossen haben, „um einer Schutzgeldforderung Nachdruck zu verleihen“. Der Vorwurf: versuchte besonders schwere räuberische Erpressung, unerlaubtes Führen einer Schusswaffe und Sachbeschädigung.
NIUS liegt das Video der Tat vor:
Mannheim, 17. Juni: ein Tag vor den Schüssen
Schon am Tag vor den Schüssen soll eine andere Filiale getroffen worden sein, ebenfalls in Mannheim. Nach NIUS-Informationen brannte es am 17. Juni an einer Filiale in der Neckarstadt. In den Mitteilungen der Behörden taucht dieser Brandanschlag bis heute nicht auf.
NIUS liegt das Video der Tat vor:
Rüsselsheim, 22. Juni: Vermummter legt Feuer im Imbiss, das LKA ermittelt
Gegen 4:20 Uhr am Montagmorgen des 22. Juni melden Anrufer einen lauten Knall und Feuer in einem Imbiss. Wieder die gleiche Imbiss-Kette! Die Feuerwehr löscht die Flammen, verletzt wird niemand. Nach Erkenntnissen der Polizei schlug ein bislang unbekannter Mann die Scheibe ein, legte im Inneren Feuer und flüchtete in Richtung Bahnhof. Er trug einen blauen Hoodie mit weißer Aufschrift, eine dunkle Hose, schwarze Schuhe und eine weiße OP-Maske. Die Fahndung blieb zunächst erfolglos. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt, Hinweise nimmt das Kommissariat 10 entgegen.
Osnabrück, 26. Juni: Feuer vor dem Eingang
In Osnabrück bestätigte die Polizei den Fall zunächst auf Anfrage, inzwischen ist er öffentlich gemeldet. Am frühen Freitagmorgen gegen 4:45 Uhr setzen zwei bislang unbekannte Täter die Fußmatte vor dem Eingang eines Dönerladens mit einem Brandbeschleuniger in Brand. Dass es bei einem Sachschaden bleibt, ist Glück: Der Vater des Inhabers kommt zufällig vorbei und löscht die Flammen, ehe sie übergreifen. Die Polizei ermittelt wegen besonders schwerer Brandstiftung, hat die Fußmatte als Spurenträger sichergestellt und sucht Zeugen.
Auch hier liegt NIUS das Video der Tat vor:
Über 120 Standorte im Visier
Angegriffen wurde dieselbe Kette in Mannheim, Rüsselsheim und Osnabrück, verteilt über mehrere Bundesländer. Nach NIUS-Informationen sind das nicht die einzigen Filialen, die ins Visier der „Daltons“ geraten sind. Die Botschaft ist unmissverständlich: Sie können jederzeit, überall zuschlagen. Und sie haben wohl gerade erst angefangen.
Mehr NIUS:
Stuttgart: 16-Jährige von zwei Unbekannten „mit dunkler Hautfarbe“ vergewaltigt
Schüsse in Jugendeinrichtung in Stade: Fünf Tote, zwei Festnahmen
Bremer Polizei schnappt Brandon Ç.! Er tötete ein Ehepaar mit einer Lanze
SPD-Politiker verprügelte AfD-Stadtrat: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Nürnberger Grooming-Gangs: Polizei nimmt zwei Pakistaner fest
Antifa möchte bei AfD-Wahlsieg Landtag in Magdeburg stürmen
Lebenslange Haft für Attentäter von Magdeburg
Bundestag diskutiert über Vergewaltigungs-Gangs: „Mit der Politik des Wegschauens muss jetzt Schluss sein!“
Mehr NIUS:
SPD-Politiker verprügelte AfD-Stadtrat: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Nürnberger Grooming-Gangs: Polizei nimmt zwei Pakistaner fest
Antifa möchte bei AfD-Wahlsieg Landtag in Magdeburg stürmen
Lebenslange Haft für Attentäter von Magdeburg
Bundestag diskutiert über Vergewaltigungs-Gangs: „Mit der Politik des Wegschauens muss jetzt Schluss sein!“
Linksextremes Bekennerschreiben: LKA ermittelt wegen versuchten Mordes an AfD-Abgeordnetem
Messerstecherei in Bad Langensalza: Zwei Syrer töten einen Algerier
Offenbach: Jugendlicher schießt auf Freibad-Sicherheitsmitarbeiter (36)
Helena Gebhard
Artikel teilen
Kommentare