Nürnberger Grooming-Gangs: Polizei nimmt zwei Pakistaner fest
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Seit Wochen ermittelt die Polizei gegen Männer, die im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und Minderjährige mit Drogen versorgt haben sollen. Jetzt wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen.
Neue Entwicklung im Fall der Nürnberger Grooming-Gangs: Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag zwei weitere Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 18 und 26 Jahren, beide pakistanische Staatsangehörige. Gegen beide lagen bereits Haftbefehle vor.
Die Ermittlungskommission „EKO Kajal“ war vor gut fünf Wochen eingerichtet worden. Sie befasst sich mit Straftaten im Zusammenhang mit Sexualdelikten gegen Mädchen und junge Frauen sowie mit der Abgabe von Betäubungsmitteln und Medikamenten an Minderjährige im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs.
Nach Angaben der Polizei wurde der 18-Jährige am Donnerstagnachmittag vor seiner Wohnadresse in einer Gemeinschaftsunterkunft in Fürth festgenommen. Der Zugriff erfolgte durch Kräfte des Unterstützungskommandos (USK) der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Der 26-Jährige wurde in einem Einkaufszentrum in Erlangen ebenfalls von USK-Beamten festgenommen. Dem 18-Jährigen werfen die Ermittler die Vergewaltigung Jugendlicher sowie die Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige vor. Der 26-Jährige steht im Verdacht, ebenfalls Drogen an Minderjährige abgegeben zu haben. Am heutigen Freitag bestätigte ein Ermittlungsrichter die Haftbefehle. Anschließend wurden die beiden Männer in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht.
Damit steigt die Zahl der Festnahmen in dem Ermittlungskomplex weiter. Seit Gründung der „EKO Kajal“ gelang es den Ermittlern nach Polizeiangaben, in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bereits acht Tatverdächtige festzunehmen und aufgrund erwirkter Haftbefehle in Haftanstalten einzuliefern.
NIUS hatte den Fall zuvor in einer Reportage aufgegriffen. Darin schilderten junge Betroffene, wie Mädchen im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs und des Nelson-Mandela-Platzes angesprochen, mit Drogen in Kontakt gebracht und anschließend sexuell ausgebeutet worden sein sollen.
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