Abdul Rahman Ballout plante schon einmal einen Anschlag: Die Akte des islamistischen CSD-Angreifers
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Der Islamist Abdul Rahman Ballout wird von der Polizei bundesweit gesucht. Er soll den Terror-Anschlag auf den CSD in Berlin verübt haben – mindestens eine Frau ist getötet, mehr als ein Dutzend weitere Menschen sind teils lebensgefährlich verletzt worden.
NIUS deckt die Akte Abdul Rahman Ballout auf – was bisher über den Terror-Angreifer bekannt ist.

Die Polizei fahndet bundesweit nach dem mutmaßlichen Terror-Angreifer vom CSD.
Abdul Rahman Ballout plante schon einmal Anschlag
Abdul Rahman Ballout ist nach NIUS-Informationen im Juli 2005 in Berlin geboren worden, hat seine Wurzeln jedoch im Libanon. Den weißen Van mit Berliner Kennzeichen, mit dem er seine Terror-Fahrt begangen hat, hatte sich Ballout vor seiner Tat gemietet.
Ballout war der Polizei bekannt – als Straftäter und als Islamist. „Zu dem Beschuldigten liegen neben allgemeinpolizeilichen auch umfangreiche staatsschutzpolizeiliche Erkenntnisse im Bereich religiöse Ideologie/ Islamismus vor“, heißt es in einer internen Polizeimitteilung, die NIUS vorliegt. Auch öffentlich sagte ein Polizeisprecher, dass Ballout der islamistischen Szene Berlins zugeordnet wird. Laut Bild soll Ballout Anhänger der Terror-Gruppe „Islamischer Staat“ sein.
Deshalb stuft die Polizei den Anschlag auf den CSD auch als möglichen Terrorakt ein, denn weiter heißt es: „Aufgrund des Anschlagsziels und der sich darstellenden Tatausführung kann ein Bezug zum Phänomenbereich Religiöse Ideologie/ Islamismus nicht ausgeschlossen werden. Nach Erstbewertung kann somit von Terrorismus oder Politisch motivierter Gewaltkriminalität von bundesweiter Bedeutung ausgegangen werden.“

Die Erstürmung der Wohnung von Ballout durch die Polizei blieb erfolglos – er war nicht vor Ort.
26 Gespräche zur Deradikalisierung angesetzt
Der 21-Jährige saß bis Mai noch im Gefängnis, musste einen Jugendarrest absitzen. Ballout war unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung polizeibekannt. Wie die Welt berichtet, befand sich Ballout auf Bewährung oder Vorbewährung und hatte die Weisung bekommen, Gespräche mit Deradikalisierungsstellen zu führen. Von den insgesamt 26 Terminen soll er zwei wahrgenommen haben.
Laut Bild wurde Abdul Ballout erst im Mai 2026 vom Amtsgericht Tiergarten zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt – wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Er war im Libanon festgenommen und zurück nach Deutschland gebracht worden. Die Polizei habe ihn teilweise observiert.
Nur rund 1000 Meter vom Tatort entfernt, in der Bissingszeile, ist der mutmaßliche Attentäter gemeldet. In der Nacht stürmten Spezialeinheiten der Polizei die Wohnung, ohne jedoch Ballout festnehmen zu können.
Bundesweit wird nach Ballout nun gefahndet, nach dem sogenannten „FAKS 300“ („Fahndungs- und Aufklärungskonzept Staatsschutz“) – die Polizei Berlin hat ein Foto des Mannes veröffentlicht.
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Julius Böhm
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