Er schlug den jüdischen Studenten Lahav Shapira krankenhausreif: Drei Jahre Haft für Judenhasser Mustafa A.
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Im Prozess um den Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira in Berlin ist der Angeklagte Mustafa A. zu drei Jahren Gefängnis wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Laut dem Vorsitzenden Richter Sahin Sezer am Amtsgericht Tiergarten handelte A. aus antisemitischer Motiven.
Der 24-jährige Mustafa A., ein früherer Lehramtsstudent an der Freien Universität Berlin und ehemaliger Kommilitone von Shapira, wurde wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, den 32-jährigen Shapira mit der Faust geschlagen und anschließend getreten zu haben. Das Opfer erlitt dabei schwere Verletzungen, darunter eine komplexe Fraktur im Gesicht und eine Hirnblutung.
Mustafa A., der in Berlin geboren wurde und libanesische Wurzeln hat, gestand die Tat vor Gericht ein und bat um Vergebung. Das antisemitische Motiv wies er jedoch zurück. Im Verlauf des Verfahrens wurden zahlreiche Chatnachrichten von Studenten der Freien Universität vorgelesen, die die angespannte Stimmung nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zeigen. Diese Nachrichten dienen im Prozess als Beweismittel, um das Tatumfeld besser zu verstehen. Das Amtsgericht Moabit entschied heute, dass Mustafa A. aus einem antisemitischen Motiv heraus handelte.

Der jüdische Student Lahav Shapira.
Nicht der erste Angriff
Bereits 2010 war Lahav Shapira angegriffen worden, weil er Jude ist. Der damalige Schüler wurde in der Kleinstadt Laucha (Sachsen-Anhalt) von einem jungen Rechtsextremisten als „Judenschwein“ beschimpft und zusammengeschlagen, wie der Tagesspiegel berichtet.
Auch der ältere, in der Comedy-Szene bekannte Bruder Shahak Shapira hat bereits einen solchen Angriff erlebt: In der Neujahrsnacht 2015 wurde er von einer siebenköpfigen Gruppe in der U-Bahn verprügelt, er erlitt Prellungen und eine Platzwunde am Kopf. Der Zeitung sagte er damals, bei den Angreifern habe es sich um Türken oder Araber gehandelt.
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