Festnahme wegen Totschlags: Iraker stößt 16-jähriges Mädchen vor Güterzug! Tot!
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- Festnahme nach Todesfall am Bahnhof: Zwei Wochen nach dem Tod einer 16-Jährigen in Friedland hat die Polizei den 31-jährigen Iraker, Muhammad A., festgenommen, der verdächtigt wird, das Mädchen vorsätzlich vor einen einfahrenden Güterzug gestoßen zu haben.
- Zunächst als Unfall eingestuft, führten DNA-Spuren an der Schulter der Jugendlichen zu einer Wende in den Ermittlungen; der Verdächtige war zuvor wegen Randalierens am Bahnhof aufgefallen und hatte 1,35 Promille Alkohol im Blut.
- Asylstatus und psychische Erkrankung: Der Mann mit abgelehntem Asylantrag aus dem Jahr 2022 sitzt nun in einer Psychiatrie; bei ihm wurde eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert, was eine Unterbringung statt U-Haft begründet.
Nach einer dramatischen Wende in den Ermittlungen hat die Polizei in Niedersachsen einen 31-jährigen Iraker festgenommen, der im Verdacht steht, eine 16-jährige Jugendliche am Bahnhof Friedland vorsätzlich in den Tod gestoßen zu haben. Das Mädchen war vor rund zwei Wochen von einem einfahrenden Güterzug erfasst und tödlich verletzt worden. Zuerst hatte Bild über den Fall berichtet. Laut NIUS-Informationen soll es sich bei dem Täter um Muhammad A. halten.
Ursprünglich waren die Behörden von einem tragischen Unfall ausgegangen, doch nun sprechen eindeutige Spuren gegen diese These. Die Staatsanwaltschaft Göttingen teilte am Freitag mit, dass an der rechten Schulter der Verstorbenen DNA-Spuren des Beschuldigten gefunden wurden. Diese Entdeckung hat den Fall auf den Kopf gestellt: Der Mann wird nun beschuldigt, die Teenagerin absichtlich vor den Zug gestoßen zu haben. Die Ermittler gehen von einem Totschlag aus.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen geht nun von Totschlag aus.
Muhammad A., dessen Asylantrag bereits im Dezember 2022 abgelehnt worden war, hätte seit März 2025 nach Litauen abgeschoben werden können, berichtet Bild. Demnach sei ein Antrag auf Abschiebehaft jedoch im Juli 2025 vom Amtsgericht Hannover abgelehnt worden. Laut NDR hatte der Mann erst im Juli eine Ersatzfreiheitsstrafe abgesessen, weil er eine Geldstrafe nicht bezahlt hatte. Daraufhin hatte die Ausländerbehörde einen Antrag auf Abschiebehaft gestellt, soll jedoch vor dem Amtsgericht Hannover gescheitert sein. Im Anschluss soll sich der Iraker erneut in Friedland als Asylbewerber gemeldet haben.
Wie Bild weiter berichtet, soll der Iraker unter falschem Namen aufgetreten sein und mehrere Identitäten genutzt haben. „Wir gleichen derzeit verschiedene Personalien ab, weil er unter mehreren Namen geführt wurde“, so die Staatsanwaltschaft Buck. Diese geht davon aus, dass die 16-Jährige ein „Zufallsopfer“ gewesen sein muss.
Bei dem Mädchen handelt es sich nach Informationen von NIUS um Liana K., einer Ukrainerin, die 2022 nach Deutschland gekommen war. Die 16-Jährige lebte im thüringischen Heiligenstadt und absolvierte eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten.
Kurz vor dem tödlichen Vorfall war die Polizei wegen eines randalierenden Mannes zum Bahnhof gerufen worden. Vor Ort trafen die Beamten auf drei Personen, darunter den späteren Verdächtigen. Dieser führte die Polizisten zu einem Bahnsteig, wo die Jugendliche bereits leblos lag. Der Iraker bestritt jede Beteiligung an einer Tat. Ein freiwilliger Alkoholtest ergab 1,35 Promille. Da zu diesem Zeitpunkt keine konkreten Beweise vorlagen, wurde er zunächst freigelassen.
Polizei hat vor „Spekulationen“ in sozialen Netzwerken gewarnt
Der Durchbruch kam durch die forensischen Untersuchungen: Vor dem Ermittlungsrichter machte der Beschuldigte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Gericht einen Unterbringungsbefehl wegen Totschlags – der Mann sitzt nun in einer Psychiatrie statt in Untersuchungshaft.
Der Staatsanwaltschaft zufolge zeigte der Verdächtige am Tattag psychische Auffälligkeiten. In der Vergangenheit war bei ihm eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden. Ob er bei einer möglichen Verurteilung eine reguläre Freiheitsstrafe verbüßen oder dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden müsste, bleibt vorerst offen.
Vor der Ermittlungswende hatte die Polizei vor Spekulationen in den sozialen Netzwerken gewarnt. So hatte etwa der AfD-Kreisverband Eichsfeld die Unfallthese angezweifelt und einen Mord in den Raum gestellt. Die Familie der Verstorbenen wandte sich laut NDR an mehrere politische Parteien, um Unterstützung bei der Aufklärung zu erhalten.
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