„Ich f*cke euch“, „Ich mache tot“, „Alle Länder sind das Ziel“: Syrer droht hessischer Gemeinde Kriftel über Monate mit Terror
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In der hessischen Gemeinde Kriftel häufen sich seit Monaten massive Bedrohungen durch einen 34-jährigen syrischen Asylbewerber namens Khaled K. Wie NIUS aus vertrauten Polizeikreisen erfuhr, liegen gegen den Mann mehrere Strafanzeigen wegen Beleidigung und Bedrohung vor. Die Inhalte seiner E-Mails, die vorwiegend nachts von verschiedenen Gmail-Konten versendet wurden, sind geprägt von Gewaltfantasien, Hass auf Deutschland, das Christentum und Frauen sowie expliziten Ankündigungen terroristischer Akte. Die Behörden vor Ort stehen vor der schwierigen Frage, wie sie auf solche Drohungen reagieren sollen, zeigen sich bislang jedoch inaktiv und machtlos.
Im Juni 2025 schrieb Khaled K.: „Ich weiß Sie wollen ich mache weiter problem Ich sage letze mall wenn ich hier nicht raus dann ich mache gerne alles kaput.“ Am Dezember hieß es: „Meine pins ich ficke euch kind Deutsch frau ist schlmpe und Nazis and schwül land ich ficke euch mit Amtsgericht und das monat 12 ich mache tottttt musss weil sooooooooooo.“ Nur Stunden später folgte: „Ich ficke euch wenn sie mich hire nicht raus dann ich mache totttttt.“ Einige Mails sind mit Messer-Emojis versehen, insgesamt reichen die Nachrichten bis ins Jahr 2024 zurück.
Das diffuse Bedrohungsszenario basiert auf mehr als 100 Nachrichten, die K. in den letzten zwei Jahren an die Stadtverwaltung und ihre Mitarbeiter versendet hat und auf die die Polizei ihre Gefahreneinschätzung stützt. Wer genau der Empfänger der Inhalte ist – ob Politiker, Sachbearbeiter, Beamte oder Unbeteiligte –, scheint unklar. Laut einer Antwort des Bürgermeisters von Kriftel, Christian Seitz, seien vor allen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung davon betroffen. Dutzende der Mails konnte NIUS einsehen.
Anfang des Jahres 2026 erreichten die Drohungen einen neuen Höhepunkt, als K. ankündigte: „Ich verspreche Ihnen: Wenn der Terrorist Golani nach Berlin kommt Dann werde ich alles töten, was ich vor mir sehe Frauen, Kinder und alles.“ Für den 19. Januar war ein Amtsbesuch des syrischen Machthabers Abu Mohammad al-Jolani in Berlin angekündigt; Gefechte in Syrien verhinderten jedoch die Deutschland-Reise des Mannes, der sich inzwischen Ahmed al-Scharaa nennt und Mitglied mehrerer Terrororganisationen war. Einen Tag später drohte der Syrer Khaled K. aus Kriftel in zwei separaten E-Mails: „Wir werden seine gesamte Familie vernichten. In Kamishli.“ Nochmals zwei Tage später im Januar erweiterte er den Radius: „Alle Länder, die die terroristische Regierung in Syrien unterstützen [...] sind für uns ein Ziel.“ Khaled K. wirft Deutschland dabei wiederholt vor, das syrische Regime zu finanzieren, und schließt: „Nun ist es Zeit zu sterben sie sie Das Wichtigste ist, dass das Leben aller Deutschen zerstört wird.“

Wer genau die Nachrichten erhielt, ist unklar. Laut Bürgermeister Seitz sollen Mitarbeiter des Rathauses davon betroffen sein.

Immer mehr Menschen fühlen sich im eigentlich verschlafenen Ort von dem Syrer bedroht.
Die Befürchtung? Eine Wiederkehr der Weihnachtsmarkt-Fahrt von Magdeburg
NIUS entscheidet sich aufgrund des öffentlichen Interesses, den Schriftverkehr aus Kriftel zu veröffentlichen. Immer wieder berichten lokale Behörden von Konflikten mit Asylbewerbern, die durch psychische Belastungen oder Integrationsprobleme eskalieren. So terrorisierte ein Gambier monatelang die Gemeinde Waldtann in Baden-Württemberg, ein Guineer geriet in Lüneburg mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt, und in Landau in der Pfalz erforderte das aggressive Verhalten eines Somaliers – einschließlich Morddrohungen – eine dauerhafte Bewachung durch einen Sicherheitsdienst.
In Kriftel formuliert der Syrer jedoch wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg ernst zu nehmende Drohungen. Auch deshalb treibt die Gemeinde, so schildern es Polizeibeamte gegenüber NIUS, eine tiefe Besorgnis an: Khaled K., geboren 1991 in der syrisch-kurdischen Stadt Qamishli, müsse gestoppt werden, bevor er seine wirren Pläne umsetzen könne. Immer wieder fällt der Vergleich mit dem Anschlag in Magdeburg: Dort fuhr im Dezember 2024 der Saudi-Araber Taleb al-Abdulmohsen mit einem Auto in einen Weihnachtsmarkt, tötete sechs Menschen und verletzte mehr als 300. Die Tat konnte er umsetzen, obwohl er zuvor Gewaltakte angekündigt hatte; die Behörden reagierten nicht.
Der Syrer aus Kriftel, Khaled K., kam nach Informationen von NIUS im Zuge der Flüchtlingswelle 2016 nach Deutschland und hat heute den Status eines anerkannten Flüchtlings. Beziehungsprobleme, darunter eine Trennung, sollen seinen psychischen Zustand massiv verschlechtert haben, so schildern es Personen, die den Syrer kennen. Eine später zugewiesene Sozialwohnung im Ort soll der Syrer gekündigt haben, um die Gemeinde im Vordertaunus zu verlassen, kehrte jedoch kurz darauf zurück und meldete sich obdachlos. Bis heute lebt K. in einem Heim für Wohnungslose. Immer wieder werden dem Asylbewerber Alkoholprobleme nachgesagt.
K.s Ausfälle in der Gemeinde beschränken sich nicht nur auf die digitale Sphäre: Auf dem Rathausparkplatz soll er Glasflaschen zertrümmert und Scherben hinterlassen haben. Bewohner, denen er in der Stadt begegnete, sollen mehrfach beleidigt worden sein; auch Personen der Flüchtlingshilfe gerieten mehrmals mit dem Mann aneinander. Bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main seien mehrere Verfahren wegen Sachbeschädigung anhängig. Das teilte die Polizei Westhessen NIUS mit.

Taleb al-Abdulmohsen steht aktuell vor Gericht. Geht es um Khaled K. in Kriftel, fällt immer wieder die Angst vor einem Nachahmungstäter des Magdeburg-Fahrers.
Alle Deutschen sind Nazis und die Jungfrau Maria Objekt der Begierde
Durchzogen sind Khaled K.s Nachrichten zudem von Deutschenfeindlichkeit, Frauenhass und antichristlichen Botschaften: Deutschland wird als „Nazi-Land“ tituliert, Frauen als „Schlampen“, das Christentum als „schmutzigste Religion“ verhöhnt. Schon 2024 schrieb er: „Mein Penis Gemeinde Kreftel Ich bin Khaled K. Ich werde Sie über ihre Religion ficken Denn morgen ist ihr Tag der Hölle Sie sind im Grunde Müll und Hölle.“ Im Sommer 2024 hieß es: „Ich ficke dich im arsch wow das gefielt dir Baby“. Im Frühjahr des Jahres 2025: „Deutsche Frauen sind Schlmpen“. Und danach: „Deine arsch ist nur für ficken ist Schlmpe“. Auch heißt es: „Deine arsch ich ficke wow omg Du muss bei porno arbeiten du bekommst viele geld su schlmpe 7“. Im Sommer 2025 folgte die Nachricht: „Du bist schlmpe weil deine arsch will ficken“.
Im Herbst, wenige Monate später, hieß es in einer Nachricht: „Ich ficke dich auch“. Einige Tage später: „Deutsch Frau schlmpe und schmuzig und schwül land Deutschland nazi fack euch mit Christian fack schwein ich ficke Jesus mit Mariam.“ Im November 2025: „Meine pins Gans Deutschland mit alles allessssss ales ich ficke euchre kinder mit was sie denke. Schlmpe Deutsch frau schlmpe schlmpe“, und: „Deutsch frau schlmpe fack you Deutschland Nun können sie es, mit dem Richter und dem Verfassungsgericht. Sie Fressen Scheiße von, Khalid“.

Eigentlich ist Kriftel ein idyllischer Ort nahe des Taunus: Doch die Angst vor möglichen Taten von Khaled K. treiben Polizeibeamte um.

Für den Syrer ist die Polizei Westhessen zuständig. Dort zeigen sich Beamte auch deshalb fassungslos, weil ihnen die Hände gebunden sind.
Im Winter 2025 schrieb K., das Christentum sei „die schmutzigste und widerlichste Religion.schwein.“ Und: „Das ich meine alles Christian Schwein und schwül und schlmpe lernen gut wer du lesen ich ficke dich“. Es folgte: „Meine pins ich ficke euch kind Deutsch frau ist schlmpe und Deutschland ist Nazis land jeder weis das fack you“. Und weiter: „Monat 12 ist besser ween ich Deutsch tot machen ich habe schon gelukt bekiemmie ich ficke Deutsch frau ist schlmpe und Nazis and schwül“. An Silvester folgte dann schließlich: „Ich ficke Der Hinten der Jungfrau Maria Dann ficke ich Jesus, das Schwein [...] Ich werde alles ficken, was innen wehtut und Deutsch frau ist schlmpe und Nazis and schwül ich ficke euch kind pas auf noch mehr.“
In den Zuschriften des Syrers an die Stadt zeige sich, so heißt es aus Sicherheitskreisen, eine anhaltende Radikalisierung, die im Umgang mit Mitarbeitern der Stadt immer beleidigender und hinsichtlich seiner Gewaltfantasien immer konkreter geworden seien. Im Januar 2026 führte Khaled K. aus: „Schwul+schlmpe+Die Religion der heuchlerischen Christen+Die nationalsozialistische deutsche Regierung, Nachkommen Hitlers=meine pins ist“.
Widerruft das BAMF Khaled K.s Bleiberecht?
Nach Informationen von NIUS soll K. auch Nachrichten verfasst haben, in denen er selbst um seine Abschiebung bettelte. Nach Jahresbeginn 2026 prangerte er Deutschland als Erstunterstützer des „neuen syrischen Staates“ an, den er als al-Qaida-Terror brandmarkte: „Sie waren die Ersten, die den neuen syrischen Staat willkommen hießen [...] Deutschlands war das erste Land, das sie unterstützte und ihnen zusammen mit der Türkei die gesamte Macht übertrug.“
Die Bedrohungen sind unterdessen auch Thema in der lokalen Politik geworden. Auf Anfrage von NIUS bestätigte der Bürgermeister von Kriftel, Christian Seitz, dass es „leider immer wieder“ zu bedrohenden E-Mails an Mitarbeiter komme. Die Fälle seien bekannt und würden bearbeitet. Im vergangenen Jahr war der Syrer auch schon Thema einer Gemeindesitzung mit Betroffenen, von denen nach Informationen von NIUS nicht alle Anzeige erstatteten – wohl auch aus Furcht vor Vergeltung, da der Syrer im Ort lebt und Familien sich gefährdet sahen.
Aus Polizeikreisen erfuhr NIUS zudem: Das BAMF ist für den Widerruf des Schutzstatus von K. zuständig. Seitens der Ausländerbehörde Main-Taunus-Kreis wurde beim BAMF ein Widerrufsverfahren angeregt. Doch bis dieses abgeschlossen ist, vergeht immer mehr Zeit – und K. bleibt in der gesamten Zeit eine diffuse Gefahr.
Auf eine Anfrage von NIUS, die abfragen wollte, wie das Innenministerium Hessens mit Minister Roman Poseck (CDU) mit der Personalie umgehen möchte, verwies eine Sprecherin auf die Zuständigkeit der lokalen Polizei Westhessen. Dort heißt es, die Polizeibeamten vor Ort hätten mehrfach Gefährderansprachen durchgeführt. Ansonsten aber sind den Behörden die Hände gewissermaßen gebunden: Das Bedrohungsszenario und einige Auseinandersetzungen im Ort reichten nicht aus, um tätig zu werden, da der Syrer bislang keine schweren Taten begangen habe.
Dafür warteten Beamte der Kriminalpolizei nach Informationen von NIUS mit einem eher unorthodoxen Vorschlag auf: Sie rieten Bewohnern vor Ort, die Straßenseite zu wechseln, wenn sie Khaled K. im Ort begegnen.
Bis dahin bleibt er im Ort – und schreibt womöglich weiterhin Emails, die Terror ankündigen, aber keine Konsequenzen haben.
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Jan A. Karon
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