Lebenslange Haft für irakisches Ehepaar wegen Versklavung jesidischer Mädchen
Ein Beitrag von
Das Oberlandesgericht München hat ein irakisches Ehepaar wegen schwerster Verbrechen an zwei jesidischen Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Prozess gegen Twana H. und Asia R. hatte seit Mai 2025 angedauert.
Die Bundesanwaltschaft warf den Angeklagten unter anderem Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen durch Versklavung und Vergewaltigung vor. Zudem ging es um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern beziehungsweise die Beihilfe dazu.
Der 43-jährige Twana H., der unter dem Kampfnamen „Abu Abdullah“ auftrat, und seine 29-jährige Ehefrau Asia R., genannt „Umm Abdullah“, sollen die beiden Mädchen im Irak und in Syrien versklavt und misshandelt haben. Nach Auffassung der Anklage waren die Taten Teil der systematischen Verfolgung der jesidischen Religionsgemeinschaft durch die Terrormiliz Islamischer Staat.
„Die monströse Gewalt liegt so fern jeglicher Menschlichkeit, dass sie unwirklich erscheint“, hatte eine Vertreterin des Generalbundesanwalts während des Prozesses erklärt. Die Gewalt habe dem Ziel des IS gedient, den jesidischen Glauben zu vernichten.
Asia R. äußerte sich vor der Urteilsverkündung mit den Worten: „Es tut mir leid.“ Ihr Ehemann verzichtete auf eine Stellungnahme. „Ich möchte nichts sagen“, erklärte er.
Haben Sie einen Hinweis zu diesem Thema? Hier können Sie uns schreiben.
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
Mehr NIUS:
Drei Iraner festgenommen: Massenschlägerei bei Burger King, Türke (28) von Auto überrollt
Linksextreme Gruppe bekennt sich zu Sabotage auf Bahnstrecke Köln–Düsseldorf
Neue Erkenntnisse im Sechsfachmord von Stade: Welche Rolle spielt die Mitbewohnerin des Täters, Enise Ö.?
Zugbegleiter zu Tode geprügelt: 10 Jahre Gefängnis für Schaffner-Killer
14-Jährige soll Baby aus dem achten Stock geworfen haben
Amok-Alarm am Gymnasium: Schusswaffe versagt — dann soll 16-Jähriger zwei Schülerinnen mit Messer attackiert haben
Zwei Mädchen in Freibad sexuell belästigt: Staatenloser Täter wieder frei
+++ Massenschlägerei mit Macheten +++ Taxifahrer geschlagen +++ 56-Jährige erstochen +++
Mehr NIUS:
Zugbegleiter zu Tode geprügelt: 10 Jahre Gefängnis für Schaffner-Killer
14-Jährige soll Baby aus dem achten Stock geworfen haben
Amok-Alarm am Gymnasium: Schusswaffe versagt — dann soll 16-Jähriger zwei Schülerinnen mit Messer attackiert haben
Zwei Mädchen in Freibad sexuell belästigt: Staatenloser Täter wieder frei
+++ Massenschlägerei mit Macheten +++ Taxifahrer geschlagen +++ 56-Jährige erstochen +++
Schüsse vor Wohnhaus! Zwei Tote in Offenburg
Sekundenkleber im Schlüsselloch, Graffitis im Flur: Antifa attackiert Redaktionsräume von „Apollo News“
Cybergrooming in Deutschland: Polizei setzt auf digitale Lockvögel
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare