Neue Kriminalstatistik 2025: Mehr Morde und Vergewaltigungen – Syrer und Afghanen fast 10 Mal so oft tatverdächtig wie Deutsche
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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Vorjahr vorgestellt. Demnach ist die Gewaltkriminalität insgesamt zwar zurückgegangen – Mordfälle und schwere Sexualdelikte sind allerdings gestiegen. Brisant: Bei den rund 80 Messerstraftaten am Tag sind Tatverdächtige mit nicht-deutscher Staatsbürgerschaft deutlich überrepräsentiert.
Ausländer sind gemäß der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 insgesamt fast dreimal so häufig tatverdächtig wie deutsche Staatsbürger. Hintergrund ist die sogenannte Tatverdächtigenbelastungszahl, die ab 2024 in die Polizeiliche Kriminalstatistik mit aufgenommen wurde.

Erstmals sammelte das Bundeskriminalamt die Zahl der in Deutschland lebenden Tatverdächtigen und setzte sie pro 100.000 Einwohnern und nach der Herkunft der Personen ins Verhältnis. Gemeint ist also die Zahl „der ermittelten, ansässigen Tatverdächtigen, errechnet auf 100.000 Einwohner des entsprechenden Bevölkerungsanteils, jeweils ohne Kinder unter 8 Jahren“. Während auf 100.000 deutsche Staatsbürger 1.813 Tatverdächtige kommen, sind es bei 100.000 ausländischen Staatsbürgern 4.788 Tatverdächtige – ein Faktor von 2,64.
Interessant dabei: Ausländische Frauen weisen mit 2.318 eine Tatverdächtigenbelastungszahl auf, die fast so hoch ist wie die von deutschen Männern (2.686). In den vergangenen Jahren hatte sich gezeigt, dass Frauen aus Ländern wie Syrien, Irak, Afghanistan, Rumänien oder Bulgarien häufiger tatverdächtig waren als deutsche Männer.

Der Anteil von Zuwanderern unter allen Tatverdächtigen bleibt weiter hoch.
„Ausdruck von Männlichkeit“
Auch Gründe für die unterschiedliche Gewaltkriminalität zwischen Deutschen und Ausländern werden in der PKS genannt. Ein wesentlicher Risikofaktor „für die Begehung von Straftaten, insbesondere für Gewaltdelikte“, seien „kriminalitäts- bzw. gewaltlegitimierende Einstellungen – also die Haltung, eine Gewalt- oder Straftat zu begehen sei unter bestimmten Bedingungen legitim, nützlich oder sogar Ausdruck von Männlichkeit“ Solche Einstellungen entstünden „im Rahmen der Sozialisation, etwa „durch familiäre Prägung“ oder „durch das gesellschaftliche Umfeld“ in der Kindheit. „Dunkelfeldstudien weisen darauf hin, dass entsprechende Einstellungen in einigen migrantischen Bevölkerungsgruppen verstärkt anzutreffen sind.“
Die Gesamtzahl der Straftaten ging dabei erstmals seit 2022 leicht zurück: Rund 5,5 Millionen Verbrechen registrierte die Polizei laut PKS, das ist ein Rückgang um 5,6 Prozent.
Allerdings verweist Dobrindt darauf: Der Rückgang ist zu einem großen Teil in der Cannabis-Legalisierung begründet. Auch bei den Straftaten insgesamt sind nicht-deutsche Tatverdächtigte mit 40,1 Prozent überrepräsentiert.
Zahl schwerer Gewaltdelikte angestiegen
Die Gesamtzahl der Gewaltdelikte ist 2025 leicht um 2,3 Prozent gesunken – bei besonders schweren Taten geht die Entwicklung allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Es gab deutlich mehr Fälle von Mord und Totschlag, die Behörden verzeichneten ein Plus von 6,5 Prozent. Die Zahl der Vergewaltigungen und besonders schweren sexuellen Übergriffe stieg sogar noch deutlicher: Hier sind es 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Sexueller Missbrauch von Kindern nahm ebenfalls weiter zu. Mehr Straftaten verzeichnete die Polizei unter anderem bei Leistungsbetrug (plus 11,5 Prozent).
Rekordzahl von nicht-deutschen Tatverdächtigen
Nicht-deutsche Tatverdächtige machen bei Gewaltdelikten 42,9 Prozent aus und sind damit auch hier deutlich überrepräsentiert. Die Tatverdächtigungs-Belastungszahl, die Tatverdächtige pro 100.000 Einwohner angibt, zeigt: Afghanen und Syrer sind gegenüber Deutschen fast 10-fach überrepräsentiert.

Neben Dobrindt (2. v. rechts) waren auch der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch (links), und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der Hamburger Innensenator Andy Grote (SPD, 2. v. links) bei der Vorstellung der Statistik dabei.
Rückblick: Erstmals im Jahr 2024 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik die Zahl der in Deutschland lebenden Tatverdächtigen und setzte diese pro 100.000 Einwohner in Relation, differenziert nach Herkunft. Bereits damals zeigte sich wie von NiUS berichtet, dass afghanische Männer bei Vergewaltigungsdelikten fast elfmal so häufig als tatverdächtig erfasst wurden wie deutsche Männer. Bei Raubdelikten waren algerische Tatverdächtige rund 109-mal so häufig vertreten wie Deutsche.
29.000 Messerstraftaten erfasst
2025 wurden außerdem rund 29.000 Straftaten mit Messern registriert, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Auffällig ist, dass Messer insbesondere bei schweren Gewaltdelikten eine große Rolle spielen. So werden sie bei Tötungsdelikten wie Mord und Totschlag in etwa 40 Prozent der Fälle eingesetzt – deutlich häufiger als bei anderen Straftaten.
Eine weitere Erkenntnis, die Dobrindt bei dem Termin vortrug: Obwohl die Jugendkriminalität insgesamt zurückgeht, werden die Tatverdächtigen immer jünger. Bei Kindern stieg die Gewaltkriminalität um 3,3 Prozent. Auf der Suche nach Erklärungen für den erneuten Anstieg bei Kindern im Bereich der Gewaltkriminalität verweist das BKA auf Studien, die psychische Belastungen durch „zunehmende Zukunftsängste angesichts multipler Krisen“ nennen. Noch nicht ausreichend erforscht sei ein möglicher Zusammenhang zwischen der Nutzung bestimmter Social-Media-Angebote durch Kinder und Jugendliche und der Wahrscheinlichkeit straffälligen Verhaltens.
Etwa jede fünfte Straftat wird im privaten Umfeld in Wohnungen begangen, knapp ein Drittel der Fälle wird auf Straßen, Wegen oder Plätzen verzeichnet.
Mehr als jede zehnte Frau hat sexuelle Belästigung erfahren
Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es laut Studie bei bestimmten Gewaltdelikten. Während 11,2 Prozent der Frauen angaben, innerhalb eines Jahres Opfer sexueller Belästigung geworden zu sein, waren es unter den Männern 2,9 Prozent. Männer waren dagegen häufiger von Körperverletzung betroffen (3,1 Prozent) als Frauen (2 Prozent).
Mehr NIUS: 80 Prozent der Syrer sollen gehen: Die Zahlen hinter der Rückkehrdebatte
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