Neue Zahlen zeigen alarmierenden Trend: Lehrer und Praxismitarbeiter zunehmend Ziel von Gewalt
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Deutschlands öffentliche Räume sind bedroht – und betroffen sind ausgerechnet jene, auf die die Gesellschaft besonders angewiesen ist. Lehrer, Ärzte, Pflegekräfte: Wer unterrichtet oder versorgt, sieht sich immer häufiger mit Gewalt konfrontiert. Zwei aktuelle Berichte zeichnen ein düsteres Bild: Übergriffe auf staatliche und gesellschaftliche Funktionsträger sind längst kein Ausnahmephänomen mehr, sondern entwickeln sich zunehmend zur Regel.
Besonders deutlich wird diese Entwicklung im Schulbereich. Für das Jahr 2024 – aktuelle Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 liegen noch nicht vor – wurden mehr als 1.200 Fälle einfacher Körperverletzung gegen Lehrkräfte erfasst, im Schnitt über drei pro Tag. Hinzu kommen zahlreiche schwerere Delikte, darunter gefährliche Körperverletzung und Raub. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Zahl der Übergriffe nahezu verdoppelt.
Zahlen steigen seit 2015
Dabei bildet die PKS nur einen Teil der Realität ab. Erfasst werden ausschließlich Taten, die unmittelbar im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit stehen. Angriffe außerhalb dieses Kontexts tauchen in der Auswertung nicht auf. Grundlage der Zahlen ist eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zur Sicherheit im öffentlichen Dienst.
Seit 2015 ist die Zahl der Übergriffe auf Lehrkräfte stetig gestiegen – lediglich in den Corona-Jahren 2020 und 2021 kam es zu einem leichten Rückgang. Das legt die Migrationspolitik als entscheidende Ursache nahe.

Kein sicherer Ort mehr: deutsche Klassenzimmer
Ein vergleichbares Bild zeigt sich im Gesundheitswesen. Auch in Arztpraxen verschärft sich die Lage spürbar: Mitarbeiter berichten von Beleidigungen, Drohungen und zunehmend auch von körperlichen Angriffen.
Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern hat solche Berichte wiederholt erhalten und deshalb eine nicht repräsentative Online-Umfrage unter medizinischen Fachangestellten durchgeführt. Die jüngste Erhebung lief von Januar bis März 2026. Vizepräsident Professor Johannes Buchmann fordert Konsequenzen: „Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung – von Politik, Justiz, Gesundheitsinstitutionen und der gesamten Bevölkerung. Ärzte brauchen Rückhalt, Respekt und Sicherheit in ihrer täglichen Arbeit.“
13 Prozent berichten von körperlichen Übergriffen
67 Prozent der Befragten geben an, im Praxisalltag bereits psychische Gewalt erlebt zu haben – etwa in Form von Beleidigungen oder verbalen Angriffen. 13 Prozent berichten von körperlichen Übergriffen, etwa durch Rempeln oder Schubsen. Lediglich ein Drittel der Teilnehmer blieb bislang vollständig von solchen Erfahrungen verschont.
Auffällig ist die Parallele: In Schule wie Praxis richtet sich die Gewalt gegen diejenigen, die täglich für Stabilität, Versorgung und Ordnung sorgen. Gleichzeitig mangelt es an konsequenten Gegenmaßnahmen.
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