Polizist in Baden-Württemberg mit Messer schwer verletzt – Beamte erschießen afghanischen Angreifer
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Ein 27-jähriger afghanischer Asylbewerber hat einen Polizisten in Wangen in Baden-Württemberg mit einem Messer schwer verletzt. Die Beamten erschossen den Mann.
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, lag gegen den 27-jährigen Afghanen ein Vorführungsbefehl der Staatsanwaltschaft Ulm zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe wegen eines Körperverletzungsdeliktes vor. Zwei Polizeibeamte sollten den Mann abholen.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand trafen die Beamten ihn an seiner Wohnanschrift an. Dort soll der Mann plötzlich ein Messer gezogen und die Einsatzkräfte unvermittelt angegriffen haben. Infolge des Angriffs gaben die Polizeibeamten mehrere Schüsse ab.
Der 27-Jährige wurde mehrfach getroffen und starb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort. Ein Beamter wurde durch mehrere Schnittwunden schwer verletzt, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr.
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„Wer mit einem Messer einen Polizisten angreift, hat sich entschieden, nicht mehr zu leben, nicht mehr in diesem Land zu leben“, sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl der Stuttgarter Zeitung. Auf Nachfrage präzisierte er, dass damit sowohl das Erschießen eines Täters als auch die mögliche Ausweisung von Tätern ohne deutsche Staatsangehörigkeit gemeint seien.

Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg
In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ulm wird die Sachbearbeitung bezüglich des polizeilichen Schusswaffengebrauchs vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg übernommen.
Nach Informationen von NIUS war der Afghane wegen mehrerer Körperverletzungsdelikte polizeibekannt, auch ein Strafverfahren war bei der Staatsanwaltschaft Ulm anhängig. Der Mann soll laut Angaben der Staatsanwaltschaft Ulm zudem in einer „Anschlussunterbringung“ gelebt haben. Zum aufenthaltsrechtlichen Status des Mannes wollte man sich nicht äußern.

Der genaue Ablauf des Geschehens ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Über diese Pressemitteilung hinausgehende Informationen können aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht mitgeteilt werden.
Mehr NIUS: BKA warnt: Afghanischer Messer-Killer könnte nach Deutschland zurückgekehrt sein
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