Zeugen meldeten „einen Mann mit einer Langwaffe“ Polizei evakuiert Weihnachtsmarkt
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In Südniedersachsen hat die Polizei am Freitagabend den Weihnachtsmarkt in Duderstadt (Landkreis Göttingen) geräumt. Hintergrund waren Zeugenhinweise auf einen Mann, der nach Angaben mehrerer Augenzeugen eine mutmaßliche Langwaffe bei sich getragen haben soll.
Der Verdächtige wird auf etwa 17 bis 20 Jahre geschätzt. Trotz umgehend eingeleiteter Fahndung konnte er bislang nicht gefunden werden. Nach Angaben der Polizei ergaben die bisherigen Maßnahmen keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr.
Zum Zeitpunkt der Räumung gegen 20.30 Uhr hielten sich noch rund 120 Menschen auf dem Weihnachtsmarkt auf. Die Polizei sperrte die Zufahrtswege, war mit mehreren Streifenwagen im Einsatz und ließ das Geschehen zusätzlich von einem Hubschrauber aus der Luft beobachten. Die Räumung verlief ruhig und geordnet.
Weiterhin ist unklar, ob es sich bei der beobachteten Waffe um eine echte Schusswaffe oder um eine sogenannte Anscheinswaffe handelte. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei kündigte an, in den kommenden Tagen vorsorglich mehr Präsenz in Duderstadt zu zeigen.
Lesen Sie hier die Polizeimeldung im Wortlaut:
Im Zusammenhang mit der vorzeitigen Schließung und Räumung des Duderstädter Weihnachtsmarktes am Freitagabend hat die Polizei bis tief in die Nacht zu Samstag (13.12.25) die intensiven Ermittlungen zum Auslöser der vermeintlichen Gefahrensituation und Aufhellung des Sachverhaltes weiter fortgesetzt und u. a. mehrere Zeugen vernommen.
Die Befragten gaben überstimmend an, etwa gegen 20.30 Uhr im Bereich der Innenstadt einen mutmaßlich mit einer Langwaffe bewaffneten Mann beobachtet zu haben.
Der ca. 17 - 20 Jahre alte und etwa 170 bis 178 cm große Unbekannte soll dunkle, vorn leicht verwuschelte Haare gehabt haben und schwarz bzw. dunkel gekleidet gewesen sein (Hoody, Hose, Schuhe und Mütze). Er soll sich von der Markstraße in Richtung „Am Gropenmarkt“ entfernt haben. Anschließend wurde er nicht mehr gesehen und war verschwunden.
Die Schilderungen deckten sich mit der Erstmeldung eines Passanten, die die Polizei gegen 20.30 Uhr über Notruf erhielt.
Die sensible Information löste sofort einen größeren Polizeieinsatz in der Duderstädter Innenstadt aus.
Im Zuge der unverzüglich eingeleiteten, umfänglichen Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, konnte der mutmaßlich Bewaffnete jedoch nicht mehr ausfindig gemacht werden. Ob es sich bei der möglichen Langwaffe um eine echte oder eine Anscheinswaffe handelte, konnten durch die Befragungen nicht aufgeklärt werden. Auch die Umstände, warum die männliche Person die Langwaffe bei sich getragen haben könnte, sind derzeit unbekannt.
Die Polizei bittet daher mögliche Zeugen oder sogar den möglichen Waffenträger selbst, sich umgehend unter Telefon 05527/8641-0 bei der Polizei Duderstadt zu melden.
„Die bisherigen polizeilichen Maßnahmen führten nicht zur Ermittlung einer konkreten Gefahr. Neben umfangreichen Ermittlungen in Bezug auf die unbekannte männliche Person und zur weiteren Aufklärung der Umstände, wird die polizeiliche Präsenz in Duderstadt in den nächsten Tagen vorsorglich erhöht“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen Marco Hansmann noch in der Nacht. „Aus polizeilicher Sicht und nach Rücksprache mit den örtlichen Verantwortlichen können die für die nächsten Tage geplanten öffentlichen Veranstaltungen in der Duderstädter Innenstadt (Markt, Weihnachtstreff) durchgeführt werden“, so Hansmann.
Mögliche Gerüchte über Bombendrohungen oder andere Gefahrenmomente werden polizeilicherseits ausdrücklich nicht bestätigt. Insgesamt bittet die Polizei um einen sorgsamen Umgang in diesem Sachverhalt. Mögliche Spekulationen oder Fehlinformationen gefährden die Gesamtermittlungen und würden das Sicherheitsgefühl weiter einschränken.
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