1,5 Millionen Euro Steuergeld für die Sprachpolizei: Wir sollen jetzt „Aufnahmekrise“ sagen und nicht mehr „Flüchtlingswelle“
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Der Verein Neue deutsche Medienmacher ist ein Netzwerk von Journalisten und Medienschaffenden, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Themen „Vielfalt und Diversität“ sowie „Hass im Netz“ mehr Aufmerksamkeit in der deutschen Presselandschaft zu verleihen. Einer der Geldgeber dieses Vereins ist „Demokratie leben!“, ein Förderprogramm des Familienministeriums.
Seit 2021 wurden rund 1,5 Millionen Euro Steuergeld über das Programm an den Verein ausgeschüttet. Dazu kassieren die Medienmacher weitere Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Kontinuierlich steigende Fördergelder für die „Neuen deutschen Medienmacher“ seit 2021.
Gefördert werden in erster Linie Medienschaffende mit Migrationshintergrund und Themenkomplexe, wo Diskriminierung oder „Hass und Hetze“ zu verorten sind. Neben Studien, in denen zu Diversity und Migrationshintergründen in Redaktionen geforscht wird, bietet der Verein Trainings und Workshops an, die vor allem im öffentlichen Rundfunk Anklang finden.
Formulierungshilfen gegen den „strukturellen Rassismus“
Vorstand des Vereins ist Ferda Ataman, die seit 2022 Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung ist und sich einst auf X als „Kartoffel-Expertin“ beschrieb. Ataman, die zu den Gründungsmitgliedern der Neuen deutschen Medienmacher zählt, wurde auf Initiative der Grünen für das Amt der Antidiskriminierungsbeauftragten nominiert.
Anlässlich des internationalen Tags gegen Rassismus hat der Verein „Formulierungshilfen“ erstellt, um dem „strukturellen Rassismus“ in Redaktionen und Behörden entgegenzutreten. Damit deutsche Journalisten zukünftig „sensibler“ arbeiten und sich von ihrer rassistischen Sprache verabschieden, haben die Neuen deutschen Medienmacher ein Glossar erarbeitet, das zahlreiche Vorschläge enthält, wie die Medien sich zukünftig diskriminierungsfrei ausdrücken sollen.
Aufnahmekrise statt Flüchtlingswelle
Die Begriffe „Flüchtlingswelle“ oder „Flüchtlingsstrom“ sind in den Augen des Vereins problematisch, da diese „suggerieren, dass die Politik in Bezug auf Fluchtmigration machtlos einer Naturgewalt ausgesetzt ist.“ Da diese Begriffe implizieren, dass die „Schutzsuchenden“ verantwortlich für die asylpolitischen Probleme seien, soll jetzt der Begriff „Aufnahmekrise“ verwendet werden.

Warum wir lieber Aufnahmekrise statt Flüchtlingswelle sagen sollen. (Quelle: Instagram)
Antimuslimischer Rassismus statt Islamophobie
Weil „Islamophobie“ eine diffuse Angst beschreibt und nicht die „aktive Ablehnung“ des Islams, soll nun von „antimuslimischem Rassismus“ gesprochen werden. Die Neuen deutschen Medienmacher betonen, dass es sich bei dem Phänomen um Ausgrenzung, bzw. Diskriminierung handele und weniger um Religionsfragen. Inwiefern der Islam als eine Rasse zu definieren ist, wird an dieser Stelle nicht erörtert.

Bei Islamophobie handelt es sich um antimuslimischen Rassismus. (Quelle: Instagram)
Beleidigung statt Deutschenfeindlichkeit
Der Begriff „Deutschfeindlichkeit“ stamme aus rechtsradikalen und rechtsextremen Kreisen und beschreibe Rassismus, der sich gegen Deutsche richtet. Der Verein erklärt, dass so eine Täter-Opfer-Umkehr stattfinden würde und dieser den „tatsächlich existierenden“ Rassismus relativieren würde. Die Medienmacher meinen damit, dass es keinen Rassismus gegenüber Deutschen gibt, sondern lediglich Beleidigungen oder Mobbing. Rassismus ginge somit immer von Deutschen aus und nie von Migranten.

Deutschfeindlichkeit ist ein rechtsextremer Begriff und soll nicht mehr benutzt werden. (Quelle: Instagram)
Rechtsextrem statt fremdenfeindlich
Weil es sich bei Fremdenfeindlichkeit nicht um Fremde, sondern um deutsche Staatsangehörige handele, sei dieser Ausdruck rassistisch und übernehme die Sichtweise von rassistischen Tätern. Der Verein schlägt Formulierungen, wie „rassistisch“, „rechtsextrem“, „rechtsterroristisch“ oder „neonazistisch“ vor, um die Sprache diskriminierungsfreier zu gestalten.

Wer über Fremdenfeindlichkeit spricht, spricht eigentlich über deutsche Staatsbürger. (Quelle: Instagram)
Damit die deutschen Medien zukünftig Diskriminierungen unterlassen, haben die Neuen deutschen Medienmacher ein umfangreiches Wörterverzeichnis erarbeitet. Anhand des Alphabets können sich Journalisten nun durch die Begriffe klicken und erhalten zahlreiche richtige Worte, Formulierungshilfen und Erläuterungen. Von A, wie Abschiebung, bis Z, wie Zensur, soll die Berichterstattung zukünftig inklusiver gestaltet werden.
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