Als Beispiel für Müll nennt Funk die Bibel
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Am Montag teilte das Jugendformat des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „Funk“ einen Instagram-Beitrag über Müll auf dem Mond. Nach Berechnungen der NASA sollen dort rund 200 Tonnen vom Menschen verursachter Müll liegen. Laut „Funk“ zählen zum „menschengemachten Zeug“ dazu: Asche, Golfbälle, menschliche Ausscheidungen und die Bibel.
Weil Space-Shuttles für den Rückflug zur Erde möglichst viel Platz frei machen müssten, um Mondgestein und Ähnliches zurückzutransportieren, würden sie vieles auf dem Mond zurücklassen. Das berichtete das Jugendformat „Funk“ am Montag unter dem Titel „Müll auf dem Mond“ in einem Instagram-Beitrag. Dort heißt es, bei dem zurückgelassenen „menschengemachten Zeug“ handele es sich größtenteils um Raumschiffteile. In einer beispielhaften Aufzählung nennt „Funk“ aber auch Asche, Golfbälle, Beutel mit menschlichen Ausscheidungen und: die Bibel.
Die Bibel ist in der Grafik in einer Reihe mit den genannten Gegenständen zu sehen, darunter auch beispielhaft dargestellte Beutel mit „menschlichen Ausscheidungen“. Selbige werden durch ein sich übergebendes Emoji, ein Kot-Emoji und eine Tüte mit gelber Flüssigkeit dargestellt, die offenbar Urin enthalten soll.
„Das Wort ‚Müll‘ ist hier nicht abwertend gemeint“
Nach diversen kritischen Kommentaren unter dem Instagram-Beitrag, in denen Nutzer die Gleichsetzung der Bibel mit Müll und menschlichen Ausscheidungen kritisierten, teilte „Funk“ in den Kommentaren eine Ergänzung. Darin heißt es:
„Das Wort ‚Müll‘ ist hier nicht abwertend gemeint, sondern steht für Gegenstände, die ohne menschlichen Einfluss eben nicht dort wären. Die Bibel oder eine Urne sind natürlich kein Müll“.

Laut „Funk“ soll der Begriff „Müll“ in Bezug auf die Bibel nicht abwertend gemeint sein.
Warum das Jugendformat, das sich an Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren richtet, den Beitrag überhaupt teilte, bleibt unklar. Das Format fiel jedoch schon in der Vergangenheit mehrfach durch Beiträge mit Titeln wie „jetzt wird gekackt“ auf, in denen Menschen Tipps zum Stuhlgang gegeben werden. In einem weiteren Beitrag mit dem Titel „Wann hast du das letzte Mal mit deiner Yoni gesprochen?“ wurde jungen Frauen empfohlen, mit ihrer „Yoni“, einem Sanskrit-Wort für Vagina, zu sprechen. In einem vor kurzem veröffentlichten und aufgrund falscher Zahlen wieder gelöschten Beitrag beschwerte sich „Funk“ außerdem darüber, „nur“ 45,8 Millionen Euro Zwangsgebühren im Jahr zu erhalten.
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Joelle Rautenberg
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