„90 Prozent der Verletzten hier sind Kinder“: Islamisten-Arzt darf in den ARD-Tagesthemen antisemitische Propaganda verbreiten
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Mal wieder verbreitet die ARD Anti-Israel-Propaganda: Am Dienstagabend ließ sie in den Tagesthemen einen libanesischen Arzt zu Wort kommen, der über die Angriffe des israelischen Militärs auf die islamistische Hisbollah berichtete.
Der Arzt Mousa Youssef erklärt ins Mikro des ARD-Korrespondenten: „Es sind Massaker an Zivilisten und keine militärischen Attacken, wie sie behaupten. 90 Prozent der Verletzten hier sind Kinder. Ihre Verletzungen reichen von Verbrennungen zu Brüchen, offenen Brüchen. Es ist angsteinflößend und zeigt, wie grausam das alles ist.“
Eine kritische Einordnung dieser Aussage durch die ARD? Fehlanzeige.
Denn Fakt ist: Israels Armee greift keineswegs Zivilisten an, sondern warnte die libanesische Bevölkerung sogar vor den eigenen Luftangriffen. Israel ist im Libanon mit demselben Problem konfrontiert, das auch im Gaza-Streifen die Bekämpfung des Terrors erschwert: Die Islamisten verstecken Waffen und Kämpfer in zivilen Häusern, damit die israelischen Angriffe höhere Opferzahlen fordern. Die Islamisten von Hisbollah und Hamas opfern also die eigene Zivilbevölkerung. „Die Hisbollah hat den Südlibanon in eine Kampfzone verwandelt“, hatte der israelische Militärsprecher Daniel Hagari vor Kurzem erklärt.
Fakt ist auch: Bei den israelischen Luftangriffen kommen keineswegs zu 90 Prozent Kinder um. Nach Daten des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden durch die Angriffe, Stand Dienstag, 558 Menschen getötet und 1.835 verletzt. Unter den Getöteten sind 50 Kinder. Das entspräche 8,9 Prozent. Da im Libanon etwa 26 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre alt sind, werden Kinder statistisch unterdurchschnittlich oft getroffen. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Zahlen bei den Verletzten ähnlich verhalten wie bei den Getöteten.
Dennoch darf der Arzt ungehindert seine Propaganda verbreiten.
Foto mit Islamist
Dabei gäbe es gute Gründe, einen Mann wie Youssef nicht als vermeintlich neutrale Person zu interviewen. Denn er posierte 2019 mit dem ehemaligen Präsidenten des Iran, Mahmud Ahmadineschad, wie die Bild als erstes berichtete.

Ahmadinedschad und Youssef auf Instagram.
Ahmadineschad ist als Israel-Hasser bekannt, erklärt etwa 2011: „Das zionistische Regime basiert auf vielen Enttäuschungen und Lügen, eine von ihnen war der Holocaust.“ Israel bezeichnete er als „Krebszelle“, kündigte an, den Staat „auszulöschen“. Auch wurde unter ihm der islamistische Terror finanziell gefördert. Hamas und Hisbollah setzten als Stellvertreter Irans aggressiv dessen Interessen durch – auch durch Terror in Israel.
Arzt Youssef hinderte das nicht daran, mit dem Antisemiten Ahmadineschad zu posieren.
Gezielt aus dem Kontext gerissen
Nun verwenden die Tagesthemen ausgerechnet diesen Arzt, um unwahre Informationen über den israelischen Militärschlag gegen Israel in Umlauf zu bringen. Es könnte theoretisch sein, dass der Arzt im Beitrag in der Station eines Kinderklinikums steht. In diesem Falle wäre die Aussage, 90 Prozent der Patienten dort seien Kinder, wahrscheinlich korrekt, allerdings nur in diesem Kontext.
Die ARD aber erweckt gezielt den Eindruck, als sei diese Zahl für alle Krankenhäuser repräsentativ, indem sie den Bericht über den Arzt mit den Worten einleitet: „Bei Israels Attacken kommen immer wieder auch viele Menschen zu Schaden, die mit der Hisbollah nichts zu tun haben. Was das bedeutet: In den Krankenhäusern des Landes bekommt man davon ein Gefühl.“ Dazu: Schreckensbilder aus libanesischen Krankenhäusern.

Die ARD-Tagesthemen von Dienstagabend.
Die ARD verwendet also einen Mann, der stolz mit einem antisemitischen Islamisten posiert, als Kronzeugen gegen Israel – und verpackt dies als angeblich neutralen Bericht.
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