„Am allerbesten bleiben lassen“: ZDF-Intendant Himmler äußert sich nach Skandal zum Umgang mit KI-Material
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Nach dem stellenweise durch KI-Material gefälschten Beitrag im „heute journal“ äußert sich jetzt ZDF-Intendant Norbert Himmler. „Wir dürfen nur Bilder verwenden, deren Herkunft wir zweifelsfrei benennen können. Und wenn wir es nicht genau wissen, müssen wir das sagen, dann müssen wir das kennzeichnen oder am allerbesten: bleiben lassen“, so Himmler.
Zugleich erklärte Himmler, dass er und die Redaktion Verantwortung übernähmen, wenn Fehler passieren. Diese müssten benannt, aufgearbeitet und als Anlass genommen werden, daraus zu lernen. Das ZDF hatte etwa eine Woche zuvor mit einem Beitrag über Einsätze der US-Migrationsbehörde ICE für Kritik gesorgt, weil darin unter anderem inhaltlich verfälschende, KI-generierte Bilder zu sehen waren.
Nach NIUS-Berichterstattung flüchtete sich das ZDF in widersprüchliche Erklärungsversuche. Später räumte der Sender im „heute journal“ Fehler ein und entschuldigte sich bei den Zuschauern. Außerdem wurde die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht nach dem Vorgang am Freitag mit sofortiger Wirkung abberufen.
NIUS berichtete exklusiv über die interne Aufarbeitung des Skandals. Vor 1.100 zugeschalteten Mitarbeitern gestand ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten: Das KI-Video wurde wissentlich verwendet.
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Auch der Bundestag beschäftigte sich mit dem ZDF-Beitrag. Auf Antrag der AfD-Fraktion gab es dazu am Mittwoch eine „Aktuelle Stunde“. Der AfD-Abgeordnete Martin Erwin Renner sprach von mehr als einzelnen Pannen und bezeichnete den Vorgang als Zeichen einer „massiven strukturellen Schieflage“. Er warf den Sendern eine „ideologische Kumpanei“ mit der politischen Macht vor.
Die CDU-Abgeordnete Ottilie Klein kritisierte ebenfalls eine Missachtung journalistischer Standards. Sie erklärte, ihr sei unverständlich, wie man auf die Idee kommen könne, KI-Videos in Nachrichtensendungen zu verwenden. Dort hätten sie nichts zu suchen.
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