ARD-Chef Gniffke will keine Einseitigkeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk erkennen
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Kai Gniffke will beim öffentlich-rechtlichen Runfunk keinen Bias erkennen. Ganz im Gegenteil: „Corona war, gerade, was die Gesprächssendungen betrifft, eine Glanzzeit“, meint der ARD-Chef. Zudem verteidigte er die Erhöhung der Rundfunkgebühren.
Der Vorsitzende der ARD, Kai Gniffke, hat den Vorwürfen, die öffentlich-rechtlichen Sender würden voreingenommen berichten, vehement widersprochen. Er teile den Befund, „dass die Kommentare einseitig“ seien, nicht. „Der Vorwurf, wir seien voreingenommen und hätten eine Agenda, begleitet die ARD schon seit ihrer Gründung“, meinte Gniffke im Interview mit der Welt.
Die Corona-Berichterstattung wertete der SWR-Intendant als vollen Erfolg: „Corona war, gerade, was die Gesprächssendungen betrifft, eine Glanzzeit“, behauptete Gniffke. „Niemand von uns hatte die Expertise, weshalb wir gesagt haben, jetzt setzen wir auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Und wir haben damit eine Meinungsvielfalt abgebildet, die den Nutzern sehr viel gebracht hat.“

Gniffke will eine Anpassung des Rundfunkbeitrags
Parteianhängerschaft der Redakteure spielt keine Rolle
Was der einzelne Redakteur für eine politische Meinung habe, interessiere ihn nicht. „Mir ist es vollkommen wurscht, was jemand wählt“, meint Gniffke. Solange er neutrale Berichterstattung garantieren könne.
Natürlich mache der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch Fehler. Dies sei menschlich. „Aber ich kann zwei Dinge versprechen: Erstens, wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, damit die Zahl so gering wie möglich bleibt. Zweitens werden wir, wenn ein Fehler passiert, damit transparent umgehen, daraus lernen und Konsequenzen ziehen.“
Gleichzeitig forderte Gniffke eine Erhöhung der Rundfunkgebühren: „Wir wollen eine Anpassung des Rundfunkbeitrags weit unterhalb der Inflationsrate.“ Zudem versprach er weitere Einsparungen und Reformen.
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