ARD-Tagesthemen erklären konservative Ansichten für „autoritär“
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Die ARD-Journalistin Julia Ruhs wurde als Moderatorin des konservativen Reportageformats „Klar“ abgesetzt. Das sorgt für Kritik: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei zu einseitig und links, gebe konservativen Stimmen keinen Raum. Darauf antwortete ein Beitrag der ARD-Tagesthemen, in dem eine „schwarz-weiß“-Unterscheidung vorgenommen wird: „liberal-progressiv“ und „konservativ-autoritär“. Der Konservatismus wird damit als undemokratisch geframt, die linke „progressive“ Weltsicht als freiheitlich und fortschrittlich.
Julia Ruhs ist eine der wenigen konservativen Stimmen im öffentlichen Rundfunk. Sie berichtet beispielsweise über das Thema Migration aus kritischer Perspektive. Linke Mitarbeiter des NDRs hatten damit ein Problem – und arbeiteten auf ihren Rauswurf hin. Damit hatten sie diese Woche Erfolg, was für Kritik und Entrüstung sorgt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei zu einseitig und links, gebe konservativen Stimmen keinen Raum. CDU-Politiker äußerten sich in scharfen Worten. Generalsekretär Carsten Linnemann sprach etwa davon, Rundfunkgebühren einzufrieren.

Kollegen und Mitarbeiter des NDRs sorgten dafür, dass Ruhs als Moderatorin abgesetzt wird.
Auch dieTagesthemen berichteten am Donnerstagabend über den bundesweiten Medien-Skandal. In dem Beitrag dazu findet nun eine „Gut-Böse“-Einordnung statt, die die Vorwürfe gegen den NDR, er sei zu „zu links“, zu bestätigen scheint.
25 Prozent seien „konservativ-autoritär“
Angeführt wird eine Studie, die untersuchte, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinen Nachrichtenformaten zu einseitig sei. Ergebnis: 45 Prozent der Nachrichtenbeiträge sei „liberal-progressiv“, 25 Prozent „konservativ-autoritär“. Sie trägt den Titel: „Fehlt da was? Perspektivenvielfalt in den öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformaten“. Durchgeführt wurde sie am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Finanzierung erfolgte zu etwa gleichen Teilen durch die Stiftung Mercator – die maßgeblich für die grüne Energiewende lobbyiert hat – und aus Mitteln der Universität Mainz.

ARD-Wording für „links“ und „konservativ“.
Das Wort „autoritär“ wird vielfach als Synonym für „undemokratisch“ verstanden. Klar ist: Es ist negativ konnotiert. Demgegenüber sind „liberal“ und „progressiv“ eher positiv konnotierte Begriffe. Es ist bizarr: Die ARD-Tagesthemen antworten auf die Vorwürfe gegen den NDR, er sei zu „zu links“ – und bestätigen diese im selben Atemzug.
Auch bei NIUS Live wurde der Tagesthemen-Beitrag diskutiert:
Schauen Sie auch den Kommentar von Alexander Kissler:
NDR in linker Hand: Julia Ruhs gecancelt – Meinungsfreiheit in Gefahr
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