Collien Fernandes berichtete im NDR, dass sie Christian Ulmen Social-Media-Accounts für sich anlegen ließ
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In einem Podcast-Ausschnitt aus dem Jahr 2019 schildert Collien Fernandes beiläufig, wie ihr Ehemann Christian Ulmen vor Jahren ihre offiziellen Social-Media-Profile eingerichtet hat – und dabei bewusst ihren Doppelnamen „Fernandes“ wegließ. Die Schauspielerin und Moderatorin, die bis zu ihrer Trennung als Collien Ulmen-Fernandes bekannt war, spricht in dem Gespräch lachend über die Hilfe ihres Mannes bei der Einrichtung der Accounts. Über die Aussagen hatte zuerst die X-Userin Critical Cat berichtet.
In dem n.joy-Podcast mit Moderatorin Eva Schulz sagt diese zu Fernandes: „Ich habe überlegt, wenn ich dir eine Twitterbio schreiben würde, dann stünde da wahrscheinlich irgendwie auch nach dem, was du jetzt erzählt hast: Moderatorin, Schauspielerin, Autorin, vielleicht noch Mutter“, so die Interviewerin. „Dann habe ich geguckt, was deine wirkliche Twitterbio ist, und da steht: Immobilienbesitzerin, Ehefrau, neu bei Twitter. Und ich dachte: Wie geil! Immobilienbesitzerin.“
Fernandes antwortet: „Ja, mein Mann hat für mich den Twitter-Account angelegt und das hat er da hingeschrieben. Ich hätte, glaube ich, Ehefrau da nicht reingeschrieben. Aber das war ihm wichtig.“ Sie ergänzt: „Und er hat auch das Fernandes weggelassen. Er hat mir auch mein Instagram damals eingerichtet. Und wenn mein Mann was einrichtet, das erkennt man immer daran, dass das Fernandes fehlt, also kein Doppelname, sondern nur Ulmen. Er hatte sich, glaube ich, auf jeden Fall gewünscht, dass ich nur Ulmen heiße und nicht Ulmen-Fernandes.“
Auf die Frage, ob es deswegen eine Diskussion gegeben habe, erklärt Fernandes: „Nee, das war für mich ganz klar, dass ich den Doppelnamen annehme. Aber das haben ja Männer manchmal, dass sie gerne so ihren Stempel drauf machen. So, jetzt meins. Und ihm wäre Ulmen, nur Ulmen, lieber gewesen.“
Waren die Fake-Accounts Missbrauch – oder ließ sich Fernandes von Ulmen helfen?
Die Aussagen sind in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Sie stammen aus einem älteren NDR-Podcast-Gespräch, das nun genau in dem Moment wieder auftaucht, in dem sich das einstige Promi-Paar in einer erbitterten medial-juristischen Auseinandersetzung befindet. Gestern hatten die Strafverteidiger von Christian Ulmen ein Pressestatement veröffentlicht und juristische Schritte gegen den Spiegel angekündigt. Daraufhin meldete sich Collien Fernandes auf Instagram erneut zu Wort und ging abermals auf die von Ulmen betriebenen Fake-Accounts ein – jene Profile, die sie ihrem Ex-Mann vorwirft und dabei behauptet, er habe sie jahrelang unter ihrem Namen angelegt und für das Versenden sexualisierter Inhalte genutzt.

Schlammschlacht bei einem medialen Powercouple: Collien Fernandes und Christian Ulmen.
Der Konflikt hatte vergangene Woche durch eine methodisch fragwürdige Spiegel-Recherche Brisanz erhalten: Fernandes soll dem Medienbericht zufolge Strafanzeige gegen Ulmen erstattet haben und ihm vorgeworfen haben, über Jahre Fake-Profile mit pornografischen Inhalten von ihr betrieben zu haben, mit denen er andere Männer anschrieb. Sie sprach von „virtueller Vergewaltigung“ und Identitätsdiebstahl. Ulmen weist die Vorwürfe über seine Anwälte zurück. Die Auseinandersetzung hat nicht nur die Boulevardmedien, sondern auch die Politik beschäftigt – bis hin zu Forderungen nach schärferen Gesetzen gegen digitale Gewalt –, obwohl Fernandes wenig später eingestand, dass Ulmen nie Deepfakes von ihr erstellt oder versendet hätte.
Der nun wiederentdeckte Podcast-Ausschnitt wirft ein neues Licht auf die Vorgeschichte. Er zeigt, dass Fernandes bereits vor Jahren öffentlich und ohne jede Andeutung von Heimlichkeit darüber sprach, dass Ulmen ihre offiziellen Accounts verwaltete – und dabei sogar ihren Geburtsnamen tilgte, was sie damals nicht zu beunruhigen schien, sondern wie eine willkommene Hilfsleistung daherkam.
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