Correctiv und der Deportationsmythos: ARD-Kontraste lügt über Inhalte ihrer eigenen Reportage
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In einer Sendung des ARD-Politmagazins Kontraste wurden im Anschluss an die Correctiv-Veröffentlichung zu einer politischen Zusammenkunft in Potsdam direkte Parallelen zu den Anfängen der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten gezogen. Correctiv verneinte beim Potsdam-Treffen besprochene Deportationspläne vor Gericht. Damit konfrontierte NIUS die Redaktion von Kontraste. Doch die Presseabteilung antwortet ausweichend.
ARD-Kontraste befragte in einem am 2. Februar erstausgestrahlten Beitrag zur Correctiv-Inszenierung im Berliner Ensemble, in der ein fiktiver Martin Sellner auf der Theaterbühne steht und spricht, die Historikerin Miriam Rürup. Sie ordnete die Aussagen Sellners wie folgt ein: „Die Remigrationsfantasien sind ja nur so ein Codewort für Deportationen und Massenausweisungen und Entzug von Staatsbürgerschaft. Als 1933 die Ausgrenzung der Jüdinnen und Juden begonnen hat, war das gleich verbunden mit Fragen von Staatsbürgerschaft, mit ganz handfesten Regelungen für: Wie können wir die Juden aus dem deutschen Volk entfernen?“

ARD-Kontraste verglich das in Potsdam Besprochene mit den Verbrechen der Nationalsozialisten.
Nun hatte Correctiv im Presseclub und vor dem Landgericht Hamburg klargestellt, es sei „zutreffend“, „dass die Teilnehmer*innen nicht über eine rechts-, insbesondere grundgesetzwidrige Verbringung oder Deportation deutscher Staatsbürger gesprochen haben“. ARD-Kontraste hat also falsch berichtet und führt den Zuschauer bis jetzt in die Irre. Die Deportationsanalogien sind ein musterhaftes Beispiel für Desinformation. Auf YouTube und in der ARD-Mediathek ist die Sendung ohne Korrektur weiterhin abrufbar.
NIUS hat die Redaktion mit den Aussagen der Correctiv-Anwälte konfrontiert. Die vollständig zitierte Antwort: „Nach Rücksprache mit der Redaktion darf ich Sie bitten, sich den Beitrag nochmal aufmerksam anzuschauen. Dann werden Sie feststellen, dass Frau Prof. Rürup sich eindeutig zum Thema Eugenik äußert. Mehr gibt es von unserer Seite zu dem Beitrag nicht zu sagen.“ Die Kontraste-Redaktion behauptet wahrheitswidrig, dass die Historikerin über Eugenik spreche, um zu der Deportationsanalogien keine Stellung zu beziehen.
Schauen Sie sich den folgenden Ausschnitt aus der Sendung an:
Hier ist der E-Mail-Verkehr zwischen NIUS und ARD-Kontraste dokumentiert:

Auf klare Fragen von NIUS verweigert ARD-Kontraste also eine redliche Antwort, um die Tatsache zu umschiffen, dass das Politmagazin falsch berichtet hat. Mit dem Pressekodex, der unter anderem eine Sorgfaltspflicht beeinhaltet sowie die Richtigstellung von Falschmeldungen, ist dieses Vorgehen nicht vereinbar.
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