„Datteltäter Academy“: So werden Steuergelder an ARD-Journalisten verteilt
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„Demokratie leben!“ ist ein groß angelegtes Förderprogramm des Familienministeriums, das in diesem Jahr mit rund 182 Millionen Euro zahlreiche Projekte mit Steuergeld unterstützt. Diese Projekte sollen die Demokratie stärken, Extremismus vorbeugen und für mehr Vielfalt in der Gesellschaft sorgen. Eines dieser Projekte ist die „Datteltäter Academy“, das für die Jahre 2020 bis 2024 bereits mit über 800.000 Euro ausgestattet wurde.
Die „Datteltäter Academy“ ist ein Projekt des Formats „Datteltäter“ von Funk, das zum Jugendangebot von ARD und ZDF gehört. Die Datteltäter Academy wird von den bekannten Gesichtern des Funk-Formats betrieben, die sich auf diesem Weg neben Rundfunkgebühren auch direkt aus der Staatskasse honorieren lassen.

Ein Satireformat gegen antimuslimischen Rassismus
Die „Datteltäter“ verstehen sich als Satireformat, das seit 2016 von ARD und ZDF finanziert wird. Vornehmlich auf Youtube werden Videos produziert, die die Lebensrealitäten von Muslimen in Deutschland illustrieren sollen. Der Content der „Datteltäter“ besteht aus missglückten Witzen über „Almans“, dem Thematisieren von antimuslimischem Rassismus oder Humoriges über IS-Terror.
Mitbegründerin des Kanals ist Nemi El-Hassan, die in der Anfangszeit an zahlreichen Beiträgen mitgewirkt hat. Später fiel sie durch islamistische und antisemitische Äußerungen auf. Aufgrund öffentlichen Drucks trennte sich der WDR von El-Hassan, die die Sendung Quarks moderieren sollte. Kurz darauf heuerte sie beim Jugendformat „Der Fall“ beim ZDF an.
Ziel der „Datteltäter Academy“: Medien sollen migrantischer werden
Ein besonderes Anliegen des Kanalbetreibers Younes Al-Amayra ist die verstärkte Präsenz von muslimischen Migranten in den Medien. Dabei geht es ihm nicht nur um das Erstellen entsprechender Inhalte oder Netzwerk-Pflege zu Medienhäusern. Sein Ziel ist die Verfestigung einer Community migrantischer Medienmacher, die sich vor allem aus jungen Leuten generiert.
Zu diesem Zweck hat sich die „Datteltäter Academy“ gegründet, die sich als „Safe Space“ für Migranten definiert und so die Medienwelt „pluralistischer“ gestalten möchte.
Einmal pro Jahr können sich medienaffine Migranten bewerben, um an einem Programm teilzunehmen, das mit Workshops und sogenannten Retreats das kreative Arbeiten fördern soll. Professionelle Begleitung erhalten die Teilnehmer von 17 Mentoren, von denen 12 hauptberuflich bei ARD und ZDF arbeiten. Projektleiter ist Younes Al-Amaya, der von Dennis Markner unterstützt wird und für die Teilnehmerbetreuung zuständig ist. Beide haben gleichzeitig zentrale Rollen beim Stab des ARD-Jugendprogramms „Datteltäter“ inne. Neben der Geschäftsleitung ist Al-Amaya Darsteller, Regisseur, Cutter und Kameramann. Dennis Markner kümmert sich bei dem Funk-Format um Redaktion, Regie und Produktionsleitung.

Steuergelder als Fördermittel: Wie unabhängig sind die „Datteltäter“?
ARD und ZDF betonen stets, dass ihr Journalismus staatsfern sei. Jedoch tauchen immer wieder Zahlungsströme direkt aus Ministerien an Journalisten der öffentlichen Anstalten auf. So auch in diesem Fall.
Über die „Datteltäter Academy“ werden Steuergelder als Fördermittel an die ARD-Journalisten vom Funk-Format Datteltäter ausgezahlt.
Die Frage sollte also erlaubt sein: Wie kritisch berichten Journalisten über ihre Geldgeber in der Regierung, wenn sie für ihre Nebentätigkeiten fürstlich honoriert werden? Und: Inwiefern sind diese Gelder als Gefälligkeitszahlungen einzuordnen, damit die Arbeit der Regierung von den ARD-Journalisten positiv dargestellt wird?
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