Dieser Kommentar von Georg Restle zeigt, wie realitätsfremd ARD-Journalisten über Kriminalität reden
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Schon wieder sorgt Georg Restle, ARD-Journalist und Redaktionsleiter des Magazins Monitor, für Verwirrung. In einem Kommentar in den Tagesthemen behauptet Restle, dass die Zahlen der Bundeskriminalstatistik „alles andere als dramatisch“ seien. Unter der Rubrik Meinung wird Gewaltkriminalität kleingeredet, die Polizeiliche Kriminalstatistik umgedeutet und es werden Falschbehauptungen aufgestellt.
So kommentierte Georg Restle das dramatische Hoch in der Gewaltkriminalität: „Der Anstieg hat zu einem großen Teilen damit etwas zu tun, dass die Zahl der Nicht-Deutschen insgesamt zugenommen hat. Ins Verhältnis gesetzt, sind die Zahlen alles andere als dramatisch.“ Setzt man die Zahlen tatsächlich zueinander ins Verhältnis, zeigt sich: Der Ausländeranteil an der Gewaltkriminalität beträgt 37 Prozent und ist damit mehr als doppelt so hoch als der ausländische Bevölkerungsanteil, der bei 15 Prozent liegt. Dies sind durchaus dramatische Zahlen, die es zu benennen gilt – eigentlich.
Restles Behauptung, dass der Anstieg „zu großen Teilen“ mit gestiegener Zuwanderung zu tun habe, ist ebenfalls sachlich falsch: Während der Ausländeranteil an der Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent stieg, hat der Ausländeranteil an der Gewaltkriminalität sehr viel stärker zugenommen: um 14,5 Prozent. Er ist also überproportional zur Zunahme der Zuwanderung gestiegen.
Es ist zweifelhaft, ob Restle sich überhaupt mit den Zahlen der Kriminalstatistik auseinandergesetzt hat. Die Kriminalpolizei stuft die Trends als stark bis sehr stark (siehe die roten Pfeile) ein. Die von ihm bestrittene Überproportionalität ist kaum übersehbar:

Polizeiliche Kriminalstatistik 2023.
Schließlich erhebt Restle gegenüber der Polizei und der Bevölkerung implizite Rassismusvorwürfe. Gegen Ausländer würde häufiger ermittelt und sie würden häufiger angezeigt werden. Dies wird behauptet, ohne dafür Belege zu liefern. Und auch dieser Ansatz erklärt den explosiven Anstieg seit 2021 nicht:

Es gibt einen staatlichen Kontrollverlust in der Gewaltkriminalität.
Restles Fazit kommt einer Realitätsleugnung und Opferverhöhnung gleich: Deutsche und Ausländer seien im Prinzip gleichermaßen kriminell. Allein die Bedingungen, unter denen die Menschen in Deutschland leben, würden darüber entscheiden, wer kriminell wird. Kulturelle, ideologische, religiöse Faktoren – sie alle finden nicht statt oder werden geleugnet. Letztlich steht so immer die deutsche Gesellschaft in der Verantwortung. Es kann kein Zuviel in der Migration geben, nur ein zu Wenig an Moral.
Georg Restles Kommentar folgte in den Tagesthemen auf ein Interview mit Nancy Faeser. Auffällig ist: Restle lässt noch weniger Problembewusstsein erkennen als die Regierung. Ein linker Ideologe leugnet die Realität – zur besten Sendezeit, steuerfinanziert und ohne, dass ihm widersprochen wird.
Restles Auseinandersetzung mit offizieller Statistik entspricht weder journalistischen Standards, noch erlaubt der Rundfunkstaatsvertrag eine derart einseitige und Agenda-getriebene Interpretation objektiver Sachverhalte.
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