Drogen, Islamisten, linke Ideologie: So werden Jugendliche im öffentlich-rechtlichen Rundfunk indoktriniert
Der Unmut der deutschen Bevölkerung über das einseitig ideologisierte Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist groß. Nicht nur wird man als Bürger dazu gezwungen dafür zu zahlen – es findet auch kaum Meinungsvielfalt statt. Explizit linken Positionen und Persönlichkeiten wird eine überproportional große Bühne geboten.
Im Funk-Format „Hypeculture“ wird das überdeutlich. Neben einer Gästeauswahl mit überdeutlich linker Schlagseite, offen vorgetragenem Antisemitismus und der Glorifizierung von Drogen und Antikapitalismus, bietet das Format eine offene Bühne für Kriminelle und sogar einen Lobbyisten einer türkisch-islamistischen Partei.
„Hypeculture schlüsselt Trends aus der HipHop-Culture auf und lässt Vertreter:innen aus dieser darauf reagieren“, heißt es seitens des ZDF. Die erste Folge erschien im Juni 2022 – mittlerweile erschien das Format mit über 40 Episoden und gewann den Grimme-Preis.
NIUS nahm das Format unter die Lupe und präsentiert eine Auswahl problematischer, mit Zwangsgebühren finanzierter Inhalte:
Die Auswahl der (linken) Gäste
Was beim Anschauen der Sendung auffällt: Nahezu ausnahmslos alle Gäste und „Vetreter:innen“ der „HipHop-Culture“ können dem eindeutig linken Spektrum zugeordnet werden. Die einzelnen Ausnahmen bilden Figuren aus islamistischen Kreisen.
NIUS fragte bei Funk nach, ob die Gäste zuvor auf problematische bzw. extremistische Hintergründe geprüft werden. Funk antwortete: „Die Gäste bei HYPECULTURE werden nach redaktionellen Gesichtspunkten im Hinblick auf ihre Expertise ausgewählt. Die inhaltliche Tiefe und Ausgewogenheit des Beitrags stehen dabei im Vordergrund. Natürlich bieten wir zum Beispiel ausgewiesenen Multiplikatoren extremistischer Bewegungen keine Plattform. Dies ist auch in keiner Weise geschehen.“
Hypeculture zahlt den Gästen keine Gage. „In einzelnen Fällen werden Aufwandsentschädigungen wie beispielsweise Reisekosten erstattet“, so Funk zu NIUS. Bedeutet: Die Gäste können potenziell durchaus materiell von den Rundfunkgebühren profitieren, sofern sie eine Anreise in Kauf nehmen.
NIUS präsentiert eine Auswahl der geladenen Vertreter der Hip-Hop-Kultur:
Massiv
In der Folge „Warum machen Rapper Eistee, Vapes & Pizza?“ wird als Experte der nach Berlin zugezogene Rapper Massiv, bürgerlich Wasim Taha, eingeladen. Berühmt für Lieder wie „Ghettolied Intifada“, „Gaza“ und „Palestine“, verbreitete Massiv Spekulationen zum Mitwirken von Juden an den Anschlägen vom 11. September.

Zwar liegt dieser Facebook-Post weit in der Vergangenheit – an Massivs israelfeindlichen Einstellung hat sich jedoch sichtlich nichts verändert.
Zusätzlich hetzt der den Berliner Wedding repräsentierende Araber gegen Israel: Während der Nahost-Eskalation im Frühling 2021 verglich er den Gaza-Streifen mit dem Warschauer Ghetto und warf den Juden vor, das Wasser der Palästinenser zu versalzen. 2015 schrieb er einen Song („Verurteilt“) aus der Perspektive des Islamisten Bilal Gümüs, den er als Held und Opfer von Rassismus darstellte.
Auch zu dem kriminellen Berliner Remmo-Clan pflegt der Rapper Kontakte. Obwohl die arabischstämmige Großfamilie für Geldwäsche, Einbrüche und Morde bekannt ist, widmete Massiv dem Kopf des Remmo-Clans, Ashraf Remmo, eine Lobeshymne.
Ein weiteres Beispiel für Massivs Antisemitismus findet sich in dem Song „Hausverbot in Tel Aviv“, mit dem Rapper Sinan G, der in der Vergangenheit Sympathien für die Terrororganisation Hisbolla äußerte und ebenfalls bei „Hypeculture“ zu Gast war:
Der Irani und der Arabi haben Hausverbot in Tel Aviv
Bombengürtel zelame
Gefälschte Pässe in der Hotel Suite
Lak ich kidnappe eine Boeing und schieß auf deine Family
Massiv – Hausverbot in Tel Aviv
Die ausgewählte Textstelle bedarf keiner weiteren Einordnung.

Der Rapper Massiv zu Gast bei „Hypeculture“
Marcus Staiger
In der „Hypeculture“-Folge über den Berliner Stadtteil Kreuzberg ist der ebenfalls nach Berlin zugezogene Anarcho-Kommunist Marcus Staiger zu Gast. Staiger ist durch das Rap-Label „Royal Bunker“ und seine Arbeit mit extrem Linken Künstlern wie KIZ bekannt geworden. In der Sendung macht Staiger Werbung für die Bewegung „Deutsche Wohnen Enteignen“, romantisiert die linksextreme 1. Mai Demo und behauptet, man lasse Problembezirke absichtlich verkommen, um sie zu säubern und danach die Mieten anzuheben.
Staiger ist bekannt für seine extrem linken Ansichten: Sein Einsatz für Enteignungen und gegen Abschiebungen lässt sich auf seinen sozialen Kanälen nachverfolgen. Auf seinem Instagram Account schrieb er positiv über die sogenannte LL-Demo, eine linksextreme Demonstration, bei der in diesem Jahr 21 Polizeibeamte durch Gewaltausschreitungen verletzt wurden.
Ähnlich wie der rbb, bietet Staiger in seinem Format KOMM:ON der linksradikalen antisemitischen Bewegung Migrantifa eine Bühne. Das verwundert nicht, der Schwabe hostete regelmäßig israelfeindliche Rap-Veranstaltungen mit Künstlern wie dem Kommunisten Disarstar oder MC Intifada.

Die Veranstaltung fand statt mit der Teilnahme Marcus Staigers. (Quelle: Facebook ARAB Antifa)
Schon vor seinem Auftritt profitierte Marcus Staiger von Rundfunkgebühren: Gemeinsam mit Mohamed Chahrour hostete er den 12 Folgen langen rbb-Podcast „Clanland“. Dieser handelte von (arabischen) Großfamilien, mit dem Ziel, eine apologetische Alternative zur eher kritischen Berichterstattung über jene Großfamilien seitens der privatfinanzierten Medienhäuser anzubieten.
Chahrour selbst war ebenfalls zu Gast bei „Hypeculture“ – in der Folge „Straßenslang“. Staiger pflegt auch Kontakt zum zuvor vorgestellten Rapper Massiv.

„Clanland“ vom rbb
In einem Artikel in der Jungen Welt nimmt Staiger Israelhasser in Schutz, wirft Israel einen Genozid vor, behauptet, dass keiner die islamistische Terrororganisation leiden könne und bezeichnet Israels Bodenoffensive als einen „Rachefeldzug“. Dass das israelische Militär seine eigenen Soldaten in Gefahr bringt, um palästinensische Zivilisten zu schonen, dass die Hamas Hunderte von Geiseln, darunter auch Deutsche, nahm und dass das Ziel der Offensive die Vernichtung der Terrororganisation Hamas ist, die laut Staiger keiner leiden könne, verschweigt der Kommunist.
NIUS fragte Funk nach dem Antisemitismus von Staiger und Massiv: Funk verneinte jeglichen Extremismus und schrieb: „Wir schätzen die Wortbeiträge von Herrn Staiger und Herrn Taha zu den jeweiligen Themen Kreuzberg und Rapper-Produkte weiterhin als bereichernd ein.“
Senol Kayaci
Ebenfalls zu Gast in der Folge über Kreuzberg ist Senol Kayaci, ein Ex-Mitglied der Berliner Straßengang „36 Boys“. Während Kayaci in der Folge als geläutert auftritt, findet sich auf seinem Instagram-Profil reihenweise Werbung für das Erdogan-Regime und die erdogan-nahe, neu in Deutschland gegründete DAVA-Partei.

Zwei Beispiel-Posts von Kayacis Instagram
In einem anderen Post berichtet er von einem Treffen mit AKP-Politikern, da ist es kein Wunder, dass er sich an Kritik an den von Erdogan protegierten Ditib-Gemeinden stört. Liberale Muslime die die Kooperation der Regierung mit solchen Gemeinden kritisieren, vergleicht Kayaci auf Instagram mit „Pädophilen, die über Belange von Kindern sprechen“.

Zusätzlich stellt Kayaci den Nahostkonflikt einseitig anti-israelisch dar, impliziert, dass Israel einen Bezug zum IS hätte, solidarisiert sich mit Antonio Rüdiger in der „IS-Finger“-Debatte und wünschte dem irakischen Koran-Verbrenner Salwan Momika den Tod:

El Hotzo
In der Folge zur „Neuen Maskulinität“ ist der Böhmermann-Witzeschreiber Sebastian Hotz zu Gast. Hotz alias El Hotzo sorgte in der Vergangenheit für Furore, indem er auf X linke Gewalt relativierte: „Man kann sich vor linksextremer Gewalt recht einfach schützen, indem man z.B. kein Nazi ist“.

Nach einem Angriff auf das Auto eines FDP-Politikers, konnte der Böhmermann-Autor es sich auch nicht verkneifen, diesen Angriff als „unterstützenswert“ zu bezeichnen:

Nicht nur linke Gewaltfantasien finden bei El Hotzo Erwähnung, auch der linke Enteignungstraum ist ihm nicht fremd:

Ebenso nicht fremd ist El Hotzo der Antisemitismus – wie allen zuvor genannten Gästen. So unterzeichnete El Hotzo etwa den Solidaritäts-Brief für Nemi El-Hassan. El-Hassan, Moderatorin des WDR-Wissenschaftsformats „Quarks“, geriet 2021 in einen Medienskandal aufgrund ihrer Teilnahme am judenfeindlichen al-Quds-Marsch in Berlin im Jahr 2014 und diverser Aussagen in sozialen Medien, die als antisemitisch interpretiert wurden. Gegen die Reaktion des öffentlich-rechtlichen Arbeitgebers unterschrieben einige „Judenhass-Relativierer“ diesen Brief, darunter auch El Hotzo.

Hotz nimmt antisemitische Kollegen in Schutz, da ist es nicht weiter verwunderlich, dass er bei Instagram mehreren explizit antisemitischen Accounts folgt, beispielsweise der israelfeindlichen und linksextremen Migrantifa. Zuvor folgte Hotz auch Hasan Ö., dem antisemitischen Kopf hinter „Fridays For Future“.

Nahezu alle eingeladenen Medienschaffenden, Szenekenner und Publizisten stammen aus dem linken Spektrum – ob Özge Inan (der Freitag, Mission Liefeline), Max Richard Leßmann, Fikri Anıl Altıntaş (der Freitag, taz) oder Patrick Mushatsi-Kareba.
Letzterer ist laut LinkedIn CEO von Sony Music GSA und fordert auf seinem Instagram Solidarität mit der gewalttätigen linksextremen „Hammer-Bande“, repräsentiert durch Lina E. Zusätzlich teilt er ein Poster vom Kommunisten-Rapper Disarstar, der bei Four Music, einer Tochtergesellschaft von Sony Music Entertainment, unter Vertrag steht.

YGT & Dietrich
Antisemitismus oder Israelhass scheint der gemeinsame Nenner vieler Gäste, so ist auch das israelfeindliche Rapper-Duo 42 bestehend aus Dietrich und YGT in der Episode über Sturmmasken zu Gast. In dem Lied „Free Palestine“ betreiben die Musiker eine klassische Täter-Opfer-Umkehr, indem sie behaupten, die Palästinenser „wollten den Frieden und bekamen den Krieg“.
Zur Erinnerung: Am 7. Oktober 2023 griff die islamistische Hamas Israel an, mordete, vergewaltigte und entführte Zivilisten. Als Reaktion startete das israelische Militär eine Bodenoffensive gegen die Terrororganisation. Der Krieg wurde, wie in nahezu jedem Krieg mit der Beteiligung Israels, von den Arabern begonnen.
Der Song ist durchzogen von Geschichtsrevisionismus und Respektlosigkeit gegenüber den Opfern des barbarischen Zivilisationsbruchs.
So rappt Dietrich:
Free West Bank (Free), free Gaza (Free)
Bruder, Aufstand, Intifada (Hah)
Dietrich – Free Palestine
Intifada steht für den gewaltsamen Aufstand, Terroranschläge gegen Zivilisten und gezielte Morde. Weiter bezichtigt Dietrich Israel haltlos eines Genozids und Deutschland ebenso haltlos der Mittäterschaft. Später im Song äußert er sich respektlos gegenüber dem Massaker der Hamas am Nova Festival. Dort wurden junge, feiernde Menschen von Islamisten abgeschlachtet und vergewaltigt.
Viele machen ihre Augen zu
Und das Blut sickert weiter in die Erde
Und ich ficke euer Festival
Weil paar Kilometer weiter Kinder sterben
Dietrich – Free Palestine

Dietrich und YGT bei „Hypeculture“
Auch zu nennen ist der Sänger BRKN aus der Folge über „Bape“ – auch ihm werden Kontakte zu der linkradikalen und israelfeindlichen Migrantifa nachgesagt.
NIUS fragte bei Funk nach, ob sich in der Redaktion von „Hypeculture“ auch Juden finden, die einen Einfluss auf die Auswahl der (teilweise antisemitischen) Gäste nehmen. „Hypeculture“ antwortet nicht auf die Frage. Zur Erinnerung: Funk behauptet, den Multiplikatoren von extremistischem Gedankengut keine Plattform zu bieten. Und: dass dies auch nicht passiert sei.
Verfehlter Bildungsauftrag für die jungen Zuschauer
„Hypeculture“ gehört zum Angebot von Funk. Funk produziert Inhalte für Zuschauer im Alter von 14 und 29. Daher kann man davon ausgehen, dass die Produkte des Funk-Netzwerks einen gewissen Bildungsauftrag verfolgen. Schaut man auf die vermittelte Ideologie und das Wertesystem von „Hypeculture“, stellt sich allerdings die Frage, ob der Staat bewusst möchte, dass Jugendliche derartig indoktriniert werden.
Neben den oben bereits genannten linken Ideologen, finden sich unter den „Vertretern der Hip-Hop-Kultur“ weitere fragwürdige Vorbilder. Zum Beispiel ist in der „Hypeculture“-Folge über Mixed Martial Arts der Frankfurter Rapper „Mo Douzi“ zu Gast. Er erlangte Berühmtheit als Mitbetreiber eines Laufhauses und saß bereits hinter Gittern. Auch der Rapper Koljah Goldstein wurde für eine „Hypeculture“-Folge eingeladen. Goldstein erlangte bundesweite Berühmtheit durch die ZDF-Reportage „Kokainhandel – Wir sind stärker als der Staat“. Darin erzählt der Milieu-Kenner über die Hintergründe des Drogenhandels im großen Stil. In der Deutsch-Rap-Szene wird Koljah Goldstein als authentischer Rapper gehandelt, er solle echte Kontakte in die Unterwelt haben und seine Texte sollen auf wahren Begebenheiten basieren. Seine Texte handeln von Drogenhandel, Auftragsmorden, Mafia-Strukturen und Leichenbeseitigung. Goldstein wohnt mittlerweile in Dubai, da gegen ihn ein EU-weiter Haftbefehl vorliegt – zuvor saß er bereits einige Male im Gefängnis.
Zwei Rapper mit kriminellem Hintergrund werden ohne weitere Einordnung den jugendlichen Zuschauern als „Vetreter der Hip-Hop-Kultur“ präsentiert.
Doch auch abseits dieser Akteure finden sich fragwürdige moralische Ansichten, die dem jungen Zuschauer nähergebracht werden:
So erzählt der Rapper Kool Savas in der Folge „Darum ist Kreuzberg Legende“ darüber, wie er und seine Freunde im jungen Alter Böller auf die Polizei warfen. Diese Anekdote des sympathisch auftretenden Rappers wird nicht weiter eingeordnet oder verurteilt, vielmehr werden die Krawalle am 1. Mai als Ausbruch der Unzufriedenheit des Berliner Prekariats dargestellt. Das geht so weit, dass die Positionen der linken Bürgerbewegung „Kotti für alle“ kommentarlos wiedergegeben werden. Diese hält es für falsch, dass die Polizei am Kriminalhotspot gegen die Zustände durchgreift.

Egal ob Tilidin, Marihuana oder Kokain – die Thematisierung von Drogenkonsum spielt im Funk-Format „Hypeculture“ eine essentielle Rolle.
Lila Opiate
Viele Episoden des umstrittenen Jugendformats handeln von Drogenkonsum, so auch die Folge „Lean, Codein, Purple Drank - Woher kommt der Hype um Lean?“. Das sogenannte „Lean“ ist eine Mischung aus codeinhaltigem Hustensaft und Zitronenlimonade. Wenn beide Stoffe mteinander vermischt werden, entsteht ein lilafarbenes Getränk, das oft auch als „Purple Drank“ bezeichnet wird. Das Problem dabei: Codein ist ein Opiat und macht stark süchtig. Darauf geht auch das Format selbst ein und beginnt die Folge mit einem Warnhinweis, in dem es unter anderem heißt: „Dieses Video soll weder zur Nachahmung noch zum Konsum animieren.“ Und: „Außerdem bilden wir die Sichtweise von Menschen ab, die sich in dieser Szene bewegen und in dieser stattfinden.“ Doch genau dieser Umstand führt zur Verharmlosung des Opiat-Saftgetränks.

„Dieses Video soll weder zur Nachahmung noch zum Konsum animieren“, heißt es in der Folge über den sogenannten „Purple Drank“.
Trotz des mahnenden Hinweises zu Beginn der Sendung, die sich vor allem an Personen im Alter „von 14 bis 29 Jahren“ richtet, findet ein eher enthemmter und unbeschwerter Umgang mit der Thematik des Codeinkonsums statt. So sprechen mehrere interviewte Rapper positiv über den Konsum von „Lean“, darunter auch der selbsternannte „Autotune-Rapper“ KDM Shey. Dieser verharmlost die Droge durch Aussagen wie: „Es ist ja nicht mal unter den Opiaten ein starkes Opiat“. Er spricht darüber, dass „Rap realer geworden“ sei, seitdem Rapper Drogen nicht nur verkaufen, sondern auch selbst komsumieren würden. Während der ganzen Folge wird der Rapper außerdem mit einem Lean-typischen Becher, also einem Becher, den Menschen in der Drogenszene normalerweise nutzen, um Codeinsaft zu konsumieren, gezeigt.

„Wenn ich das konsumiere, kann ich auch darüber rappen. Das ist auch mein Recht finde ich“, sagt der Rapper KDM Shey im Interview mit dem Jugendformat „Hypeculture“.
Doch KDM Shey wird nicht nur im Format „Hypeculture“ als Hustensaftkonsument dargestellt. So zeigt er sich auf seinen eigenen Social Media Profilen und in seinen Musikvideos immer wieder zusammen mit dem Getränk, aber auch anderen Substanzen gegenüber ist der Rapper nicht abgeneigt: In Musikvideos mit Titeln wie „Painkillers“, „Apotheker“ oder „Opiate“ benutzt der Rapper Sprechgesang, um seinen Drogenkonsum zu umschreiben und zeigt dabei auch Crackpfeifen und Heroinspritzen.
Mit dem Hintergrund des expliziten Hinweises im Video, dass die Codeinsaftmischung „bei Überdosierung zu Lähmung von Herz und Atmung führen“ kann, das Suchtpotenzial der Droge „extrem hoch“ ist und Codein „ein Opiat so wie Heroin auch“ ist, wirkt es bizarr, dass einem Rapper wie KDM Shey eine Bühne geboten wurde, obwohl er bereits im Vorfeld der Sendung bekannt war für Verse wie: „Ich hab' Opiate wie ein Apotheker“ oder „Opiate, ja, du weißt, dass ich sie hab', sag mir was du willst, ganz egal in welcher Stadt“.

Ausschnitte aus Musikvideos von KDM Shey
Doch nicht nur die Verharmlosung von Drogen ist fragwürdig, vor allem für ein Format, das sich an Jugendliche und junge Erwachsene richtet. Da gibt es noch mehr.
Gangster sind Opfer von Rassismus
Auch der Schutz von Kriminellen durch eine Täter-Opfer-Umkehr spielt im Format eine Rolle. So werden die kriminellen Taten von Gangsterfiguren wie Pablo Escobar in der Episode „Scarface & Pate - Woher der Hype um Gangsterfilme?“ nicht etwa kritisch thematisiert, sondern damit gerechtfertigt, dass die Gangster angeblich zu viel Rassismus in der Gesellschaft erlebten.
Auch der umstrittene Rapper Sinan G, dem in der Vergangenheit bereits Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, Zuhälterei und Pädophilie vorgeworfen wurden, tritt in der Folge auf und bekundet seine Sympathie für sogenannte Gangsterfilme wie folgt: „Wir Kanacken in Deutschland, wir können uns damit gut identifizieren, weil es solche ähnlichen Strukturen bei uns auch gibt. Friedensrichter, Familien treffen sich, Auseinandersetzungen, in dem Ausmaß wie es da war (im Film), mit rumballern, sehr viele Tote, ist es hier nicht, aber sehr viele Parallelen, die auf uns hier in Deutschland schon zutreffen.“ Auch diese Aussage wird nicht problematisiert oder kritisch eingeordnet. Zusammen mit dem Rapper Massiv nahm Sinan G außerdem den umstrittenen Song „Hausverbot in Tel Aviv“ auf. Massiv wird in der Episode „Barbershop - Seiten auf Null, Taper Fade, Boxerschnitt“ als Positivbeispiel für Emotionen dargestellt und auch in dieser Episode muss der Rassismus als Sündenbock herhalten: Dieses Mal als angeblicher Auslöser für Depressionen.

Die zwei Skandal-Rapper Sinan G und Massiv zusammen.
Aber nicht nur hinsichtlich des Entstehens von Depressionen werden in dem Jugendformat fehlerhafte Informationen verbreitet. In der Episode „Neues Maskulin - Wie verändert sich Männlichkeit?!“ soll unter anderem die Frage beantwortet werden, warum Männer mit Migrationshintergrund als Machos gelten. Dies läge daran, dass die weiße Mehrheitsgesellschaft speziell Muslime dafür verurteilen würde, dass ihre Partnerinnen oft zuhause bleiben würden, während sie dies bei Christen nicht täten. Die von „Hypeculture“ vorgelegten Zahlen zeigen, dass es vor allem muslimische Partnerschaften sind, in denen die Frau nicht erwerbstätig ist:

Laut dem deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind vor allem Frauen in muslimischen Beziehungen nicht erwerbstätig.
„Egal wie viele Schwänze ihr lutscht, ihr werdet nicht schwarz“
Auch die Verbreitung der Critical Race Theory, einer beliebten linken politischen Theorie, laut der ein globales System weißer Vorherrschaft existieren würde, und in dem weiße Menschen per se als Unterdrücker und schwarze Menschen grundsätzlich als Opfer gelten, findet bei „Hypeculture“ statt. So lassen sich in dem Format immer wieder abwertende Kommentare über weiße Frauen finden, beispielsweise sprechen sich in der Folge „BBL (Brazilian Butt Lift) - Der perfekte A**?“ sowohl die Rapperin Nura als auch die Onlyfans-Darstellerin Yma Louisa gegen Gesäßoperationen von weißen Frauen aus, dabei kommt es zu vulgären Begründungen wie: „Egal wie viele Schwänze ihr lutscht, ihr werdet nicht schwarz“

Sie diskriminiert weiße Frauen offen: die Deutsch-Rapperin Nura
Auch in der Folge „Gelnägel - lang, bunt & auffällig“, wird das postkoloniale Narrativ verbreitet, dass weiße Frauen per se „schwarz sein“ und schwarzen Frauen etwas wegnehmen wollen. Lange, bunte Nägel würden außerdem ein Teil der „black culture“ sein und weiße Frauen ohne Gelnägel werden als „weiße Privatschulen-Girlies“ beleidigt. Aber nicht nur weiße Frauen werden im Funk-Format „Hypeculture“ zum Feindbild erklärt: In der Episode „Gesichtstattoos - Warum macht man Facetats?“ beschwert sich die Tätowiererin Melissa Scrooge darüber, dass weiße Männer sich tätowieren lassen, da Tattoos ein Teil indigener Kultur seien.
Die Produktionskosten einer Ausgabe von „Hypeculture“ wollte Funk auf NIUS-Anfrage nicht veröffentlichen. Klar ist nur, wofür es ausgegeben wird: für eine generelle Multiplikation linker, antisemitischer Positionen und eine ideologisierte Erziehung der Jugend.
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