Facebook will Faktenchecker kündigen: Geht Correctiv jetzt pleite?
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Nach der Ankündigung von Meta-Chef Mark Zuckerberg, die inhaltliche Kontrolle von Inhalten auf seinen Plattformen den „Community Notes“ zu überlassen, stellt sich die Frage, wie es nun mit den Faktencheckern weitergeht. Diese werden von Zuckerberg regelrecht rausgeschmissen – zuvor kassierten sie noch Geld von Meta.
In seiner Ansprache erklärt Zuckerberg: „Die Faktenprüfer waren einfach zu politisch voreingenommen und haben mehr Misstrauen gesät, als sie jemals Vertrauen schaffen konnten.“ Weiter spricht Zuckerberg von Zensur, die auf seinen Plattformen stattfand.
Diese Entwicklungen dürften Faktenchecker auch außerhalb der USA in Panik versetzen. So auch das selbsternannte Investigativ-Medium Correctiv, dem man, das ist gerichtlich bestätigt, jetzt auch tatsächlich „dreckige Lügen“ vorwerfen darf und das von acht Millionen inoffiziellen Faktencheckern träumt. Besondere Aufmerksamkeit erntete Correctiv durch die in großen Teilen frei erfundene Ente über das vermeintliche „Geheimtreffen von Potsdam“.
Zuckerberg sieht USA als Vorbild in Sachen Meinungsfreiheit
In seiner Ansprache kritisiert Zuckerberg die Politik und die „alten Medien“, sich immer mehr für Zensur eingesetzt zu haben. Die USA sieht Zuckerberg als Vorbild und Europa als Negativ-Beispiel. „Die USA haben die stärksten verfassungsmäßigen Garantien für freie Meinungsäußerung weltweit. In Europa gibt es immer mehr Gesetze, die Zensur institutionalisieren und Innovation erschweren“, so Zuckerberg. Weiter kündigte Zuckerberg an, mit Trump zusammenarbeiten zu wollen. Diesem wünschte man im privaten Umfeld der Correctiv-Funktionärin Anette Dowideit übrigens den Tod.
Auf NIUS-Anfrage kommentiert Correctiv die Entwicklungen wie folgt: „Wir beobachten die Entscheidung von Meta kritisch, da sie die mangelnde Bereitschaft der Plattform unterstreicht, ihrer Verantwortung im Einsatz gegen Desinformation gerecht zu werden.“

Meta-CEO Mark Zuckerberg
Correctiv erhielt Geld von Facebook
Nachdem X durch Elon Musk aufgekauft wurde, wiegte sich das „Faktenprüfer“-Kollektiv auf den Plattformen von Meta in Sicherheit. Auf der Correctiv-Webseite heißt es: „Seit 2017 sind wir Teil des Third Party Fact-Checking Programms von Meta (Facebook, Instagram, Threads, Whatsapp). Die Zusammenarbeit funktioniert gut.“ Jetzt fällt auch diese Bastion der kontrollierten Meinung dem Geist der Freiheit zum Opfer. Dabei kooperierte man zuvor doch so „gut“ mit Facebook und erhielt, neben Steuergeldern, auch Zahlungen vom blauen Social-Media-Riesen. 2017 spendete Facebook 105.000 Euro an Correctiv, berichtet der Mediendienst Kress.
Auf der eigenen Webseite erklärt Correctiv, dass Facebook-Beiträge, die von ihnen als „falsch“ gekennzeichnet werden, in der Reichweite eingeschränkt werden. Das könnte, dank des Sinneswandels Zuckerbergs, bald Geschichte sein. Correctiv zeigt sich gegenüber NIUS jedoch vorerst optimistisch. „Nach unserem Verständnis betrifft das Ende des Faktencheck-Programms akut nur die USA. Unsere Kooperation mit Meta in Deutschland läuft aktuell bis Ende 2025 weiter. CORRECTIV setzt auch über die Kooperation hinaus seine Arbeit gegen Desinformation wie gewohnt fort“, so ein Sprecher.
Auf die Frage nach der genauen Summe von Geldern, die Correctiv von Facebook erhielt, verweisen die Aktivisten auf ihr FAQ. Dort wird die Kooperation mit Facebook zwar begründet, doch die Finanzen nicht konkret aufgeführt. Kress schreibt dazu: „Eigentlich hat sich die gemeinnützige Organisation Transparenz auf die Fahnen geschrieben und listet alle größeren Geldgeber minutiös auf. Sogar das Gehalt von Gründer und Geschäftsführer David Schraven (2018: 89.000 Euro) findet sich auf der Website.“
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