Funkhaus lahm gelegt: Bauern Blockade vor ARD-Anstalt
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Gestern Abend beschlossen Landwirte, Mittelständler und Bürger aus ganz Bayern beim Funkhaus des Bayerischen Rundfunks in München-Unterföhring zu protestieren. Seit den frühen Morgenstunden versammelten sich rund 100 Fahrzeuge, darunter Traktoren, Bulldozer und LKW.
Die Organisatoren kritisieren die Berichterstattung in den öffentlichen Medien und sehen die Proteste der Landwirte und Mittelständler falsch und einseitig dargestellt. Sie fordern Sendezeit und möchten die Verantwortlichen zur Rede zu stellen.

Das BR-Funkhaus in München-Unterföhring ist von Traktoren umzingelt.
„Jetzt red i! “ – bayrische Bauern fordern Dialog
Die Teilnehmer des Protests sehen ihre Betriebe vor dem Aus und möchten auf ihre dramatische wirtschaftliche Lage mit Nachdruck hinweisen. Sie kritisieren die Medien scharf, dass sie immer wieder in eine rechtsradikale Ecke gestellt werden.
Ein Teilnehmer erzählt, dass er die Berichte über Schlüttsiel von ARD und ZDF als Schlag ins Gesicht der Bauern empfunden habe. Die Ereignisse hätten sich schlichtweg nicht so zugetragen, wie es die öffentlichen Medien berichtet hätten.
Andere sehen die zahlreichen Demonstrationen in Bayern nicht abgebildet in den regionalen Medien. Insbesondere im ländlich geprägten Oberbayern finden die vielen Aktionen der Landwirte, Handwerker und Mittelständler schlichtweg keinerlei Beachtung in der Presse.

Die Demonstranten fordern BR-Chefredakteur (blaue Steppjacke) zum Dialog.
Der Chefredakteur gibt Audienz
Am Vormittag lenkt der Bayerische Rundfunk ein und kündigt an, dass der Chefredakteur Christian Nitsche mit den Demonstranten sprechen wird. Das Gespräch soll live in die Redaktionen gestreamt werden. Allerdings findet die Unterredung nicht im Funkhaus statt, sondern in einem Container, der auf der Medienallee in Unterföhring vor dem Funkhaus steht.

Im Container wurde über die Anliegen der Bürger verhandelt.
Organisatoren fordern wahrheitsgemäße Berichterstattung
Viele Teilnehmer tragen Arbeitskleidung und sind spontan zu dem Protest in den Münchner Vorort gekommen, wo Sender wie der BR, Pro7 und Sky ihre Sendehäuser betreiben.
Friedlich versammeln sie sich die Demonstranten in Gruppen entlang der Medienallee, um ihre Anliegen vorzutragen.
Etwa eine Stunde spricht Chefredakteur Nitsche mit den Protestierenden im Container. Die Teilnehmer sind teilweise skeptisch, inwiefern die Aktion den Bayerischen Rundfunk dazu bewegen wird, über ihre Anliegen angemessen zu berichten. Sie sind schon lange unzufrieden mit dem öffentlichen Rundfunk. Die Berichterstattung sei zu einseitig und bilde die Lebensrealität der Menschen nicht ab.
Gegen 12.30 Uhr löst sich die Versammlung langsam auf.
Sollte sich nichts ändern, werden sie wiederkommen, kündigen die Demonstranten an.
Als die ersten Traktoren ihren Heimweg antreten, jubeln ihnen Passanten begeistert zu.
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