„Geiselaustausch“: ZDF-Moderatorin Dunja Hayali setzt palästinensische Mörder den unschuldigen israelischen Geiseln gleich
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738 Tage wurden die 20 Männer, die nun nach Israel zurückgekehrt sind, unter grausamen Bedingungen als Geiseln in Gaza festgehalten. Viele von ihnen in Tunneln unter der Erde, manche festgekettet an Fußfesseln. Am Montag kamen sie endlich frei. Der bittere Preis: Israel muss rund 1.700 palästinensische Straftäter in die Freiheit entlassen. Dieser nicht besonders kleine und nicht besonders feine Unterschied zwischen den beiden „austauschenden“ Parteien scheint ZDF-Moderatorin Dunja Hayali allerdings gleichgültig zu sein.
Im Morgenmagazin von ARD und ZDF sagte Hayali am Montagmorgen, als die Freilassung der israelischen Geiseln gerade in vollem Gange war: „Die Geiseln, die seit dem 7. Oktober 2023 in Händen der Hamas und des Islamischen Dschihad sind, sollen gegen etwa 2.000 Mitglieder – Teile sind bei der Hamas, aber es sind auch ganz normale Palästinenser darunter, die bisher in israelischen Gefängnissen gesessen haben – sollen in diesen Minuten freigelassen werden.“
Später gegen Ende der Sendung, bekräftigte Hayali dann nochmals, nachdem sie zunächst über die 20 israelischen Männer und deren Freilassung gesprochen hatte: „... auf der anderen Seite sind palästinensische Geiseln – allerdings auch Straftäter – sozusagen dabei, übergeben zu werden.“
„Palästinensische Geiseln“ und „normale Palästinenser“
Hayalis Wortewahl – „palästinensische Geiseln“, „normale Palästinenser“, „AUCH Straftäter“ – ist eine absolut infame Verzerrung der Realität, die bei den Zuschauern ein Bild nährt, das häufig heraufbeschworen wird. Nämlich, dass es in diesem Krieg zwei gleichwertige Parteien gibt, die sich an Grausamkeit nichts nehmen. Der eine nimmt Geiseln, und der andere eben auch.
Fakt ist: Zahlreiche derjenigen Menschen, die nun freigelassen wurden und noch werden, sind Mörder, die zu lebenslangen – oft sogar zu mehrfach lebenslangen – Haftstrafen verurteilt wurden. Und: ALLE Gefangenen der palästinensischen Seite sind verurteilte Straftäter, die in einem Gerichtsverfahren im Rechtsstaat Israel verurteilt wurden.
Mörder und Terroristen werden freigelassen
Beispielsweise Ahmad Kaabneh, der im Jahr 1997 Hagit Zavitsky und Liat Kastiel grausam mit einem Messer ermordete. Beide Frauen waren zu jenem Zeitpunkt 23 Jahre alt und badeten an einem abgelegenen Teich.

Hagit Zavitsky und Liat Kastiel
Oder der Terrorist Murad Abdallah Adais, der Dafna Meir im Jahr 2016 am Eingang ihres Hauses in Otniel ermordete. Er überraschte sie, stach ihr vor den Augen ihrer Kinder wiederholt in den Kopf.

Dafna Meir wurde vor den Augen ihrer Kinder ermordet.
Die Terroristenbrüder Muhammad und Abd Shamasneh wurden wegen Mordes an den Teenagern Lior Tubol und Ronen Karmani, dem Taxifahrer Rafi Doron und dem Soldaten Yehoshua Friedberg verurteilt. Sie verbüßen seit 33 Jahren Haftstrafen in Israel. Muhammad wurde zu drei lebenslangen Freiheitsstrafen plus 20 Jahren verurteilt, Abd zu vier lebenslangen Freiheitsstrafen plus 20 Jahren.

Lior Tubal und Ronen Karmani
154 Freigelassene Straftäter sollen in Drittländer abgeschoben werden
Erste Busse mit palästinensischen Freigelassenen aus dem Ofer-Gefängnis bei Jerusalem trafen bereits am Montag in Ramallah im Westjordanland ein. Es handelte sich um mehrere Dutzend Häftlinge, die zu langen Freiheitsstrafen verurteilt waren.
Insgesamt soll Israel nach der Vereinbarung über eine Waffenruhe mit der Hamas rund 1.700 im Gazastreifen festgenommene Palästinenser und rund 250 zu teils lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilte Häftlinge freilassen. Davon sollten 154 in Drittländer abgeschoben werden. Von den restlichen 96 sollten 88 ins Westjordanland oder nach Jerusalem und acht in den Gazastreifen gebracht werden.
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