Grüner Irrsinn bei der Filmförderung: Claudia Roth verbietet ungebleichtes Klopapier
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Haben Sie sich schon mal gefragt, warum deutsche Filme oft schlechter sind als ausländische? Der Grund könnte die Filmförderung des Bundes sein. Nachdem die Ampel am 8. Dezember 2021 ihr Amt angetreten hatte, krempelte sie das Förderwesen komplett auf „grün“ um.
Insbesondere bei der Filmförderung guckt man heute ganz genau hin. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, vergibt im Jahr rund 600 Millionen Euro an deutsche Filmemacher. Seit 2023 werden allerdings nur Filme gefördert, die den ökologischen „Muss-Vorgaben“ treu bleiben. Wer aus dem Raster fällt, wird nicht gefördert.

Claudia Roth (Grüne) neben dem legendären Filmemacher Martin Scorsese auf der Berlinale.
Recyceltes Klopapier: ein Muss!
Filmemacher und werdende Filmemacher müssen sich leider diese Frage stellen. In einem Schulterschluss von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, der Filmförderungsanstalt (FFA) und mit dem Arbeitskreis „Green Shooting“ wurde ein ökologisches Konzept entwickelt, das seit 2023 umgesetzt werden muss. In einem 17-seitigen Pamphlet wird ausgeführt, welche ökologischen Standards für deutsche Kino-/TV- und Online-Produktionen zu gelten haben, um förderfähig zu sein.
Und ja, dazu gehört auch die Benutzung von recyceltem Toilettenpapier.
In der Präambel des Dokuments steht Folgendes: „Mit ihren audiovisuellen Produktionen erreicht die öffentlich-rechtliche und private Medienbranche ein Millionenpublikum. Mit dieser Reichweite geht auch eine gesellschaftliche Verantwortung für eine nachhaltige Herstellung dieser Inhalte einher.“
Im offiziellen Dokument wird über „Muss“- und „Soll“-Voraussetzungen geschrieben. Die bereits erwähnten recycelten Klopapiere fallen unter die Kategorie „Muss“. Doch damit nicht genug. Neben dem Klopapier muss auch jegliche andere Nutzung von Papier ein Mindestgehalt von 90 Prozent Altfaser haben. Die einzige Ausnahme dieser „Muss“-Regel wäre eine Requisite. Jedoch muss diese eine nachgewiesene technische Notwendigkeit für den kreativen Prozess mit sich bringen wie zum Beispiel die Farbechtheit.

Eine Klassische Rolle Toilettenpapier.
Bei Papiervorschriften bleibt es nicht
Neben der „Muss“-Voraussetzung für Papier gilt auch eine andere „Muss“-Voraussetzung: ein strenges Einwegbatterie-Verbot. Dies gilt während der gesamten Produktionszeit. Bedeutet: Vorproduktion, während der Dreharbeiten und in der Postproduktion. Im Idealfall sollen wiederaufladbare Akkus verwendet werden, ausgenommen von dieser Regelung sind Minibatterien für In-Ear-Kopfhörer.
Zusätzlich muss auch bei Vor- und Nachproduktion des Filmes verpflichtend und zertifiziert Ökostrom verwendet werden – in allen Betriebsstätten. Während der gesamten Produktion muss auf Kunstlicht verzichtet werden, weil es zu ineffizient sein soll. Stattdessen solle man auf LED-Scheinwerfer setzen. Lichtquellen in Form von Glühlampen und Halogenstrahlern „müssen vermieden werden“.
Eine weitere „Muss-Vorgabe“ besteht darin, sich möglichst klimaschonend von A nach B zu bewegen. So muss das Produktionsteam samt Schauspielern mit dem Zug anreisen. Erst wenn die Zugfahrt länger als 5 Stunden dauert, darf man mit dem Flugzeug fliegen. Privatjets sind absolut verboten, außer sie erscheinen im Bild. Die einzige Chance, ein Pkw zu benutzen, besteht darin, einen Plug-in-Hybrid, einen vollelektrischen oder einen mit Bio-Gas angetriebenen Pkw zu benutzen. Wobei „Plug-in-Hybrids möglichst nur im E-Modus genutzt werden sollen.

„Entbürokratisierung“ – aber nicht für die Filmförderung
Diese Regeln gelten als „Fördervoraussetzung“ und sind seit 2023 bundeseinheitlich zu erfüllen. In dem offiziellen Papier heißt es: „Die ökologischen Standards gelten für alle Produktionsphasen von der Vorproduktion bis zur Postproduktion und für diejenigen Produktionsteile, die in Deutschland realisiert werden, grundsätzlich unabhängig davon, ob das Produktionsunternehmen in Deutschland oder im Ausland angesiedelt ist“.
Was Claudia Roth geschaffen hat, ist ein Bürokratie-Monster, das seinesgleichen sucht.
Das gesamte Dokument zur Filmförderung können Sie hier einsehen.
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