Hass auf Polizisten, Juden und Nicht-Linke: Das ist die Akte Hotzo
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Nach dem Attentat auf den Ex-US-Präsidenten Donald Trump gab es auch in Deutschland zahlreiche Reaktionen. Während sich die allermeisten entsetzt über die Geschehnisse in den USA zeigten, reagierten einige ganz offen enttäuscht darüber, dass Trump den Mordanschlag überlebt hat.
Bedauern über das Überleben des ehemaligen US-Präsidenten und neuen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump äußerte unter anderem Sebastian Hotz, auch bekannt als „El Hotzo“. Unfassbar: Er schrieb auf X, dass Trump „leider“ verpasst wurde und dass er es „absolut fantastisch“ finde, wenn „Faschisten“ sterben.

Der mittlerweile gelöschte Post von Sebastian Hotz.

Der 28-jährige ARD-Funktionär arbeitete als Witzeschreiber für Jan Böhmermann, hat eine eigene Sendung im rbb und postet fast täglich auf X. Zwischen vermeintlich harmlosen Späßen findet sich nicht selten linke Ideologie und Menschenverachtung.
NIUS präsentiert Ihnen die Akte Hotzo:
Linke Ideologie
Hotz alias El Hotzo sorgte in der Vergangenheit für Furore, indem er auf X linke Gewalt relativierte: „Man kann sich vor linksextremer Gewalt recht einfach schützen, indem man z.B. kein Nazi ist“.

Der Blog Techaktien veröffentlichte einen Chat-Verlauf des Komikers, in welchem dieser sage, dass ihm eine „sofortige kommunistische Weltrevolution am liebsten“ wäre.

Alle AfD-Mitglieder sind für den ÖRR-Funktionär „beschissene Faschos“.

Nicht nur AfD-Mitglieder mag Hotzo nicht – FDPler sind für Hotzo „Arschlöcher“.

Nach einem Angriff auf das Auto eines FDP-Politikers, konnte der Böhmermann-Autor es sich auch nicht verkneifen, diesen Angriff als „unterstützenswert“ zu bezeichnen:

Nicht nur linke Gewaltfantasien finden bei El Hotzo Erwähnung, auch der linke Enteignungstraum ist ihm nicht fremd:

Ironisch: Der durch Zwangsabgaben finanzierte Hotz beleidigte Beamte. Der Code ACAB (Alle Polizisten sind Bastarde) führe zur gesellschaftlichen Spaltung, da unter den Polizisten auch „Wichser, Arschlöcher und ein oder anderer Hundesohn“ seien. „Verallgemeinerungen sind da nicht zielführend“, so Hotz. Das Wort Polizisten genderte er jedoch mit einem Stern – so viel Respekt muss sein.

Antisemitismus und Israel
El Hotzo unterzeichnete den Solidaritäts-Brief für Nemi El-Hassan. El-Hassan, Moderatorin des WDR-Wissenschaftsformats „Quarks“, geriet 2021 in einen Medienskandal aufgrund ihrer Teilnahme am judenfeindlichen al-Quds-Marsch in Berlin im Jahr 2014 und diverser Aussagen in sozialen Medien, die als antisemitisch interpretiert wurden. Gegen die Reaktion des öffentlich-rechtlichen Arbeitgebers unterschrieben einige ÖRR-Funktionäre diesen Brief, darunter auch El Hotzo.

Hotz nimmt antisemitische Kollegen in Schutz, da ist es nicht weiter verwunderlich, dass er bei Instagram mehreren explizit antisemitischen Accounts folgt, beispielsweise der israelfeindlichen und linksextremen Migrantifa. Zuvor folgte Hotz auch Hasan Ö., dem antisemitischen Kopf hinter „Fridays For Future“.
Auf X gefiel Hotz ein Beitrag, in welchem Israel ein Genozid vorgeworfen wird. Ein User schrieb unter ein Bild der Außenministerin Annalena Baerbock: „Verzehnfacht die Waffenlieferungen an ein Land dass einen Genozid ausführt. Richtig mausig Massenmord begehen.“

„Der Vorwurf des Genozids bzw. Massenmordes entbehrt jeglicher Grundlage und dient lediglich der Dämonisierung des einzigen jüdischen Staates dieser Erde. Vermutlich dachte Sebastian Hotz, dass Likes für niemanden mehr sichtbar sind. Jedoch sieht der Tweet-Ersteller die Likes teilweise immer noch“, schreibt ÖRR-Antisemitismus Watch auf X.
rbb distanziert sich jetzt erst
Auf NIUS-Anfrage zu Hotzos Äußerungen nach dem Trump-Attentat distanzierte sich der rbb deutlich von seinem Mitarbeiter: „Die zitierten Posts sind menschenverachtend und widersprechen den Werten des rbb, in unseren Sendungen hätten solche Äußerungen keinen Platz.“
Ob und inwieweit der Äußerungen Konsequenzen mit Blick auf eine weitere Zusammenarbeit haben, ist offen. „Wir suchen jetzt Kontakt zum Autor und werden mit ihm sprechen. Dann entscheiden wir über unser weiteres Vorgehen“, hieß es weiter von der rbb-Pressestelle.
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