Junge Grünen-Chefin spricht sich bei Lanz für 4-Tage-Woche aus – gern auch noch weniger!
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Bezeichnender Dialog bei Lanz am Mittwochabend. Grünen-Politikerin Katharina Stolla (26, Co-Bundessprecherin der Grünen Jugend) sprach sich im Talk für die 4-Tage-Woche aus, auch weniger sei denkbar. Sie bestätigte damit indirekt das Vorurteil vieler, die junge Generation sei faul.
Auch Lanz schien so gar nicht einverstanden mit den Ausführungen seines Gastes ...
Dass viele Deutsche die junge Generation für arbeitsscheu halten, sei „absurd“, so Stolla im ZDF. Sie führte aus: „Dass wir keine Lust mehr haben, so viel zu arbeiten, dass wir keine Lust mehr haben, unser ganzes Leben zu geben, dafür, dass man dann am Ende kaputt gearbeitet ist – das finde ich total vernünftig.“
Viele junge Leute litten durch den Druck des Geldverdienens und die andauernde Krisenstimmung in Deutschland bereits an Depressionen, so Stolla.

Lanz und Stolla in der aktuellen Sendung
Die 4-Tage-Woche, sagt Stolla, sei deshalb schon an vielen Stellen getestet worden. „Ganz viele Unternehmen haben das von sich aus auch übernommen und weitergeführt“, so die Junge Grünen-Sprecherin. Das könne man doch durchaus mal als Modell ausprobieren. Auch die 20-Stunden-Woche sei für sie vorstellbar.
Stirnrunzeln bei Lanz. Er fragt, ob die junge Generation möglicherweise einfach nicht mehr leistungsbereit sei.
Stolla ist empört, ihre Generation sei „extrem leistungsbereit“! Schließlich habe man vor fünf Jahren die Klimabewegung aufgebaut und würde seitdem Klimagerechtigkeit einfordern. Und die jüngsten „Proteste gegen Rechts“ seien doch auch von jungen Menschen organisiert worden!
Lanz trocken: „Das ist ja nicht Arbeit im klassischen Sinne. Davon kommen keine Steuern, davon wird kein Wohlstand geschaffen.“ Stolla, ebenfalls ungerührt: „Genau. Trotzdem liegen wir nicht auf der faulen Haut. Die Leute meiner Generation, meine Freunde, ich, wir denken uns: Wir wollen ein Leben haben und nicht krank werden durch die Arbeit.“
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