Kanzleramtschef Frei zur vorgesehenen Abschiebequote illegaler Migranten: „Wir werden das Ziel nicht erreichen“
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Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) zu Gast bei Markus Lanz. Nach einer guten halben Stunde Sendung kündigt der Merz-Vertraute an: „Ich will mal ganz offen sein ...“ Und lässt das Bekenntnis folgen, dass sich in Sachen „Stadtbild“ in nächster Zeit ganz sicher nichts ändern wird.
Frei rechnet vor: Von zirka 120.000 Menschen, die allein in diesem Jahr einen Asylantrag in Deutschland gestellt haben, werden nur 22 Prozent anerkannt. „Die anderen 78 Prozent“, so Frei, „müssen das Land wieder verlassen.“
Lanz hakt nach: „Aber, Herr Frei: Werden sie das?“ Frei kommt ins Schlingern: „Äh, direkt nicht ...“ Er poliert schnell über: „Aktuell ist es so, dass die Abschiebequote steigt.“
Das lässt Lanz natürlich nicht so stehen. Er bohrt weiter: „Es kommen immer noch mehr Menschen ins Land, als es wieder verlassen. WEIT mehr.“ Frei, fast kleinlaut: „Ja. Das ist so.“
Lanz: „Wie lange soll das gutgehen?!“
Lanz resümiert: „Zu denen, die wir schon haben, kommen jedes Jahr noch mal 100.000 obendrauf.“ Frei, nickt und bejaht, macht klar, dass es da nichts zu beschönigen gibt. Lanz, entgeistert: „Wie lange soll das gutgehen?!“
Jetzt fasst Frei zusammen: Im Laufe der letzten drei bis vier Jahre seien zirka 3 Millionen legale und illegale Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Frei: „Das ist in Summe eine gewaltige Herausforderung der Integration“. Jetzt wolle er mal ganz offen sein – das halte er für wichtig. Lanz trocken: „Ja. Ich auch!“
Erst jetzt kommt Frei auf Lanz' Frage zurück, ob die 78 Prozent Ausreisepflichtigen das Land denn auch wirklich verlassen werden. Seine Antwort: „Wir müssen die Zahl der Rückführungen steigern. Und trotzdem wird das Ziel, das Sie formuliert haben, nicht erreicht werden.“
Bitter, denn Frei sagt hier nichts anderes als: In Deutschland wird sich auch in Zukunft eine sehr große Anzahl Migranten illegal aufhalten – und die Union hat nicht den leisesten Schimmer, wie sie das ändern soll.
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