Kühnert kritisiert SPD-Genossin Faeser zu Philippos-Verharmlosung: „100 Prozent zu wenig die Perspektive des Opfers“
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Erstmals hat sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser zum Tod des 20-jährigen Philippos geäußert, der nach derzeitiger Ermittlungslage der Polizei von einem 18-jährigen Syrer totgeprügelt wurde. Unglaublich: Faeser zeigt Mitleid mit dem Täter. Zum Opfer äußert sie sich nicht.
Das ging selbst Kevin Kühnert einen Schritt zu weit. „Das hat zu 100 Prozent zu viel die Perspektive des Täters und zu 100 Prozent zu wenig die Perspektive des Opfers und der Hinterbliebenen eingenommen“, sagte der SPD-Generalsekretär am Dienstagabend bei Markus Lanz (ZDF).

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert am Dienstagabend bei Markus Lanz
Kühnert ergänzte: „Man kann ganz viele Umstände vor Ort in Unterbringungssituationen und so finden, wo wirklich aus ärmlichen Wohnverhältnissen auch ärmliche Seelen erwachsen“, „aber das hat alles erst mal gar nichts damit zu tun, dass hier ein Mensch umgebracht wurde.“
Lanz stellte klar, dass Faeser nur drei Sekunden über das Opfer gesprochen habe und dann eine lange Ausführung über die nicht zufriedenstellende Unterbringung des Täters anschloss. Kühnert stimmt zu und bricht die Solidarität mit seiner Innenministerin: „Ich weiß, dass nicht immer alle Sätze so sitzen, wie man sie sich wünschen würde …“
Das irre Statement von Faeser im Video
„Heute ist ein sehr schlimmer Tag, wo wir über den Mord an einem Jugendlichen diskutieren müssen. Wo der Täter ein Geflüchteter ist, der seit acht Jahren in einer Flüchtlingsunterkunft lebt. Der gar nichts anderes kennt. Und ich glaube, dass wir über diese Form der nicht gelungenen sozialen Integration viel mehr reden müssen“, sagte Faeser auf der Kommunalkonferenz 2024 der SPD-Bundestagsfraktion.
Kein Wort des Mitleids hingegen an die Familie des getöteten Philippos. Kein Wort der Verurteilung der überbordenden Jugendgewalt. Wohnungsmangel als Ursache für einen Mord: Derart verharmlosende Worte sind ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen.
Vielleicht wäre es doch besser gewesen, Faeser hätte sich gar nicht geäußert.
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