Nach peinlichen Aussagen zu Gewalt in Erfurt: BR versucht sich aus Anja-Kohl-Affäre herauszuwinden
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Nach peinlichen Aussagen der ARD-Börsenexpertin Anja Kohl zu linksextremen Attacken auf Journalisten am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt hat der Bayerische Rundfunk (BR) eine Erklärung veröffentlicht. Darin verteidigt der Sender seine Berichterstattung über den AfD-Bundesparteitag in Erfurt, räumt zugleich aber ein, dass die Gewalt gegen Journalisten im „Sonntags-Stammtisch“ nicht mehr thematisiert wurde.
In seiner Rubrik „Stellungnahmen, Korrekturen und Kritik“ behauptet der BR, man habe „ausführlich und differenziert“ über den Parteitag berichtet. Auch Proteste und Angriffe auf Journalisten seien umfassend behandelt worden. Gleich im nächsten Satz heißt es jedoch: „Aus Sicht der Redaktion wäre es durchaus lohnenswert gewesen, über die Proteste und den Umgang damit in der Sendung zu diskutieren. Dafür fehlte am Ende der Sendung leider die Zeit.“

Linke Gegendemonstranten beim AfD-Parteitag in Erfurt am Wochenende

Apollo News-Reporter Jonas Aston wurde am Rande des AfD-Parteitag in Erfurt von Linksextremen blutig geschlagen. Der Angriff wurde in mehreren Videos festgehalten.
„Egal von welcher Seite“
Anja Kohl hatte im „Sonntags-Stammtisch“ erklärt: „Die AfD hat es nicht geschafft, sich davon zu distanzieren.“ Damit stellte sie die Gewaltattacken auf Journalisten von Apollo News in einen Zusammenhang mit der AfD. Die Reporter wurden in Erfurt allerdings von linksextremen Gegendemonstranten angegriffen – was zum Zeitpunkt des BR-Stammtischs längst bekannt war. Die Angriffe sind durch zahlreiche Videoaufnahmen dokumentiert und wurden anschließend von Polizei und Betroffenen öffentlich geschildert. Dieser entscheidende Zusammenhang fehlte in Kohls Wortmeldung und wurde ins Gegenteil – einen angeblich rechten Angriff – verdreht.
Der BR korrigiert diesen Fehler in seiner jetzigen Stellungnahme nicht ausdrücklich. Stattdessen erklärt der Sender: „Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten verurteilen der BR und auch Anja Kohl entschieden – egal von welcher Seite.“
Eine direkte Klarstellung zu Kohls Aussage oder ein Hinweis darauf, dass die Täter aus dem linksextremen Antifa-Milieu stammten, findet sich in der Erklärung nicht.
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