NIUS-Kolumnist Waldi Hartmann bei Maischberger: „Wenn sie die AfD verbieten, gehen die Menschen auf die Straße“
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Bauernproteste, AfD-Verbot, Waffenlieferungen in Kriegsgebiete? Das politische Deutschland hat ordentlich Stoff für Debatten. Zuletzt erhitzten die wütenden Landwirte und LKW-Fahrer die Gemüter. Auch darüber diskutierten die Gäste am Dienstagabend in der ARD-Talkshow Maischberger. Zu Gast war unter anderem NIUS-Kolumnist und Sportreporter-Legende Waldemar Hartmann.
Mehrere Stunden war die A2 blockiert, tausende Trecker versammelten sich vor dem Brandenburger Tor und forderten die Rücknahme der Subventions-Streichungen im Agrar-Sektor. Nach einer Woche sind die Bauern-Proteste zu einem (vorläufigen) Ende gekommen. Hartmann ist überzeugt: „Das war erst ein Anfang, vielleicht gibt es jetzt einen heißen Sommer“.
Die Streichung der Agrardiesel-Subventionen sei nicht der Auslöser für die Proteste gewesen. Vielmehr der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. „Es geht auch um Bürokratieabbau.“ Man erinnere sich an den „schwachsinnigen Beschluss“, dass Bäcker für ein Brötchen einen Bon ausstellen müssen, so Waldi. Von solchen Regulierungen hätten die Bauern „auf Deutsch gesagt: die Schnauze voll!“.

Die Runde vom 16. Januar, von links nach rechts: Carlo Masala, Gregor Peter Schmitz, Yasmine MBarek, Waldemar Hartmann, Janine Wissler und Sandra Maischberger
Die Tierwohlabgabe, die als Gegenzug zur Agrardiesel-Vergünstigung von Landwirtschaftsminister Cem Özdemir ins Spiel gebracht wurde, beäugt Hartmann mit Skepsis. Durch dessen Einführung würden tierische Produkte teurer, Bauern verdienten also mehr daran. So das Versprechen. „Ich glaube all diesen Zahlen nicht mehr! Das sind Hochrechnungen von Wissenschaftler, die weit weg von jedem Acker und jedem Stall sind“, ist sich Waldi sicher.
Zum AfD-Verbot hat der NIUS-Kolumnist ebenfalls eine klare Meinung. „Wenn wir die Partei verbieten, dann gehen die Leute auf die Straße.“ Gerade im Osten. Man würde nur auf den „Opfer-Mythos“ der AfD einzahlen. Dennoch: Für die potenziellen Wähler der Partei müssten echte Alternativen her. „Das sind keine Nazis.“ In seinen Augen könnte eine konservative CDU vielleicht noch Leute von ihrem Programm überzeugen.
Die aktuelle Folge von „Waldis Dritte Halbzeit“ gibt es hier:
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